Dienstag, 30. April 2013

"Wo bin ich eigentlich?!" - Die Suche nach dem Selbst - Flocksi geht ins Kloster

Ein Jahr um die Welt. Millionen von Eindrücken, Bekanntschaften und Erlebnissen. Das muss man irgendwie verdauen. Und da wir bald zurück daheim sind, möchte ich vorher noch ein wenig zur Ruhe kommen.
Inspiriert von Berichten anderer Weltreisender hab ich schon seit einigen Monaten den Gedanken im Kopf herum geistern. In Chiang Mai gibt es dann auch das Angebot dazu. Im Wat Prathat Doi Suthep gibt es ein International Buddhism Center, wo man zw. drei und 21 Tagen bleiben und einen Meditationskurs absolvieren kann. Eigentlich wollte ich so ca. 10 Tage bleiben, aber je näher der Aufenthalt heran rückt, desto weniger werden die geplanten Tage. Erstens weiß ich nicht ob ich so lange durchhalte und zweitens haben sie im Kloster zuerst keinen Platz und wir müssen zehn Tage in Chiang Mai bleiben, bis ein Platz frei ist. Dadurch läuft uns ein wenig die Zeit davon und ich reserviere einen Platz für fünf Tage. Glaub das sollte auch reichen.
Das Buddhism Center liegt auf ca. 1100m knapp unter dem wunderschönen Wat am Berg, das wir schon einige Tage vorher besucht haben, mitten im Wald mit Blick auf Chiang Mai.
Sylvia bringt mich noch zum Taxi und dann starte ich mit meinem Rucksäckchen voll weißer Kleidung und sonst nichts. Kein Buch, nix zum Schreiben, kein Handy, keine Musik, kein Laptop...

Es sind so zw. 12 und 20 Schüler im Kloster. Die Zimmer sind einfach. ca. 10m², ein Bett und sonst nichts.
Es gibt einige Regeln zu befolgen:

  1. keine Lebewesen töten (auch keine Insekten)
  2. nicht stehlen
  3. kein Sex oder romantische Aktivitäten
  4. nicht lügen
  5. keine Drogen, Alkohol oder Rauchen
  6. keine feste Nahrung nach Mittag
  7. keine Aufbrezeln (Schminke, ...)


Außerdem darf man sich nicht unterhalten, außer dringend notwendig, darf nur weiße Kleidung tragen und nicht lesen, schreiben, Musik hören, E-Mail, Telefon, etc. benutzen. Ausführen eines anderen Sports oder Yoga, Tai Chi, Aerobic darf man auch nicht machen während des Aufenthaltes.
Die Novizen die ins Kloster kommen müssen 227 Regeln befolgen, da werde ich wohl die paar kleinen Beschränkungen aushalten ;-)

Kurz zum Tagesablauf.
5:00 Aufstehen
5:30 Dhamma Talk (Lehrer erzählt uns über die Lehren des Buddha)
7:00 Frühstück
8:00 Meditation
11:00 Mittagessen
13:30 Report beim Lehrer (Fragen, Probleme, Meditationsübungen besprechen)
14:00 Meditation
18:00 Evening Chanting (zusammen Texte singen/lesen)
22:00 Schlafen

Ich hatte ja zuvor etwas Angst, das ich nur Frühstück und Mittagessen bekomme und dann gar nichts mehr, aber irgendwie hatte ich dar gar keine Probleme damit, ging überraschend gut.
Die Zeit war bis auf die paar Fixpunkte frei zur Verfügung. D.h. man konnte eigentlich machen was man will, aber natürlich war ich ja hier um meditieren zu lernen. Dafür gab es verschiedene Räume und einen Tempel. Wir lernten verschiedene "Arten" von Meditation. Meditation im Gehen, Sitzen und Liegen. Klappte auch ganz gut, nur fürs Schweben hats nicht gereicht. Muss ein Problem in der Software sein :-) Vielleicht wirds ja noch.

Am letzten Abend gingen wir noch zum Tempel rauf. Dort konnten wir den Mönchen bei einer Zeremonie zusehen und anschließend bei ihrem Chanting zuhören. War sehr schön und auch die Stimmung mit dem beleuchteten Tempel war super.

Mir hat der Aufenthalt sehr gut gefallen. Das nicht reden war auch kein Problem, hab ich eher genossen, wobei man schon jeden Tag ein paar Worte wechselt. Aber die Meisten, vor allem Frauen, haben da wohl das größte Problem damit ;-)
Fünf Tage haben mir gereicht und ich war sehr froh, als ich wieder zurück zu Sylvia ins Hostal fuhr. Vielleicht mach ich so etwas ja noch einmal, kann ich wirklich jedem nur empfehlen. Ob ich mal die 21 Tage schaffe weiß ich nicht, vor allem die letzten drei Tage haben es dann in sich. Drei Tage alleine im Zimmer meditieren und nicht schlafen, drei Tage lang!

Wat Prathat Doi Suthep

Mittwoch, 24. April 2013

Jetzt gibts eins auf die Fresse - Muay Thai

Schon 2005, bei meinem ersten Thailand Besuch, sind mir die Autos mit den riesen Plakaten und den Lautsprecher Durchsagen aufgefallen. Sie machen Werbung für den nächsten Thai-Box Kampf. Irgendwie hat mich das nie interessiert und ich hab das eher als Touristenprogramm abgetan. Durch den Bericht von Tobi und Elisabeth sind wir aber dann doch neugierig geworden.
Also machen wir uns auf den Weg, um Thai-Boxen anzusehen. Es gibt in Chiang Mai drei verschiedene Orte wo man sich Kämpfe ansehen kann. Zwei touristische und einen wo die Einheimischen hingehen. Eigentlich wollen wir zu den Einheimischen, dort solls so richtig ernsthaft zur Sache gehen. Der Kampf ist aber leider nur Freitags und so gehen wir zu einem der Touri-Kämpfe. Praktisch, der Kampfring ist inmitten von lauter Bars und so können wir das gleich mit ein wenig Ausgehen verbinden.

Wir sind schon sehr früh da, so zahlen wir keinen Eintritt und investieren das Geld in Bier. Die Kämpfe starten um ca. 21 Uhr. Und obwohl eigentlich fast nur Touristen um den Ring sitzen, merkt man schon, das es den Thais ernst ist. Vor den Kämpfen wird gebetet, die Kontrahenten begegnen sich mit sehr viel Respekt und den Beteiligten ist es sehr ernst. Wahrscheinlich kämpft hier der Nachwuchs und in der richtigen Arena kommen dann die wichtigen Titel-Kämpfe.
So starten bei uns auch zwei jüngere Kämpfer und die sind noch eher zurückhaltend. Im nächsten Kampf gehts schon härter zur Sache und ein KO beendet den Kampf. Was sehr nett ist, nach dem Kampf bekommt der Boxer jeweils vom gegnerischen Trainer Wasser zum Trinken.
Es gibt auch einen Showkampf, wo zwei Boxer mit Augenbinde im Ring stehen und ein Zwerg ist auch noch dabei. Der drischt auf die beiden ein und duckt sich immer wieder unter ihren Schlägen durch. Danach kommt noch ein Kampf Thai gegen Farang, also Ausländer. Der Farang ist ein richtiges Muskelpaket, so ein Kickboxer-Typ und haben schon Mitleid mit dem Thai. In der ersten Runde schauts auch nach kurzem Prozess aus, aber der Thai bleibt stehen und in den nächsten Runden wird der Farang müde und der Thai klopft ihn ordentlich her. Gut das wir nicht gewettet haben, der Thai gewinnt nämlich nach Punkten. Dann folgt noch ein Kampf der ist für uns Westler etwas hart anzusehen. Zwei Kinder, vielleicht zehn Jahre alt, steigen in den Ring und kämpfen auch mit vollem Einsatz. Viele Touristen sind schon weg und jetzt wird der Ring von Thais umzingelt. Der Nachwuchs wird genau beobachtet, könnte es sich doch um den nächsten großen Meister handeln.
Um ca. 23 Uhr sind die Kämpfe dann auch vorbei und die Aufmerksamkeit wendet sich den Bars zu.

Uns hat es gefallen. War zwar nur das Touri-Programm, aber der Ernst mit dem die Thais hier bei der Sache sind ist klar zu erkennen. Thai-Boxen ist in Thailand einfach extrem wichtig und hat einen sehr hohen Status.

Ich hatte nur die "kleine" Kamera mit und so gibts keine Aktion-Nahaufnahmen, sondern eher einen Überblick :-)
Thailand - Chiang Mai Muay Thai

Sonntag, 21. April 2013

Chiang Mai - Tempel, Tiger und Ruhe

Und wieder einmal haben wir eine Nachtbusfahrt vor uns. Die letzte ist schon lange her und die haben wir eigentlich ganz gemütlich in Erinnerung. Diese ist leider sehr unruhig und so kommen wir um 4:30 mit nur wenig Schlaf in Chiang Mai an. Nicht die beste Zeit um ein Hostal zu suchen. Wir tun uns mit drei deutschen Mädls zusammen und fahren mit dem Taxi zu einem Hostal. Die Tore sind versperrt, aber es ist Sonntag morgen und so dauert es nicht lange, bis eine Gruppe Betrunkener Richtung Hostal wankt und uns aufsperrt. Leider gibt es keinen freien Platz mehr und so versuchen wir unser Glück eine Tür weiter. Dort sitzen noch ein paar Leute Bier trinkend herum, die können uns aber auch nicht helfen, da niemand weiß wo der Nachtportier ist. Ich klopf einfach mal ein eine Tür hinter der Rezeption und nach kurzem schaut eine sehr verschlafene Frau heraus. Sie ist zwar etwas langsam unterwegs zu so früher Stunde, aber dafür hat sie freie Zimmer. Schlafen ist zuerst mal angesagt.

Chiang Mai ist die 2. größte Stadt Thailands und hat sehr viele Tempel und ist von Bergen und Urwald umgeben und ist außerdem sehr touristisch. Zum Glück ist die Hochsaison schon vorbei und es ist ein wenig Ruhe eingekehrt. Wir genießen die guten Cafes, die oft super Shakes anbieten und haben nicht viel am Programm. Zuerst suchen wir uns ein Hostal das uns besser gefällt und ruhiger ist. Wir finden auch eines, das liegt zwar etwas außerhalb des Zentrums, aber dafür direkt an einem Fluß, mit schönem Restaurant und vielen Sitz- und Liegemöglichkeiten.

Praktisch ist, das es im Hostal gratis Fahrräder zum Ausleihen gibt und so machen wir uns auf zur Stadterkundung. Es gibt sehr viele Tempel und einige davon sehen wir uns an.

Für einen Tag leihen wir uns auch ein Moped aus. Damit fahren wir zum Wat Phra That Doi Suthep. Dies liegt 15km außerhalb von Chiang Mai auf einem Berg. Das Wat ist sehr schön und bietet einen schönen Ausblick auf Chiang Mai. Außerdem ist es dort oben etwas kühler. Nachdem Wat fahren wir wieder vom Berg runter und merken erst wie heiß es hier ist. Und so machen wir vor unserem Nächsten Sight erst eine kurze Erfrischungspause. Wir wollen nämlich wirklich fit sein, bevor wir zu den Tigern gehen!
Jawohl wir sehen uns Tiger an. Wir sehen sie uns nicht nur an, nein wir dürfen richtig zu ihnen rein und sie streicheln. Wir müssen uns nur aussuchen zu welchen wir wollen und da wählen wir natürlich die Kleinsten. Und die sind wirklich sehr süß, obwohl so klein sind Tiger mit 2-4 Monate gar nicht mehr. Zum Glück sind sie aber gut gefüttert und sind mit Menschen aufgewachsen, daher sollte nix passieren. Nach der Streicheleinheit sehen wir uns noch die größeren Tiger an. Die sind teilweise schon etwas aktiver.

Es gibt in Chiang Mai an jeder Ecke einen Tour-Organisator, wo Trekking, Kochkurs und alles mögliche angeboten wir. Die meisten Besucher machen auch solche Ausflüge. Wir haben keine Lust auf sowas, den Elefantenreiten haben wir schon vor Jahren mal gemacht und die restlichen Programmpunkte sind auch nicht so berauschend. Geworben wird zwar mit unberührter Natur und Begegnungen mit "Stämmen" die noch fast keine Menschen gesehen haben, aber so etwas findet man hier eigentlich nicht mehr.
Wir hätten noch einen Punkt am Programm den wir eigentlich sehen wollen und zwar die "Long Necks". Dabei handelt es sich um Frauen deren Hals von Goldringen extrem lang gestreckt ist. Sie kommen ursprünglich aus Burma und leben ganz im Nord-Westen von Thailand an der burmäsischen Grenze. Zum Glück informieren wir uns vorher und merken, dass das Ganze in der Nähe von Chiang Mai nur reine Show-Dörfer sind in denen die Familien leben. Sie bekommen auch nichts von den Eintrittsgeldern und werden eher wie Tiere in einem Zoo gehalten, zum Herzeigen. Das wollen wir nicht unterstützen und daher lassen wir das aus. Anscheinend sind die Dörfer an der Grenze zu Burma auch nicht besser, somit machen wir uns auch nicht auf den langen Weg um sie dort zu besuchen.

Unsere anderen Aktivitäten beschränken sich auf Kaffee trinken, essen und Massieren lassen. 

Mittwoch, 17. April 2013

Wieder einmal in Thailand - Auf in die alte Hauptstadt Ayutthaya

Wir haben wieder einmal eine Nacht am Flughafen verbracht. Diesmal haben wir den Kinderspielplatz in Beschlag genommen, wir waren nicht die Einzigen.

Am frühen Morgen starten wir und nach 2h sind wir auch schon in Bangkok. Und, hurra, der Skytrain ist fertig (wussten wir ja schon von Tobi's und Elisabeth's Bericht). Damit fahren wir ganz einfach und schnell zum Hauptbahnhof. Wir wollen diesmal gar nicht ins Zentrum, ist ja nicht unser erster Besuch in Bangkok und wir kommen sicher noch für ein paar Tage zurück. Wir kaufen uns gleich ein Ticket in der Holzklasse für die Fahrt nach Ayutthaya.
Und wir merken schon, wir sind in Bangkok. Es stinkt und ist dreckig. Uns kommt vor, noch mehr als sonst. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass wir gerade aus Singapur kommen.
Die Zugfahrt ist sehr nett. Wir bummeln aus Bangkok raus und es kommt uns vor als würde das ewig dauern. Das ist uns aber egal, wir trinken genüsslich unser erstes Chang-Bier und beobachten die Umgebung.

Ayutthaya war einmal die Metropole Südostasiens im 17. Jh. Heute lockt es mit seinen zahlreichen Tempeln und der geringen Entfernung zu Bangkok viele Touristen an.
Wir quartieren uns gemütlich ein und feiern unseren "letzten" Reiseabschnitt mit einigen Chang's.
Einige der Tempel sehen wir uns natürlich auch an und vor allem der eingewachsene Kopf einer Buddha-Statue ist natürlich ein sehr gutes Fotomotiv. Aber auch die anderen Tempel sind sehr sehenswert und bei einem Bootsausflug können wir noch weitere Tempel bestaunen.

So wirklich viel haben wir nicht mehr am Programm, erstens wollen wir die letzten Wochen ruhig angehen und zweitens ist die Hitze hier enorm. Knapp unter 40° zeigt das Thermostat, da hat man nicht wirklich Lust den ganzen Tag durch die Gegend zu laufen.
Empfehlen können wir Ayutthaya aber auf jeden Fall. Wir machen uns nach ein paar Tagen auf den Weg Richtung Norden, unser nächstes Ziel ist Chiang Mai. Eine Nachtbusfahrt wartet auf uns, juhu!

Thailand - Ayutthaya

Singapur - see it to believe it

Nicht jeder ist ein Städte-Reiser. Wer aber Singapur sieht, kommt nicht darum herum, ein wenig begeistert zu sein. Wir sind regelrecht fasziniert!
Man muss sich vorstellen, es handelt sich um eine Stadt in Asien. Da kenne ich nur so Brummer wie Bangkok, Hanoi oder Saigon. Da kommt man vom Flughafen ins Zentrum, steigt aus und man bekommt gleich einen Brechreiz. Es stinkt unglaublich und man steht im Dreck. Hier fahren wir vom Flughafen nach Chinatown, gehen aus der U-Bahnstation und es liegt kein Müll herum. Nicht mal in Chinatown, ja wo den dann?!
Kein Müll in den Stationen, auf den Bahnsteigen und kein Müll auf der Straße. Nicht mal in einen Kaugummi kann man hier steigen, zumindest ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering. Kaugummi ins Land einführen ist verboten und man bekommt ihn nur mit Rezept von einer Apotheke! Genauso ist essen und trinken in den U-Bahnstationen verboten. Man kommt also gar nicht in den Genuss neben jemandem zu sitzen, der gerade sein Kebab zu essen versucht und es dabei quer im ganzen Wagon verteilt. Die Stadt ist geschleckt!

Was sonst noch faszinierend ist in Singapur sind die Bauwerke. Es gibt ja viele Städte die EIN Bauwerk haben für das sie berühmt sind. Singapur hat so viele, ich hab sie gar nicht gezählt. Und es sind nicht nur irgendwelche riesigen Türme. Es sind wirklich faszinierende Kunstobjekte, sowie die Supertrees oder das Science-Art-Museum.

Was wir völlig ausgelassen haben ist das Nachtleben und das soll anscheinend auch sehr toll sein. Kann man sich als Österreicher gar nicht vorstellen wie die eine ganze Nacht feieren wollen bei den Alk-Preisen und der Todesstrafe auf die lustigen Tablettal. Wir waren jedenfalls immer viel zu müde zum Ausgehen.

Ein Vorteil bei einem Singapurbesuch ist eine Menge Geld. Wir sind günstig, 60€ fürs Mini-Doppelzimmer, untergekommen. Gegessen haben wir in Foodcourts und das soll man auf keinen Fall auslassen auch wenn man viel Geld mitbringt. Es ist günstig und bietet eine unglaublich vielfälltige Auswahl an Speisen. Für was man Geld benötigt sind die Eintritte, die sind zeitweise nicht ganz billig. Noch mehr Geld kann man aber für das lieblings Hobby der Singapurer ausgeben, Shoppen! Was in Singapur kein Sight oder Hotel ist, das ist ein Shoppingcenter. Ich hab noch nirgends eine solche Dichte wie hier gesehen. Da werden sogar zwei U-Bahnstationen durch eine Shoppingmall verbunden. Steigt man aus der U-Bahn und will an die Oberfläche, befindet man sich meist in einem Shoppingcenter. Es gibt eine ganze Straße, die Orchardroad, die besteht praktisch aus Shoppingcentern. Und es scheint, als würden die Leute hier nichts anderes tun als shoppen.

Ein Nachteil in Singapur, es ist sehr heiß, zumindest im Freien. Betritt man ein Gebäude, U-Bahn oder Bus, sollte man besser einen Pullover mithaben. Es ist arschkalt. Überall Klimaanlagen und man wird ständig mit kalter Luft angeblasen.

Wir waren 5 Tage und die braucht man auch mindestens. Dabei haben wir sogar etwas ausgelassen, das die meisten Besucher ganz sicher ansehen. Die Insel Sentosa, die Vergnügungsinsel, mit den Universal Studios, Vergnügungspark und was weiß ich noch alles.

Unser Resümee. Schaut euch das an! Vielleicht auch öfter. Den was heute noch nicht steht, kann nächstes Jahr schon DAS Super-Sight sein.
Ja so schnell gehts in Singapur und nicht vergessen, Kreditkarte und Pullover einpacken.


!

Dienstag, 16. April 2013

Ein wenig Indien, Elektronik so weit das Auge reicht und ein letzter Rundgang

Heute ist unser letzter Tag in Singapur. Nach dem auschecken fahren wir nach Little India, dem indischen Viertel. Dort spazieren wir aber nur kurz durch und statten einem Elektronik-Shoppingcenter einen Besuch ab. 5 Stockwerke voller PC-Ramsch, boah.
Anschließend machen wir uns wieder auf zur Bugis-Street, um dem Foodcourt einen Besuch abzustatten. Yummy!

Wieder frisch gestärkt fahren wir ins Zentrum, um einen Blick auf die Hochhäuser zu werfen. Sylvia spielt gleich noch bei einem Geschicklichkeitsspiel mit und gewinnt ein Eis. Somit kommen wir auch noch zu einer Nachspeise. Wir spazieren noch weiter bis wir beim Merlion-Park sind. Dort genehmigen wir uns noch einen Kaffee mit Blick auf das MBS.




Danach fahren wir zurück ins Hostal und machen uns auf den Weg zum Flughafen. Unser Flieger startet am nächsten Morgen um 7, d.h. wir verbringen mal wieder eine Nacht irgendwo am Flughafen.
Aber wie nicht anders zu erwarten ist auch der Flughafen sehr sauber und auch hier gibt es genug Attraktionen. Die Nacht werden wir wohl rum bringen.
Singapur - Tag 5

Montag, 15. April 2013

Gardens by the Bay, ein wenig Kunst, Höhenluft schnuppern und Genuss

Heute sind wir nicht wirklich frisch, aber das Wetter lässt keine Wolken zu. Darum starten wir gleich zum Gardens by the Bay. Dort stehen nicht nur die Supertrees herum, nein es gibt auch zwei überdimensionale (was auch sonst in Singapur) Glashäuser. Eines davon sehen wir uns an und zwar das Cloude Forest. Ein sehr hohes Gewächshaus, das verschiedene Zonen eines Regenwaldes nachbildet und dabei auch in Höhen von über 2000m vor stößt.
Nach diesem naturnahen Erlebnis brauchen wir etwas westliche Zerstreuung, wir gehen in das Luxus-Shoppingcenter neben dem MBS.
Nach diesem Kommerzglimmer schadet echte Kunst nicht, wir gehen in das Art-Science-Museum, das auch von außen schöne anzusehen ist.
Dort finden wir eine super Ausstellung. The Art of Brick von Nathan Sawaya. Der Künstler baut Kunstwerke aus Legosteinen, ein Traum für jeden Buben. Und auch für den Flocksi, wobei das Foto von Sylvia am Eingang zur Ausstellung hat Oscar/Grammy/Music-Award-Charakter!
Aber nicht nur Sylvias Pose ist sehenswert. Diese Ausstellung fasziniert uns wirklich. Nicht nur die Objekte sind unglaublich, bis zu 30.000 Steine für ein Kunstwerk, auch die dargestellten Themen sind sehr interessant.
Aber, wartet sage ich, ein Highlight kommt erst noch.

Wir geben läppische 15€ aus :-) , um auf das Aussichtsdeck des Marina Bay Sands (MBS) zu kommen.  Das Gebäude von unten betrachtet ist ja schon ganz toll, aber oben kann man den Wahnsinn fast nicht mehr glauben. In dem lustigen Teil das die drei Türme oben verbindet, ist ein 150m Swimmingpool untergebracht! Daneben gibt es natürlich noch Restaurants und Bars.
Wir genießen den Ausblick bei Sonnenlicht und natürlich warten wir auch auf den Sonnenuntergang. Praktischerweise geht die Sonne vom MBS aus gesehen genau hinter der Skyline von Singapur unter. Und da kann man jetzt sagen was man will, Bauwahnsinn hin und her, aussehn tut das Ganze schon ziemlich geil.
Wir haben Ausblick auf den Gardens by the Bay mit den 2 riesen Gewächshäusern und den Supertrees,  auf der anderen Seite wartet der innere Hafen mit der Skyline im Hintergrund, dem Art-Science-Museum in Form einer Lotusblüte und dem Esplanades dahinter. Man glaubt kaum, zu welchen wahnsinnigen Bauwerken Menschen fähig sind. Eigentlich hätte die Menschheit wichtigere Problem zu lösen, aber ich glaube davon hat Singapur noch nichts gehört.



Jetzt ist es auch schon egal, wir schwelgen weiter in Dekadenz. Wir fahren zum Raffles-Hotel und trinken einen Singapore-Sling. Der wurde schließlich hier "erfunden" und für läppische 20€ pro Cocktail sind wir dabei. Noch nicht genug, gehen wir daneben ins "Brotzeit". Dort leisten wir uns noch ein Paulaner Weißbier um sagenhaft günstige 10€ pro Halbe. Dafür dürfen wir Asiaten dabei beobachten wie sie versuchen Stelze mit Knödel und allem was dazu gehört zu essen. Und natürlich muss auch das Bier probiert werden, da verziehen sie aber dann schon ganz schön das Gesicht.
Nach diesem Luxusabend fallen wir ziemlich müde ins Bett.

Singapur - Tag 4

Sonntag, 14. April 2013

Billig Shopping auf der Bugis-Street und Singapur bei Nacht

Die Nacht war wieder kurz und die letzten beiden Tage haben schon ein wenig gezehrt. Aber wir müssen berichten, unsere werten Leser verlangen danach!
Heute ist das Wetter nicht so gut und wir huschen zwischen Regentropfen herum.
Außerdem ist heute Sonntag, da statten wir gleich der lokalen christlichen Messe einen Besuch ab. Wir bleiben aber nicht so lange, gibt es doch in der Nähe einen Geocache zu heben, unser erster in Singapur. Danach hab ich einen Auftrag, Sylvia macht es sich inzwischen in einem Cafe bequem. Ich starte, um in einem 6 stöckigem Hochhaus voller Elektronik ein Stativ zu finden. Irgendwie bin ich es leid ohne Stativ herum zu laufen, manchmal braucht man einfach ein wenig Halt. Leider sind die Preise gleich wie daheim und so kauf ich mir nur ein Gorillapad SLR. Das ist leicht, klein und praktisch.

Anschließend machen wir uns auf den Weg zur Bugis-Street. Dort gibt es einen Straßenmarkt mit wirklich günstiger Kleidung und sonstigem Schnickschnack. Auch ein rustikales Foodcourt ist dabei und da gönnen wir uns gleich eine Stärkung. Nach dem Hauptgericht wäre natürlich noch eine Nachspeise wünschenswert. Mr. Q. erfüllt uns diesen Wunsch und wie. Es gibt eine Abartigkeit - Deep fried Mars! Alter, wie soll man das beschreiben. Henkersmahlzeit für Diabetiker beschreibt es am Besten. Man schneidet ein Mars in 6 Teile, friert sie ein. Kommt Flocksi vorbei und hat Nachspeisen-Saber am Mund, holt man die gefrorenen Marsteile aus dem Kühlschrank, umwickelt sie mit einem Teigmantel und schmeist das Ganze in die Fritteuse! Was dabei rauskommt ist Geschmacks-Orgasmus, und auf den Verbotsschildern jeden Zahnarztes. Macht nix, ich bin zufrieden.
Nach dieser Köstlichkeit ist es Zeit für ein kleines Mittagsschläfchen.

Wieder voll im Saft suchen wir noch einen besonderen Geocache. Ganz in der Nähe unseres Hostals ist  auf dem Dach eines chinesischen Shoppingcenters ein Cache versteckt. Aufgabe ist zuerst auf das Dach zu finden. Schnell gelöst und wir werden auch gleich mit der Dose und einem super Ausblick auf die Skyline belohnt.
Nach diesem Abenteuer besuchen wir kurz das Raffles-Hotel und schlendern weiter Richtung Esplanades. Dabei gehen wir bei einem Abgang zu einer U-Bahn Station runter und befinden uns in einem Shoppingcenter das zwei U-Bahn Stationen miteinander verbindet. Das nenne ich mal Platzausnutzung. Das Esplanades ist ein Gebäude mit Konzertsälen, das von außen wie eine Stinkfurcht (Durian) aussieht. Von hier haben wir einen super Blick auf das MBS, das Art-Science-Museum und die Skyline von Singapur. Da muss ich natürlich mein neues Stativ verwenden und so "müsst" ihr ein paar Nachtaufnahmen von Singapur betrachten. Die Zeit vergeht, wir werden immer müder und schleppen uns noch zum Merlion-Park, wo wir den Wasser speienden Merlion betrachten. Danach ist es wirklich Zeit, dass wir uns Richtung Bett aufmachen.
Singapur - Tag 3

Samstag, 13. April 2013

Orchideen, Shopping-Wahn und wilde Tiere

Die Nacht ist kurz, denn es gibt viel zu sehen in Singapur. Nach einem Frühstück im Hostal und Koffein-Level Einstellung kanns los gehen.
Unser erstes Ziel ist die Henderson-Bridge. Eine geschwungene Holzbrücke für Fußgänger, die in einer Höhe von 36m über die Straße führt. Schaut wirklich super aus das Teil und so früh am Morgen ist die Hitze auch noch erträglich. Wir ziehen weiter in den Botanischen Garten. Jetzt ist die Hitze schon ziemlich schlimm und wir transpirieren Richtung Orchideen Garten. Dort finden wir wunderschöne Orchideen und auch immer wieder ein wenig Schatten. Für Blumenfreunde gibt es viele Fotos. Die anderen müssen sich auch durch klicken.

Nachdem wir schon ziemlich viele Meter in den Beinen haben und die Sonne auf uns herab brennt, suchen wir kühle Umgebung. Die Orchard Road ist nicht weit und dort stehen viele Kühlschränke für uns bereit. Die Kühlschränke sind meist riesengroß und beinhalten zahlreiche Geschäfte. Die Orchard Road ist DIE Einkaufsstraße in Singapur. Ein Shoppingcenter reiht sich an das nächste. Schwitzt man draußen vor der Türe noch, bildet sich beim Eintreten ein Eisfilm auf der Haut.
So richtig leisten können wir uns hier nichts. Channel, Louis Vuitton, Rolex, ... gibt es hier und vor den Geschäften muss man sich anstellen! Wir leisten uns ein Essen im Foodcourt und sogar Kaffee und Kuchen sind noch im Budget. Der Rest der Menschen scheint vor kurzem Geld gewonnen oder gefunden zu haben. Es wird geshoppt bis die Kreditkarte quietscht. Aber das scheint in Singapur ohnehin das größte Hobby zu sein.

Wir sind wieder ausgeruht und starten zu unserem nächsten Programmpunkt, Nacht-Safari.
Zuerst müssen wir mit Metro und Bus 1h fahren, dann sind wir beim Singapore-Zoo. Trotz dunkler Wolken und Donner starten wir. Es dämmert gerade und so haben wir noch ein wenig Licht und finden die ersten Tiere auch gleich in ihren Gehegen. Leider beginnt es zu regnen, aber der Weg verläuft meist unter großen Bäumen und so setzen wir unseren Weg fort. Der Zoo ist wirklich schön angelegt, man hat meist gar nicht das Gefühl das die Tiere eingesperrt sind. Oft ist kein Zaun zwischen den Besuchern und den Tieren, sondern ein Wassergraben.
Irgendwann ist uns der Regen zu viel und wir setzen uns in den Bummelzug der durch den Zoo fährt. Vom Zug aus sehen wir die Tiere auch sehr gut, sie sind zeitweise direkt neben der Straße, ohne Abgrenzung zu uns. Nachdem wir die Runde mit dem Zug abgeschlossen haben, ist auch der Regen vorbei und so setzen wir unseren Weg zu Fuß fort. Ein kleiner Auszug aus den Tieren die wir hier gesehen haben: Hyäne, Tiger, Löwe, Nashorn, Nilpferd, Wasserbüffel, Elefant, Tapir, Zebra, Pelikan, Flughund, Wallaby, Fuchs, Bär, Wolf, Stachelschwein, Leopard und Krokodil.
Zum Abschluss sehen wir uns noch die Creatures of the night-Show an. Dabei sitzt man in einer Arena und es werden zahlreiche Tiere mit viel Show gezeigt. Ein Highlight ist für mich ein weißer Wolf der auf einem Felsen steht und heult. Für einen Besucher aus China ist wohl "seine" Show-Einlage ein Highlight. Zuerst laufen die Bediensteten wie irre herum, weil sie ein Tier verloren haben. Dieses taucht dann unter den Sitzen in der zweiten Reihe auf. Dabei handelt es sich um Python! Sie wird dann auf die Bühne getragen und einem "Freiwilligen" aus dem Publikum umgehängt. Zum Glück wurde ich nicht ausgewählt.
Nach der Vorstellung machen wir uns wieder an die lange Rückfahrt und fallen ziemlich erschöpft ins Bett. Wieder ein langer, ereignisreicher Tag mit vielen Highlights.

Singapur - Tag 2

Freitag, 12. April 2013

Singapur wir kommen

Ein 2,5h Flug bringt uns von Bali nach Singapur. Leider kommen wir mitten in der Nacht an und so heißt es wieder ein geeignetes Platzal für die Nachtruhe zu finden. Zwischen den Gepäckbändern haben wir so eine angenehme Couch gefunden, das wir richtig schlafen können.
Nach einem MC Donalds Frühstück sind wir gestärkt und auch die Metro hat ihre Arbeit begonnen und so starten wir Richtung Chinatown zu unserem Hostal. Das liegt direkt neben dem U-Bahnausgang und so müssen wir nicht lange in den Straßenschluchten suchen. Unser Zimmer können wir erst um 15 Uhr beziehen, also starten wir zur ersten Erkundungstour. Es ist unglaublich heiß und wir rasten gleich mal in einem Park. Danach gehts zurück zum Hostal. Unser Zimmer, eher eine Besenkammer mit Stockbett, ist schon fertig und so hauen wir uns mal 2h aufs Ohr.
Danach sind wir so halbwegs fit und starten gleich Richtung Marina Bay Sands (Hotel-Page für die gstopften unter euch), das erste Highlight. Wahnsinn, schaut das geil aus. Da die Sonne schon beim Untergehen ist und somit die Temperaturen erträglich werden, beschließen wir, einen Spaziergang durch Gardens by the Bay zu machen. Ein neues Highlight gleich hinter dem Marina Bay Sands. Supertrees nennen sich die lustig aussehenden Teile. Es gibt auch einen Skywalk und den machen wir auch gleich. Dabei spaziert man in einer Höhe von 30m zwischen den Trees herum, mit Ausblick auf das MBS und der Skyline von Singapur im Hintergrund. In der anderen Richtung ist das Meer und zahlreiche Schiffe liegen vor Anker. Wir lassen uns Zeit auf dem Skywalk, da wir noch super Abendlicht haben und außerdem auf die Lichtshow warten. Die "Bäume" leuchten in allen Farben und das Ganze schaut wirklich unwirklich aus. Wirklich sehenswert!



Nach der Show gehen wir wieder runter und spazieren zurück zum MBS. Wir gehen durch das Hotel und landen im Shoppingcenter dahinter. Völlig irre! An Shops und Marken ist hier so ziemlich alles vertreten was wir uns nicht leisten können. Aber es gibt auch ein leistbares Foodcourt und dort lassen wir uns für ein Abendessen nieder. Kurze Erklärung was ein Foodcourt ist. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von kleinen Restaurants die sich meistens in Shoppingcenter befinden. Und das ist ein echtes Highlight in Singapur. Man findet hier die verschiedensten Küchen. Japanisch, Thai, Indonesisch, Vietnamesisch, ... und alles zu einem guten Preis, so zw. 3€-20€. Essenshimmel!
Frisch gestärkt, aber schon mit starken Ermüdungserscheinungen ziehen wir weiter. Beim Verlassen des Shoppingcenters sehen wir, dass gerade eine Laser-Wasser-Show am Hafen ist. Da setzen wir uns gleich hin und bestaunen die Show und die beleuchtete Skyline dahinter.

Anschließend spazieren wir noch am Art-Science-Museum vorbei, welches die Form einer Lotusblüte hat. Und weil alles so schön blitzt und funkelt gehen wir noch weiter über die Helix-Bridge Richtung Esplanade, einem Konzert- und Theatergebäude. Von hier haben wir noch einmal einen super Blick über die ganzen Gebäude rund um den inneren Hafen. Jetzt sind wir aber wirklich müde und starten zurück zum Hostal. Zeit fürs Träumeland.
Ps: Kommentare werden übrigens immer noch gern gelesen (von der Co-Redaktion sogar erwartet)!

Singapur - Tag 1

Donnerstag, 11. April 2013

Bali und Lombok - Rückblick

Unser erstes Südostasien-Ziel auf dieser Reise, wir sind schon voller Erwartungen. In Kuta holen wir uns aber zuerst nur einen Kulturschock. Aber Kuta ist nicht Indonesien!
Auf Nusa Lembongan gefällt es uns schon besser. Ruhig, schöne Strände und weniger Touristen.

Gili Trawangan
Lombok ist wieder ganz anders. Der Großteil der Bevölkerung sind Muslime und so hört man ob Tag oder Nachts den Muezzin singen. Begeistert sind wir von Kuta-Lombok im Süden. Unglaublich schöne Strände sind dort und wenig Leute. Da kann schon mal passieren, dass man einen ganzen, hunderte Meter langen Sandstrand für sich alleine hat. Aber es gibt nicht nur Strände, auch das Inland hat einiges zu bieten. Vor allem der Vulkan Rinjan, der 2. höchste Indonesiens, ist sehr schön und eine Tour auf den Gipfel ist sicher wunderschön. Uns war es zu heiß für solche Aktivitäten und ganz fit waren wir leider auch nicht.
Auf Gili Trawangan findet man neben dem Party wütigen Volk auch wunderschöne Strände und Unterwasserwelt. Leider auch unglaubliche Hitze, die schon mal schlaflose Nächte mit sich bringt.

Reisterrassen bei Tegallalang
Zurück auf Bali haben wir uns dann ins Landesinnere, nach Ubud, zurück gezogen. Dort findet man vor allem Suchende. Batik Bekleidung ist in, Räucherstäbchen-Schwaden in der Luft und allgemein glaubt man sich auf eine Esoterik-Messe verirrt zu haben. Dagegen konkurieren Massagesalons, lästige Taxifahrer und Bekleidungsgeschäfte für Touristen. Das ursprüngliche Kunstzentrum Balis ist im Zentrum von Ubud leider nicht mehr so einfach zu finden. Da muss man schon die Touri-Fallen verlassen und etwas abseits suchen, dann ist auch Ubud schön. Und die Umgebung hat auch wunderschöne Landschaft und zahlreiche Tempel zu bieten.

Pura Ulun Danu Bratan
Die Menschen auf Bali und Lombok kann man nicht so einfach beschreiben. Zuerst gibt es den religiösen Unterschied. Bali hat größtenteils Hindus, Lombok Muslime. Die Balinesen mögen anscheinend die Muslime nicht, müssen irgendwie mit den Österreichern verwandt sein. Wir hatten mit den Muslimen nichts zu tun. Die arbeiten wahrscheinlich nicht so direkt im Tourismus, daher können wir das nicht beurteilen.
Die Menschen sind auf jeden Fall großteils sehr freundlich, nur in den Tourismus-Zentren, wie Ubud und Kuta, ist von der asiatischen Zurückhaltung und Freundlichkeit nicht mehr viel übrig. Man ist an Hüttenwirte in St. Anton in der Nachsaison erinnert.

Die größte Enttäuschung war wohl das Essen. Wir hatten uns schon so gefreut, aber nach nur einem Monat konnten wir das Zeug nicht mehr sehen. Irgendwie schmeckt Alles ähnlich und es gibt zu wenig Abwechslung. Die Preise für die gebotenen, kleinen Portionen sind auch sehr hoch, man wird einfach nicht satt.

Insgesamt ist Bali und Lombok sehr sehenswert! Es ist aber nur ein sehr kleiner Teil von Indonesien. Es gibt sicher noch viele andere Highlights und sehr viele, wenig erschlossene, Gebiet, wo man noch unzerstörte Landschaften und Kulturen bewundern kann.

Wir haben schon unser nächstes Ziel vor Augen, Singapur. Asien, Moderne und Größenwahn geballt in einer Stadt.

Sonntag, 7. April 2013

Ausflüge in die Umgebung von Ubud

Da es rund um Ubud noch einiges zu sehen gibt, nehmen wir uns für einen Tag wieder einen Fahrer, um den Norden zu erkunden. Unser erstes Ziel ist der höchste Wasserfall von Bali, der Gitgit Wasserfall. Alleine die Fahrt dorthin ist schon sehenswert. Zuerst kurven wir kreuz und quer durch kleine Dörfer, bis wir endlich die Hauptstraße erreichen. Auf dieser gehts dann immer Richtung Norden, Richtung Berge. Wir schlängeln uns im dichten Verkehr auf den Pass und auf der anderen Seite gehts noch ein Stück runter, bis wir bei den Wasserfällen ankommen. Ein kurzer Fußmarsch und wir stehen vor den netten Wasserfällen mitten im Dschungel. Es gibt zwei Fälle, wobei der höchste ca. 40m hoch ist.
Unser nächstes Ziel liegt schon wieder am Rückweg. Die beiden von Bergen umschlossenen Seen, Danan Buyan und Danan Tamblingan, bieten einen sehr schönen Anblick. Ein wenig weiter und wir sind an einer der Hauptattraktionen in der Gegend, oder überhaupt von Bali.
Der Tempel Pura Ulun Danu Bratan am Danan Bratan See ist wirklich ein Schmuckstück. Ein Tempel am See und am anderen Seeufer steigt der Urwald steil zu einem Berg an.
War wieder ein sehr schöner Ausflug und wir sind froh, dass wir auch dieses mal mit einem Fahrer unterwegs waren. Heute war Sonntag und der Verkehr war einfach ein Wahnsinn, da möchte ich nicht mit dem Moped Bergstraßen umpflügen.

Ein paar Ziele ganz in der Nähe stehen noch auf unserem Plan und so mieten wir uns noch für einen Tag ein Moped.
Als erstes Ziel steht der Goa Gajah, der Elefantentempel, am Programm. Ein sehr schöner Tempel, wobei der Eingang in eine "Höhle" einen Elefanten darstellt. Wir besuchen auch noch einen zweiten Tempel, wobei wir dazu gleich einen Dschungel-Trek absolvieren.
Nach dieser schweisstreibenden Aufgabe fahren wir weiter zum Gunung Kawi Tempel. Dort geht man zuerst in eine Schlucht und dort befindet sich der Tempel. Dies ist bis jetzt der schönste Tempel/Anlage die wir gesehen haben. Die Schlucht ist von Reisterrassen umgeben und unten rauscht ein Fluss.
Leider muss man nach der Besichtigung die ganzen Stufen wieder rauf und oben angekommen brauchen wir mal eine Pause. Praktisch, das es ein Cafe mit super Aussicht gibt. Dort ist auch ein Geocache zu finden, den muss man aber gar nicht suchen. Einfach im Cafe fragen und schon bekommt man die Box zum Tisch geliefert - sehr praktisch.
Nachdem wir uns wieder erholt haben, starten wir weiter zum Pura Tirta Empul. Dabei handelt es sich um einen Tempel mit heiligen Quellen. Da bei mir eine Reinigung sicher nicht schadet, begebe ich mich auch unter das heilige Nass.
Voller Energie treten wir unseren Rückweg nach Ubud an. Einen kurzen Stopp legen wir noch bei den Reisterrassen in Tegallalang ein, da es hier das letzte Mal so geregnet hat.

Die Umgebung von Ubud ist wirklich sehr schön und vom Wahnsinn in Ubud darf man sich einfach nicht abschrecken lassen.
Für uns gehts morgen schon weiter nach Singapur. Aber das ist eine andere Geschichte.

Indonesien - Ubud Umgebung

Freitag, 5. April 2013

Ubud - Das Eso-Mekka Indonesiens

Vom Meer haben wir vorerst genug, daher lassen wir uns in Ubud nieder.
Ubud ist schon seit Langem das künstlerische Zentrum Balis. Spätestens seit dem Film "Fressen, Beten, Ficken" (orig. "Eat, Prey, Love") mit Julia Roberts im Jahre 2010 hat sich der Wahnsinn hier breit gemacht. Wir sind ein wenig schockiert über das Ausmaß, dachten wir doch eher an einen kleineren Ort, inmitten von Reisfeldern, mit vielen Tempeln und Yoga-Schulen. Zu sehen bekommen wir Straßen voll mit Geschäften, Restaurants und Massagesalons. Man kann keinen Meter gehen, ohne "Taxi Boss, tomorrow", "Massaaage", "Come in have Lunch", ... zu hören. Verlässt man die beiden Hauptstraßen und geht in eine Seitengasse, oder setzt sich in ein Cafe, bekommt man einen ganz anderen Eindruck. Es ist ruhig und oft hat man direkt vor der Terrasse Reisfelder.
Unsere Unterkunft liegt leider genau im Zentrum des Wahnsinns, aber dafür gibts hinten einen schönen ruhigen Garten und ein Pool, somit kann man sich auch hier zurück ziehen.

Unseren ersten Ausflug unternehmen wir in den "Monkey Forest", nur 200m vom Hotel entfernt. Schon vorm Kassenhäuschen sehen wir die Attraktion, Affen. Sie wandern gerade über die Straße zurück in den Wald. Wir folgen ihnen gleich, jedoch immer mit Respektabstand. Die Affen klauen nämlich gerne alles mögliche. Ca. 600 Makaken leben hier in diesem Urwald, durch den auch ein kleiner Fluß in einer Schlucht fließt und auch einige Tempel zu finden sind. Einige Touristen haben Bananen gekauft und werden jetzt von den Affen belagert und als Kletterbaum benutzt. Lustig zum Ansehen. Da wir aber wissen das die Tiere sehr aggressiv sein können, haben wir nichts zum Essen mitgebracht.

Ein weiterer kleiner Auflug führt uns in einer Runde durch Reisfelder am Rand von Ubud. Es ist wirklich erstaunlich. Nach ca. 10min vom Zentrum stehen wir zwischen Reisterrassen und nur mehr vereinzelt sind Hütten zu sehen. Man kann dem Wahnsinn im Zentrum also schnell entkommen und wunderschöne Natur genießen.

Einen kleinen Ausflug machen wir noch. Diesesmal gehts ins Krankenhaus. Mich hat irgendetwas gestochen und da ich jetzt am ganzen Rücken ziemlich rote Flecken habe, lassen wir das lieber mal von einem Doktor ansehen. Zum Glück ist es nur eine allergische Reaktion auf irgendwelche Stiche und nichts schlimmeres. Tablettal nehmen, Salbe drauf und dann wird das schon wieder. Achja, ein Eis hab ich auch noch bekommen. Hab auch nicht geweint beim Onkel Doktor!

Indonesien - Ubud

Donnerstag, 4. April 2013

Kurze Info zum neuen Aussehen der Picasa-Webalben

Ich hab mich bei Google+ angemeldet und daher kommt man jetzt, wenn man auf das Foto im jeweiligen Bericht klickt, nicht mehr direkt zu Picasa, sondern auf meine Google+ Fotoseite. Dort kann man die Fotos natürlich auch alle ansehen, auch Diashow gibt es. Will man wie gehabt zum Picasa-Webalbum, muss man oben auf den Link klicken, der automatisch erscheint.
Wer Probleme hat, bitte melden.

Lg.

Mittwoch, 3. April 2013

Zurück auf Bali - Von Padang Bai nach Ubud

Padang Bai ist ein kleines Hafendorf. Eigentlich ganz ruhig, nur das fast alle Fähren von Bali Richtung Osten hier starten. D.h. viele Backpacker stehen herum und warten aufs Verladen. Wir wollen nicht mehr verladen werden, wir nehmen uns ein schönes Zimmer mit Terrasse und Blick auf die Bucht.
Hier gibts nicht viel zu tun. Zwei Strände gibt es, neben dem Strand vor der Tür und diese besuchen wir auch. Der "White Sand Beach" ist ein sehr netter kleiner Strand, erreichbar über einen kleinen Pfad. Dort leihen wir uns kurzfristig Schnorchelzeugs aus und schauen was es so alles gibt. Leider ist meine Brille nicht so toll und so sehe ich nicht viel. Durch das ständige Brillenputzen und der Wellen schlucken ich ziemlich viel Wasser. Den zweiten Strand besuchen wir auch noch. Soll zum Schnorcheln auch sehr gut sein, wir haben aber keine Lust mehr.

Nach drei Tagen machen wir uns dann auch wieder auf den Weg. Wir wollen weiter, ins Landesinnere, nach Ubud. Wir mieten uns einfach ein Auto mit Fahrer für den Tag und der zeigt uns einiges am Weg und liefert uns dann in Ubud ab. Praktisch und auch nicht teuer.
Zuerst fahren wir zum Besakih-Tempel, dem größten Tempel auf Bali, am Fuße des Gnung Agung Vulkans. Wir haben Glück. Es ist gerade eine 21 tägige Zeremonie und der Tempel ist sehr schön geschmückt. Die Hindus kommen in Scharen und haben auch zahlreiche Opfergaben mit. Leider ist der Vulkan, der sich genau hinter dem Tempel auf über 3000m in die Höhe streckt, hinter Wolken verborgen.
Nach der Tempelbesichtigung fahren wir nach Kintamani. Wir zahlen auch für Irgendetwas Eintritt und werden von unserem Fahrer in eine volle Touristenfalle zum Essen gebracht. Teuer und nicht so besonders, aber das liegt wahrscheinlich am Ort. Wir wissen leider immer noch nicht für was wir hier Eintritt bezahlt haben. Wahrscheinlich, weil man hier einen schönen Blick auf einen Vulkan und einen See hat.
Uns hält hier nichts, wir fahren nach dem Essen gleich weiter und machen unseren nächsten Halt bei einer Kaffeeplantage. Dort gibt es neben normalem Kaffee auch noch verschiedenste Gewürze und eine Besonderheit. Den teuersten Kaffee der Welt, Luwak Kaffee. Eine Wildkatze sucht sich die besten Bohnen aus, frisst sie direkt vom Strauch und dann, ja dann passiert das, was halt so passiert. Bissal verdauen und so und wenns damit fertig ist, dann macht sie ein "Häufchen". Dieses wird dann von den fleißigen Mitarbeitern der Kaffeeplantage im Wald gesucht, die Katze ist nämlich ein wildes Tier und lebt im Urwald. Ca. 0,5 Kg pro Tag finden sie und daraus wird dann der teuerste Kaffee der Welt gemacht - Yummy! Verkostung wir kommen. Und schmeckt gar nicht so schlecht für "Katzen-Scheiße-Kaffee", kostet ja auch nur ca. 220€ für das Kilo.
Jetzt haben wir nur mehr einen Programmpunkt bevor wir Ubud erreichen. Wunderschöne Reisterrassen wollen wir am Weg noch anschauen. Leider fängt es plötzlich so stark zu regnen an, dass ich mich nur kurz mit Kamera und Regenschirm bewaffne und ein Bild von den Reisterrassen mache.
In Ubud sind wir zuerst ein wenig geschockt wie touristisch es hier ist, aber unser Fahrer bringt uns zu einer Unterkunft die uns gut gefällt und wir sind zufrieden mit einem Tag mit vielen Sehenswürdigkeiten und Eindrücken.

Indonesien - Padang Bai nach Ubud