Sonntag, 13. Mai 2018

Annapurna Circuit Zusammenfassung


Annapurna Circuit Trek ist einfach ein Traum. Sicher das Härteste, das ich bis jetzt gemacht habe, aber wunderschön.

  1. Unbedingt machen und zwar bald. Könnte sein, dass auch dieser Trek bald nur noch mit Guide machbar ist und keine Solo-Begehung mehr erlaubt ist. Wer sich die Tour ohne Guide/Porter nicht zutraut kein Problem, dann lieber warten, den falls die Guide-Pflicht kommt, sind sicher weniger Leute unterwegs.
  2. Für geübte Wanderer ist der Trek kein Problem. Man braucht nur Ausdauer und ein wenig Leidensfähigkeit. Technische Schwierigkeiten gibt es keine. 
  3. Zeit sollte man sich lassen, denn wie man mit der Höhe klar kommt sieht man erst so ab 4000m. Bei Problemen muss man warten, oder absteigen und nach Akklimatisierung wieder höher steigen.
  4. Akklimatisierungstouren sollte man unbedingt einplanen. Ice Lake auf 4600m ist nett und man hat eine sehr gute Aussicht. Hat man Zeit sollte man unbedingt zum Tilicho Lake. Für den Ausflug braucht man ca. 3 Tage extra. Dafür kommt man auf 5000m und hat grandiose Aussichten auf den See und zahlreiche Berge. So schlimm wie immer beschrieben ist der Trip nicht. Man muss nur Steinschlag gefährdetes Gebiet queren, kommt in den Alpen auch vor.
  5. Thorong La Pass war für uns kein Problem. Gehen wird einfach schon etwas anstrengend und man ist um einiges langsamer als sonst. Die aberwitzigen Startzeiten um 4-5 Uhr Früh kann man sich auch sparen. 
  6. In Muktinath ev. nur einen halben Pausentag machen, oder 1,5 Tage und am Nachmittag nach Kagbeni runtergehen. Dort ist es schön und am nächsten Tag kann man Vormittags, ohne Gegenwind, nach Marpha gehen. Dort wieder übernachten, auch sehr schön und dann weiter. Wir hatten da drei sehr harte Tage von Muktinath bis Tatopani. Würde ich jetzt anders aufteilen.
  7. Unbedingt nach dem Pass auch zu Fuß weiter gehen und nicht auf Jeep/Bus umsteigen bis Tatopani. Der neue Trek ist sehr schön und abwechslungsreich. Ähnlich wie auf der anderen Seite des Passes, ändert sich hier die Vegetation. Diesmal von Steinwüste in "Dschungel".  Ausserdem ist man wieder ziemlich alleine unterwegs, da die meisten fahren.
  8. Poon Hill ist überlaufen aber schön. Ich würde aber zum Sonnenaufgang nicht auf den Poon Hill, sondern auf dem Weg rauf zum Deurali-Pass ca. 45min gehen und den Sonnenaufgang dort genießen. Dort sind sicher weniger Leute und die Aussicht ist genauso gut. Danach kann man den Weg nach Ghandruk fortsetzen, der ist sehr schön, wenn auch sehr stufig.
Gesamt Strecke: ca. 280 km
Gesamt Anstieg: ca. 14.000 hm
Tage am Trek: 19 davon 3 Pausentage

Freitag, 4. Mai 2018

Kathmandu zum Schluss

Hab ich glaube ich schon erwähnt, das Kathmandu eher dreckig und laut ist. Ist beim 2. Besuch immer noch so, aber es gibt einfach einige schöne Dinge zu sehen. Ruheoasen gibt es auch immer wieder. Im Touristenzentrum Thamel ist z.B. Fußgängerzone und das ist ein Traum. Viele Hostels, oder Restaurants haben auch einen Garten im Hinterhof, wo man ein wenig Ruhe findet.

Wir haben uns auch ein Hotel gesucht mit Balkon und Garten davor, so ist es auch "Zuhause" angenehm zum Sitzen.

Wir schlendern vor und nach unseren Ausflügen noch ein wenig durch Thamel und die umliegenden Straßen. Morgen geht's in da Früh wieder los Richtung Heimat. Wir freuen uns schon.

Ich werde noch eine Zusammenfassung zum Annapurna Circuit machen, wenn wir Zuhause sind.


Donnerstag, 3. Mai 2018

Kathmandu Bhaktapur

Heute machen wir einen Ausflug in die nahe gelegene Stadt Bhaktapur.
Zuerst zu Fuß zum lokalen Busbahnhof, hier zwischen den Bussen herum irren, bis der richtige gefunden ist und dann gehts schon los mit dem Localbus. Sind zwar nur 16km, aber wir brauchen 1h, weil der Bus dauern stehen bleibt, oder langsam fährt, damit der "Busschreier" - in der Tür hängend - weitere Leute am Straßenrand aufsammeln kann. Sehr interessant.

Bhaktapur zählt schon seit 1979 zum UNESCEO-Weltkulturerbe und schaut ganz anders aus als Kathmandu. Die Häuser und Straßen sind mit roten Ziegeln gebaut und es gibt zahlreiche schöne Plätze und Tempel. Berühmt ist die Stadt auch wegen der sehr schönen und detailreichen Holzschnitzereien (schau genau ;-)). So wandern wir 2 mal durch die Stadt und müssen sagen, der Ausflug zahlt sich auf jeden Fall aus.

Der Eintritt in die Altstadt ist mit 15USD zwar schon sehr hoch, aber wir hoffen, dass das Geld in den Erhalt der Gebäude gesteckt wird.
Sie brauchen das Geld auch, den das Erdbeben 2015 hat auch hier starke Schäden verursacht. Teilweise wird jetzt erst mit dem Aufräumen begonnen und es gibt auch zahlreiche Notunterkünfte.


Mittwoch, 2. Mai 2018

Kathmandu - Pashupatinath und Boudhanath Stupa

Heute sind wir schon früh morgens los nach Pashupatinath. Das ist ein heiliger Ort für Hinduhs. Dort finden am Fluss auch Leichenverbrennungen statt.
Kann man sich als Westler gar nicht vorstellen wie das abläuft.
Der Leichnam wird am Fluss auf eine Barre gelegt und mit dem Wasser des Flusses, der übrigens in den Ganges fließt, wird eine Art Waschung durchgeführt.
Daneben werden Holzscheite aufgeschichtet, auf diese wird der Leichnam gelegt und verbrannt. Dann werden die Reste in den Fluss geschoben.
Die Angehörigen sitzen daneben. Die Söhne lassen sich dann noch den Kopf rasieren. Welche Rituale noch durchgeführt werden kann ich nicht sagen, so genau hab ich mich nicht informiert.
Sehr komisch für uns, aber beeindruckend und ein völlig anderer Umgang als bei uns.



Anschließend sind wir zu Fuß zur Boudhanath Stupa. Riesengroße Stupa "mitten" in Kathmandu. Wirklich ein beeindruckendes Ausmaß wenn man davor steht und sie umrundet. Man kann auch auf die "1. Etage" rauf und dort herum gehen.
Da vor ein paar Tagen eine Feierlichkeit war, ist sie mehr geschmückt als sonst.
Auch der Platz rundherum ist sehr schön. Wir sitzen uns noch in ein Cafe auf die Dachterrasse im 2. Stock, um den Anblick noch etwas länger zu genießen.

Es ist zwar erst kurz nach Mittag, aber für heute reicht's.



Dienstag, 1. Mai 2018

Kathmandu - Swayambhunath

Ein Ausflug hat uns zum "Monkey Tempel" Swayambhunath geführt. Wir sind zu Fuß von Thamel aus ca. 45min gegangen. War auch sehr interessant, da uns der Weg durch kleine Seitenstraßen und Hinterhöfe geführt hat.
Die Stupa liegt auf einem kleinen Hügel und man hat einen super Ausblick über Kathmandu. Es gibt nicht nur eine Stupa sondern zahlreiche andere Tempel rundherum.
Und Affen gibt's auch zahlreiche, woher käme sonst der Name.


Hab jetzt wieder ein Bild als Link zu den Fotos eingefügt, also einfach auf das Bild klicken.
Ausserdem habe ich bei den Annapurna Circuit Tagen auch eine GPS-Karte hinzugefügt. Kann man auch darauf klicken.


Samstag, 28. April 2018

Pokhara

Jetzt sind wir endlich in Pokhara zum Ausrasten und Urlauben, ist auch nötig.
Unsere Füße haben doch ein wenig gelitten. Ich hab von Beginn an einige Blasen und auch noch welche in den letzten Tagen dazu bekommen, Sylvias rechter großer Zeh schaut auch nicht mehr gut aus. Ist fast doppelt so groß wie der andere. Besuch bei der Apotheke mit inkludiertem Arztservice verschreibt eine Antibiotische Salbe und Verband.

Jetzt heißt's Schlemmen. Es gibt wieder Kaffee, Torten, Mittag das 1. Bier. Wir essen die gleichen Mengen wie beim Trekking, nur bewegen wir uns nicht mehr, ausser die Shopping/Cafe-Meile rauf und runter.
Pokhara ist optimal dafür. Hier gibt es wieder jeglichen Luxus. Es gibt auch eine Seepromenade, liegt Pokhara ja am schönen Phewa-Lake und das Klima ist ausserdem sehr warm, wir sind auf 800müNN.
Mit Jana und Benni machen wir auch gleich einen kleinen Tretboot Ausflug.

Einen Geocache gibt's hier auch, den suchen wir natürlich. In jedem Land ein Cache. Und da wir Zeit haben shoppen wir auch gleich einige Dinge.

Einen Vormittag unternehmen wir eine Wanderung auf einen Berg am südlichen Seeufer, zur "World Peace Pagoda". Von dort soll man einen super Ausblick haben. Bei uns ist die Sicht leider trüb. Im Herbst hat man von Pokhara einen super Ausblick auf die Annapurna Range und den Dhaulagiri. Jetzt sehen wir die Berge nur ganz leicht am Morgen wenn die Luft noch nicht so dunstig ist.

Am nächsten Tag leihen wir uns MTBs aus und fahren auf der nördlichen Seite den See entlang. Die Bikes sind leider ziemlicher Schrott und die Straße wird immer schlechter, so drehen wir am Westlichen Ende des Sees wieder um. War trotzdem ein netter Ausflug.

Am Samstag gehen wir noch in's "International Mountain Museum". Sehr nettes Museum mit vielen Bildern und Daten zu den 8000ern und deren Besteigungsgeschichte und Infos zu den verschiedenen ethischen Gruppen Nepal's.

Irgendwie reicht's mir jetzt aber mit herumsitzen und immer die gleichen Straßen entlang laufen, wir kaufen ein Busticket nach Kathmandu für morgen, Sonntag.



Montag, 23. April 2018

Annapurna Circuit Tag 19 - Ghandruk-Pokhara

Heute wird die letzte Etappe. Füße und Knie sind von gestern noch müde. Somit kürzen wir die heutige Etappe ab. Es gebe noch die Möglichkeit über Landruk raus zu wandern zur Straße. Das ist aber nochmal ein ziemlicher Hatsch mit vielen auf und ab Metern.

Wir starten durch den wirklich hübschen und großen Ort Ghandruk, hier könnte man auch einen Rasttag verbringen, natürlich über viele Stufen nach unten Richtung Süden. 
Nach 45min kommen wir auf eine Straße und hier warten schon Busse. Wir beschließen den Trek hier zu beenden. 
Schön war‘s, aber jetzt ist‘s gut. 

Die Busfahrt ist auch nochmal ein Abenteuer. Die Straße ist eng und der Bus fährt schön nahe am Abgrund. 
Nach 1,5h sind wir in Birethani. Hier sehen wir auch Jana und Benni auf der Straße, die wollen gerade auch mit unseren Bus mitfahren. Klappt auch. Jetzt noch unsere Permits abstempeln und wir sind aus dem Annapurna Nationalpark draußen. 

2h später sind wir in Pokhara. Ein Hotel haben wir von Kathmandu aus schon reserviert und das passt auch. Mit Klo und Dusche am Zimmer. Wahnsinn!

Jetzt wird gefeiert. Kaffee, Bier, Pizza, Cocktails und flanieren an der Uferpromenade. Luxus gibts hier, Wahnsinn. Oder wir sind derzeit leicht zu begeistern. 

„Geht hier aufs Klo, da gibts Klopapier und ein Waschbecken!“

Fotos gibts hier


Sonntag, 22. April 2018

Annapurna Circuit Tag 18 - Poon Hill- Ghandruk

Heute ist ein Frühstart angesagt. 4:30 auf, Zähneputzen und los. 300hm auf den Poon Hill rauf. Ordentliches Tempo ohne Rucksack und so sind wir in 30 min oben und noch relativ wenige anderer.

Aber das ändert sich schnell, den der Sonnenaufgang am Poon Hill ist das „must see“ und so gesellen sich zu den paar Annapurna Circuit Trekkern haufenweise „Ausflügler“. 

Frisch ist‘s, aber es gibt natürlich einen Teashop. Die Dämmerung ist schon fortgeschritten und dann ist es soweit. Der Gipfel des mächtigen Dhaulagiri wird von den ersten Sonnenstrahlen beleuchtet, Wahnsinn! 
Das Panorama ist unbeschreiblich. Dhaulagiri, links die weiß Wand des Dhaulagiri 2 daneben, rechts Tukuche, Nilgiri, Annapurna Fang, Annapurna South, Hiunchuli, Machapuchare, ... Ach, meine Herrn da geht was!

Einige Minuten dauert es und die Berge erstrahlen immer mehr im Sonnenlicht, dann ist es aber auch schnell vorbei und die Sicht wird etwas trüber. Poon Hill zahlt sich aus, aber alleine ist man definitiv nicht. 

Wir gehen wieder runter zum Frühstücken. Danach heißt es Anschied nehmen, zumindest kurz. Jana und Benni, mit ihnen sind wir seit dem Tilicho Basecamp unterwegs, steigen direkt nach Birethanti ab, wir wollen noch einen Umweg nach Ghandruk machen. 

Der Weg ist sehr schön und wir haben am Deurali-Pass einen ähnlichen Ausblick wie am Poon Hill, nur währen hier sicher weniger Leute und Teashop gibt es auch. Also alternativ Empfehlung. 
Jetzt gehts bergab durch eine schöne Klamm, nur die Stufen sind etwas lästig. Unten angekommen gehts gleich wieder über lästige Stufen bergauf nach Tatopani. Hier sehen wir in das nächste Tal und machen mal Mittag. 

Der weitere Weg ist sehr schön, aber die Stufen bergab machen meinen Knien keinen Spaß mehr und so bin ich froh, als wir endlich die ersten Hostels von Ghandruk sehen. Hier hat sich nochmal ein Stufenfetischist ausgetobt. Mit letzten Kräften finden wir ein Hostel mit exzellentem Ausblick, die „Excellent View Lodge“. 

Schaut super aus und es gibt Korbstühle vorm Zimmer. Bier her, reinsetzen und dem Gewitter über dem Annapurna zusehen. Ein bisschen Hagel bekommen wir auch ab.

Fotos gibts hier

Samstag, 21. April 2018

Annapurna Circuit Tag 17 - Tatopani-Ghorepani

Heute heißt das Motto - bergauf.
Wir haben heute die längste durchgehende Bergaufpassage der Runde vor uns, 1700hm. 

Diese Strapazen nehmen nicht nur Annapurna Circuit Trekker auf sich, hier sind auch einige Kurztrekker unterwegs. Die Trekker die einen Teil mit dem Bus gefahren sind, steigen spätestens hier wieder aus und haben dasselbe Ziel. Den Poon Hill, also eher der Ausblick beim Sonnenaufgang von diesem. Aber der Reihe nach. 

Unsere Ausrüstung ist noch nass, die Schuhe kann man immer noch auskippen. Hilft nix, trockene Wäsche an und rein in die Schuhe. Füllt sich gar nicht so schlimm an, erst als die 15kg des Rucksacks dazu kommen, drückt es das Wasser durch die Socken und zwischen den Zehen durch. 

Der Plan sagt 5h. Wir starten los und sind bald in der Sonne und es wird richtig heiß. Wir sind ja auch nur mehr auf 1200m. Der Weg ist nett, aber bald haben wir wenig Augen dafür. Zu anstrengend und heiß ist der Aufstieg. So richtig vorwärts kommen wir auch nicht wie geplant. Nach 3h sind wir in Shikha und haben noch nicht mal die halben Höhenmeter. Andere sagen uns das hier Halbzeit ist und es jedenfalls 6h dauert. 

Motivation ist gesunken, jetzt gönnen wir uns doch eine Mittagspause und versuchen derweil unsere Ausrüstung zu trocknen. Die Fliegen sind hart und belagern unsere Socken, Pfui!

Gestärkt gehts weiter, aber leichter wird’s nicht. Wir kämpfen uns bergauf und zum Schluss wird’s nochmal richtig hart, mit vielen Stufen, bis wir endlich nach über 7h in Ghorepani ankommen. Der Ort besteht aus Hostels. Schnell ist eines bezogen. Wir sind fertig!

Wäsche trocknen, essen, schlafen. 

Freitag, 20. April 2018

Annapurna Circuit Tag 16 - Kalopani-Tatopani

Gut geschlafen und quasi ausgeruht starten wir wieder los. Der erste Teil führt uns zuerst der Straße entlang. Ein Teil wird gerade heftig „renoviert“ und wir müssen hinter Bagger vorbei kraxeln.

Ab Ghasa, ein kleines Dörfchen, sind wir wieder auf super Wegen entlang des Flusses unterwegs. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und der Weg wirklich spannend angelegt. 
In Kopchepani gibts Lunch. Es geht gut weiter, nur hinter uns türmen sich schon einige Wolken auf. Und die ersten Tropfen kommen auch schon. Ist noch nicht so schlimm. Bis jetzt hatten wir noch nie Regen. 

Jetzt fängt es aber doch etwas mehr an und wir ziehen zum ersten Mal die Regenjacken an. Bei einem Haus stellen wir uns kurz unter, aber beschließen dann doch weiter zugehen. 

Fehler. Wir müssen noch etwas höher und es fängt richtig an zu schütten und blitzen und schließlich kommt Hagel auch noch dazu. Unterschlupf ist keiner zu finden. Ein Baum hilft auch nicht und der Weg führt jetzt steil bergab. Der Pfad ist mittlerweile schon zum Bach geworden und man muss ziemlich aufpassen beim Gehen, da man die rutschigen Stufen nicht mehr sieht. 

Unterstellen bringt nix, Schuhe sind komplett nass und es wird kühl. Daher gehen wir weiter, bis wir von Einheimischen aufgehalten werden. Irgendwas ist „dangerous“, wir denken der Funken sprühende Strommasten, aber dem wird keine Beachtung Geschenk. Eine Geröll und Schlammlawine kommt den Hang herunter. 

Also warten und als die Einheimischen weitergehen und uns winken starten wir auch und sehen erst was los ist. Da ist ganz schön was runtergekommen. Sie zeigen uns eine Stelle wo wir durchkönnen, schnell versucht und gleich mal mit dem ganzen Schuh im Schlamm versunken. Den umstehenden einheimischen Mädls gefällts. 

Eine halbe Stunde haben wir noch, dann sind wir endlich in Tatopani. Hostel ist auch bald gefunden und auf diesen Tag gibts Bier, Kuchen und Grilled garlic Chicken. 

Donnerstag, 19. April 2018

Annapurna Circuit Tag 15 - Jomsom-Kalopani

Anscheinend soll der Wind südlich von Marpha nicht mehr so stark sein. Daher schlagen wir den Bus aus und gehen weiter. Nach ca. 1,5h Sonne wir in Marpha. DieLandschafthst sich schon etwas geändert, es wird grüner. Marpha ist auch ein Apfelgebiet und die Bäume blühen gerade. Hier wollen wir natürlich einen Apfelkuchen probieren und einen Apfelschnaps. Beides sehr gut, nur der Schnaps ist schon eher ein dreifacher und das um 8:30.

Beschwingt gehen wir weiter. Der neue Trail führt uns auf der linken Flußseite steil bergauf und wir haben schöne Aussichten über den Kali Gandaki Fluss. Nach einem Abstieg machen wir Mittag in Sauru. 

Das Wetter wechselt und es schaut nach Regen aus. Daher lassen wir einen Umweg zum Titi Tal aus, sonder gehen direkt nach Kalopani. 

Jetzt reicht es uns auch. War ein langer Tag, wir nehmen eines der ersten Hostels. Gut gemacht, den es beginnt gleich zu regnen. 

Der „neue“ Weg ist übrigens sehr schön, kein Grund diese Strecke mit dem Bus zu fahren, um den Straßenhatsch zu vermeiden. Die Veränderung in der Vegetation ist sehr interessant.

Fotos gibts hier

Mittwoch, 18. April 2018

Annapurna Circuit Tag 14 - Muktinath-Jomsom

Nach unserem Pausentag starten wir wieder los. Viele nehmen nach dem Pass von Muktinath einen Jeep, oder von Jomsom den Bus und beenden die Annapurna Runde, oder fahren zumindest bis Tatopani.
Grund ist meist, dass wo früher der Weg verlaufen ist, jetzt eine Straße ist bzw. gebaut wird. Oder nach dem Pass einfach die Motivation fehlt. Geht uns genau so. Wir hoffen aber, dass der neu angelegte Weg auch schön ist und wollen bis Tatopani zu Fuß gehen. 

Wir folgen nicht der Straße, sondern wählen die Route über Chongur. Die Landschaft hat sich völlig verändert. Wir gehen 3,5h durch Sand und Steinwüste bergab. Nur zu Beginn gibt es ein paar kleine interessante Orte. 

Kurz vor Kagbeni haben wir einen super Ausblick Richtung Norden, nach Mustang. Da kommen wir leider nicht hin. Ist eher teurer. 2 Personen mindestens und 500USD pro Person für 10 Tage und Guide noch extra. 

Wir drehen nach Süden ab und steigen ab nach Kagbeni. Hier gibts Lunch, in einem sehr westlichen Restaurant mit komischen Speisen. 
Jetzt gehts richtig zur Sache. Ich hab schon gehört, dass das Kali Gandaki Tal ab Mittag ein extrem starker Wind rauf weht und wir jetzt genau in die Gegenrichtung nach Jomsom laufen. 

Es ist extrem. Der Wind allein ist noch nicht so schlimm, aber der Sand der mitgerissen wird macht’s unlustig. 
Nach 2 harten Stunden und 8km sind wir und Jomsom. Zu unserem geplanten Ziel Marpha sind es aber nochmal 8km. Uns reichts Jana, Benni, Sylvia und ich beschließen uns hier etwas zu suchen, Gabriele will noch weiter. 

Wir finden ein gutes Hotel und sind froh dem Sandsturm entkommen zu sein.

Fotos gibts hier

Dienstag, 17. April 2018

Annapurna Circuit Tag 13 - Muktinath

Heute ist Pausentag. Muktinath ist aber trotzdem interessant und es gibt einiges zu sehen.
Es ist einer der Pilgerstätten für Buddhisten und Hindus. Somit gibt es einige Tempel zu sehen. Außerdem sind hier nicht nur Trekker unterwegs, sondern auch zahlreiche Pilger. 

Wir schauen uns am Vormittag ein wenig um, dann setzen wir uns den restlichen Tag auf eine Terrasse und genießen Kaffee, Kuchen, Bier und Essen. 

Bis jetzt war das Essen immer gut und ausreichend, nur in unserem Hostel hier haben wir etwas Pech. Küche ist nicht so auf Zack. 

Montag, 16. April 2018

Annapurna Circuit Tag 12 - Thorung Phedi-Thorung La Pass 5416m - Muktinath

Nacht ist dann ganz gut verlaufen, nur um 3 Uhr stehen die ersten auf und machen sich für den Aufstieg bereit. Weiß nicht was die alle so früh vor haben, aber in den Reiseführern steht auch so was und die Porter machen da auch Druck. Wetter ist früh natürlich eher stabiler und gegen Mittag kann starker Wind aufkommen.
Um diese Zeit ist es jedenfalls noch finster und saukalt. 

Wir stehen um 6 auf. Heute wollen wir zum Highcamp und noch ein paar extra Höhenmeter machen, zur Akklimatisierung und oben schlafen. Liegt nochmal ca. 300hm höher auf 4800m. 

Wir starten um 7:10 und die Sonne kommt gerade hinter dem Berg hervor und wärmt uns im sehr steilen Aufstieg. Ist auch so schon ein harter Kaltstart. 

Nach 1h sind wir schon am Highcamp. Dachten es liegt noch 100m höher und wir brauchen 2h. Jetzt ist es erst kurz nach 8. Was machen wir jetzt so früh hier?! 2 andere starten gerade zum Pass. Wir hatten zwar gestern einen sehr harten Tag und sind müde, andererseits bin ich mir auch nicht sicher wie die Nacht in dieser Höhe wird. 

Wir beschließen den Pass heute zu machen. Nochmal Wasser auffüllen und los gehts!
Nach 45min erreichen wir ein Teahouse und sind schon auf 5000m. Wir kaufen uns eine Kanne heißes Wasser und machen Tee. Ein Mädl sitzt sehr verweint im Teahouse und schaut nicht gut aus. Sie muss umdrehen und wir von einem Porter nach unten begleitet. Wir fühlen uns gut. 

Wir gehen weiter, Schritt für Schritt. Tempo wird schon eher langsam, wobei wir schon ein paar Leute überholen. Die müssen sich oft hinsetzen und rasten. Schnaufen ist schon ganz anderes, man merkt die Höhe sehr. Fühlt sich an, wie wenn man ständig mit blauen Beinen unterwegs wäre. 

Insgesamt sehen wir sehr wenige andere. Die meisten sind 2h vor uns gestartet. 
Mit dem Wetter und der Sicht haben wir großes Glück. Blauer Himmel, fast keine Wolken und wenig Wind. Plötzlich sehen wir die ersten Gebetsfahnen und wir sind tatsächlich schon am Pass, nach 4h Aufstieg.  Dachte es wären noch 100hm. 

Passt uns 5 allen und wir sind überglücklich es geschafft zu haben und den Thorung La Pass mit 5416m geschafft zu haben. Wir kaufen wieder eine Kanne heißes Wasser im vorhandene Teashop, natürlich ist hier auch einer. 

Nach einigen Fotos und Jausenpause machen wir uns an den Abstieg. 1700hm runter nach Muktinath, ich und meine Knie freuen sich nicht. Aber es geht, mit ein paar Pausen kommen wir runter. Die Landschaft ist komplett anders - Wüste. 

Nach 4h Abstieg erreichen wir Muktinath, suchen ein Hostel, duschen und anschließend gibt es Essen und das 1. Bier seit 10 Tagen. 

War super, dass wir den Pass heute gleich gemacht haben. Hatten keine Probleme mit der Höhe und die Bedingungen waren fantastisch.