Montag, 23. April 2018

Annapurna Circuit Tag 19 - Ghandruk-Pokhara

Heute wird die letzte Etappe. Füße und Knie sind von gestern noch müde. Somit kürzen wir die heutige Etappe ab. Es gebe noch die Möglichkeit über Landruk raus zu wandern zur Straße. Das ist aber nochmal ein ziemlicher Hatsch mit vielen auf und ab Metern.

Wir starten durch den wirklich hübschen und großen Ort Ghandruk, hier könnte man auch einen Rasttag verbringen, natürlich über viele Stufen nach unten Richtung Süden. 
Nach 45min kommen wir auf eine Straße und hier warten schon Busse. Wir beschließen den Trek hier zu beenden. 
Schön war‘s, aber jetzt ist‘s gut. 

Die Busfahrt ist auch nochmal ein Abenteuer. Die Straße ist eng und der Bus fährt schön nahe am Abgrund. 
Nach 1,5h sind wir in Birethani. Hier sehen wir auch Jana und Benni auf der Straße, die wollen gerade auch mit unseren Bus mitfahren. Klappt auch. Jetzt noch unsere Permits abstempeln und wir sind aus dem Annapurna Nationalpark draußen. 

2h später sind wir in Pokhara. Ein Hotel haben wir von Kathmandu aus schon reserviert und das passt auch. Mit Klo und Dusche am Zimmer. Wahnsinn!

Jetzt wird gefeiert. Kaffee, Bier, Pizza, Cocktails und flanieren an der Uferpromenade. Luxus gibts hier, Wahnsinn. Oder wir sind derzeit leicht zu begeistern. 

„Geht hier aufs Klo, da gibts Klopapier und ein Waschbecken!“

Fotos gibts hier

Sonntag, 22. April 2018

Annapurna Circuit Tag 18 - Poon Hill- Ghandruk

Heute ist ein Frühstart angesagt. 4:30 auf, Zähneputzen und los. 300hm auf den Poon Hill rauf. Ordentliches Tempo ohne Rucksack und so sind wir in 30 min oben und noch relativ wenige anderer.

Aber das ändert sich schnell, den der Sonnenaufgang am Poon Hill ist das „must see“ und so gesellen sich zu den paar Annapurna Circuit Trekkern haufenweise „Ausflügler“. 

Frisch ist‘s, aber es gibt natürlich einen Teashop. Die Dämmerung ist schon fortgeschritten und dann ist es soweit. Der Gipfel des mächtigen Dhaulagiri wird von den ersten Sonnenstrahlen beleuchtet, Wahnsinn! 
Das Panorama ist unbeschreiblich. Dhaulagiri, links die weiß Wand des Dhaulagiri 2 daneben, rechts Tukuche, Nilgiri, Annapurna Fang, Annapurna South, Hiunchuli, Machapuchare, ... Ach, meine Herrn da geht was!

Einige Minuten dauert es und die Berge erstrahlen immer mehr im Sonnenlicht, dann ist es aber auch schnell vorbei und die Sicht wird etwas trüber. Poon Hill zahlt sich aus, aber alleine ist man definitiv nicht. 

Wir gehen wieder runter zum Frühstücken. Danach heißt es Anschied nehmen, zumindest kurz. Jana und Benni, mit ihnen sind wir seit dem Tilicho Basecamp unterwegs, steigen direkt nach Birethanti ab, wir wollen noch einen Umweg nach Ghandruk machen. 

Der Weg ist sehr schön und wir haben am Deurali-Pass einen ähnlichen Ausblick wie am Poon Hill, nur währen hier sicher weniger Leute und Teashop gibt es auch. Also alternativ Empfehlung. 
Jetzt gehts bergab durch eine schöne Klamm, nur die Stufen sind etwas lästig. Unten angekommen gehts gleich wieder über lästige Stufen bergauf nach Tatopani. Hier sehen wir in das nächste Tal und machen mal Mittag. 

Der weitere Weg ist sehr schön, aber die Stufen bergab machen meinen Knien keinen Spaß mehr und so bin ich froh, als wir endlich die ersten Hostels von Ghandruk sehen. Hier hat sich nochmal ein Stufenfetischist ausgetobt. Mit letzten Kräften finden wir ein Hostel mit exzellentem Ausblick, die „Excellent View Lodge“. 

Schaut super aus und es gibt Korbstühle vorm Zimmer. Bier her, reinsetzen und dem Gewitter über dem Annapurna zusehen. Ein bisschen Hagel bekommen wir auch ab.

Fotos gibts hier

Samstag, 21. April 2018

Annapurna Circuit Tag 17 - Tatopani-Ghorepani

Heute heißt das Motto - bergauf.
Wir haben heute die längste durchgehende Bergaufpassage der Runde vor uns, 1700hm. 

Diese Strapazen nehmen nicht nur Annapurna Circuit Trekker auf sich, hier sind auch einige Kurztrekker unterwegs. Die Trekker die einen Teil mit dem Bus gefahren sind, steigen spätestens hier wieder aus und haben dasselbe Ziel. Den Poon Hill, also eher der Ausblick beim Sonnenaufgang von diesem. Aber der Reihe nach. 

Unsere Ausrüstung ist noch nass, die Schuhe kann man immer noch auskippen. Hilft nix, trockene Wäsche an und rein in die Schuhe. Füllt sich gar nicht so schlimm an, erst als die 15kg des Rucksacks dazu kommen, drückt es das Wasser durch die Socken und zwischen den Zehen durch. 

Der Plan sagt 5h. Wir starten los und sind bald in der Sonne und es wird richtig heiß. Wir sind ja auch nur mehr auf 1200m. Der Weg ist nett, aber bald haben wir wenig Augen dafür. Zu anstrengend und heiß ist der Aufstieg. So richtig vorwärts kommen wir auch nicht wie geplant. Nach 3h sind wir in Shikha und haben noch nicht mal die halben Höhenmeter. Andere sagen uns das hier Halbzeit ist und es jedenfalls 6h dauert. 

Motivation ist gesunken, jetzt gönnen wir uns doch eine Mittagspause und versuchen derweil unsere Ausrüstung zu trocknen. Die Fliegen sind hart und belagern unsere Socken, Pfui!

Gestärkt gehts weiter, aber leichter wird’s nicht. Wir kämpfen uns bergauf und zum Schluss wird’s nochmal richtig hart, mit vielen Stufen, bis wir endlich nach über 7h in Ghorepani ankommen. Der Ort besteht aus Hostels. Schnell ist eines bezogen. Wir sind fertig!

Wäsche trocknen, essen, schlafen. 

Freitag, 20. April 2018

Annapurna Circuit Tag 16 - Kalopani-Tatopani

Gut geschlafen und quasi ausgeruht starten wir wieder los. Der erste Teil führt uns zuerst der Straße entlang. Ein Teil wird gerade heftig „renoviert“ und wir müssen hinter Bagger vorbei kraxeln.

Ab Ghasa, ein kleines Dörfchen, sind wir wieder auf super Wegen entlang des Flusses unterwegs. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und der Weg wirklich spannend angelegt. 
In Kopchepani gibts Lunch. Es geht gut weiter, nur hinter uns türmen sich schon einige Wolken auf. Und die ersten Tropfen kommen auch schon. Ist noch nicht so schlimm. Bis jetzt hatten wir noch nie Regen. 

Jetzt fängt es aber doch etwas mehr an und wir ziehen zum ersten Mal die Regenjacken an. Bei einem Haus stellen wir uns kurz unter, aber beschließen dann doch weiter zugehen. 

Fehler. Wir müssen noch etwas höher und es fängt richtig an zu schütten und blitzen und schließlich kommt Hagel auch noch dazu. Unterschlupf ist keiner zu finden. Ein Baum hilft auch nicht und der Weg führt jetzt steil bergab. Der Pfad ist mittlerweile schon zum Bach geworden und man muss ziemlich aufpassen beim Gehen, da man die rutschigen Stufen nicht mehr sieht. 

Unterstellen bringt nix, Schuhe sind komplett nass und es wird kühl. Daher gehen wir weiter, bis wir von Einheimischen aufgehalten werden. Irgendwas ist „dangerous“, wir denken der Funken sprühende Strommasten, aber dem wird keine Beachtung Geschenk. Eine Geröll und Schlammlawine kommt den Hang herunter. 

Also warten und als die Einheimischen weitergehen und uns winken starten wir auch und sehen erst was los ist. Da ist ganz schön was runtergekommen. Sie zeigen uns eine Stelle wo wir durchkönnen, schnell versucht und gleich mal mit dem ganzen Schuh im Schlamm versunken. Den umstehenden einheimischen Mädls gefällts. 

Eine halbe Stunde haben wir noch, dann sind wir endlich in Tatopani. Hostel ist auch bald gefunden und auf diesen Tag gibts Bier, Kuchen und Grilled garlic Chicken. 

Donnerstag, 19. April 2018

Annapurna Circuit Tag 15 - Jomsom-Kalopani

Anscheinend soll der Wind südlich von Marpha nicht mehr so stark sein. Daher schlagen wir den Bus aus und gehen weiter. Nach ca. 1,5h Sonne wir in Marpha. DieLandschafthst sich schon etwas geändert, es wird grüner. Marpha ist auch ein Apfelgebiet und die Bäume blühen gerade. Hier wollen wir natürlich einen Apfelkuchen probieren und einen Apfelschnaps. Beides sehr gut, nur der Schnaps ist schon eher ein dreifacher und das um 8:30.

Beschwingt gehen wir weiter. Der neue Trail führt uns auf der linken Flußseite steil bergauf und wir haben schöne Aussichten über den Kali Gandaki Fluss. Nach einem Abstieg machen wir Mittag in Sauru. 

Das Wetter wechselt und es schaut nach Regen aus. Daher lassen wir einen Umweg zum Titi Tal aus, sonder gehen direkt nach Kalopani. 

Jetzt reicht es uns auch. War ein langer Tag, wir nehmen eines der ersten Hostels. Gut gemacht, den es beginnt gleich zu regnen. 

Der „neue“ Weg ist übrigens sehr schön, kein Grund diese Strecke mit dem Bus zu fahren, um den Straßenhatsch zu vermeiden. Die Veränderung in der Vegetation ist sehr interessant.

Fotos gibts hier

Mittwoch, 18. April 2018

Annapurna Circuit Tag 14 - Muktinath-Jomsom

Nach unserem Pausentag starten wir wieder los. Viele nehmen nach dem Pass von Muktinath einen Jeep, oder von Jomsom den Bus und beenden die Annapurna Runde, oder fahren zumindest bis Tatopani.
Grund ist meist, dass wo früher der Weg verlaufen ist, jetzt eine Straße ist bzw. gebaut wird. Oder nach dem Pass einfach die Motivation fehlt. Geht uns genau so. Wir hoffen aber, dass der neu angelegte Weg auch schön ist und wollen bis Tatopani zu Fuß gehen. 

Wir folgen nicht der Straße, sondern wählen die Route über Chongur. Die Landschaft hat sich völlig verändert. Wir gehen 3,5h durch Sand und Steinwüste bergab. Nur zu Beginn gibt es ein paar kleine interessante Orte. 

Kurz vor Kagbeni haben wir einen super Ausblick Richtung Norden, nach Mustang. Da kommen wir leider nicht hin. Ist eher teurer. 2 Personen mindestens und 500USD pro Person für 10 Tage und Guide noch extra. 

Wir drehen nach Süden ab und steigen ab nach Kagbeni. Hier gibts Lunch, in einem sehr westlichen Restaurant mit komischen Speisen. 
Jetzt gehts richtig zur Sache. Ich hab schon gehört, dass das Kali Gandaki Tal ab Mittag ein extrem starker Wind rauf weht und wir jetzt genau in die Gegenrichtung nach Jomsom laufen. 

Es ist extrem. Der Wind allein ist noch nicht so schlimm, aber der Sand der mitgerissen wird macht’s unlustig. 
Nach 2 harten Stunden und 8km sind wir und Jomsom. Zu unserem geplanten Ziel Marpha sind es aber nochmal 8km. Uns reichts Jana, Benni, Sylvia und ich beschließen uns hier etwas zu suchen, Gabriele will noch weiter. 

Wir finden ein gutes Hotel und sind froh dem Sandsturm entkommen zu sein.

Fotos gibts hier

Dienstag, 17. April 2018

Annapurna Circuit Tag 13 - Muktinath

Heute ist Pausentag. Muktinath ist aber trotzdem interessant und es gibt einiges zu sehen.
Es ist einer der Pilgerstätten für Buddhisten und Hindus. Somit gibt es einige Tempel zu sehen. Außerdem sind hier nicht nur Trekker unterwegs, sondern auch zahlreiche Pilger. 

Wir schauen uns am Vormittag ein wenig um, dann setzen wir uns den restlichen Tag auf eine Terrasse und genießen Kaffee, Kuchen, Bier und Essen. 

Bis jetzt war das Essen immer gut und ausreichend, nur in unserem Hostel hier haben wir etwas Pech. Küche ist nicht so auf Zack. 

Montag, 16. April 2018

Annapurna Circuit Tag 12 - Thorung Phedi-Thorung La Pass 5416m - Muktinath

Nacht ist dann ganz gut verlaufen, nur um 3 Uhr stehen die ersten auf und machen sich für den Aufstieg bereit. Weiß nicht was die alle so früh vor haben, aber in den Reiseführern steht auch so was und die Porter machen da auch Druck. Wetter ist früh natürlich eher stabiler und gegen Mittag kann starker Wind aufkommen.
Um diese Zeit ist es jedenfalls noch finster und saukalt. 

Wir stehen um 6 auf. Heute wollen wir zum Highcamp und noch ein paar extra Höhenmeter machen, zur Akklimatisierung und oben schlafen. Liegt nochmal ca. 300hm höher auf 4800m. 

Wir starten um 7:10 und die Sonne kommt gerade hinter dem Berg hervor und wärmt uns im sehr steilen Aufstieg. Ist auch so schon ein harter Kaltstart. 

Nach 1h sind wir schon am Highcamp. Dachten es liegt noch 100m höher und wir brauchen 2h. Jetzt ist es erst kurz nach 8. Was machen wir jetzt so früh hier?! 2 andere starten gerade zum Pass. Wir hatten zwar gestern einen sehr harten Tag und sind müde, andererseits bin ich mir auch nicht sicher wie die Nacht in dieser Höhe wird. 

Wir beschließen den Pass heute zu machen. Nochmal Wasser auffüllen und los gehts!
Nach 45min erreichen wir ein Teahouse und sind schon auf 5000m. Wir kaufen uns eine Kanne heißes Wasser und machen Tee. Ein Mädl sitzt sehr verweint im Teahouse und schaut nicht gut aus. Sie muss umdrehen und wir von einem Porter nach unten begleitet. Wir fühlen uns gut. 

Wir gehen weiter, Schritt für Schritt. Tempo wird schon eher langsam, wobei wir schon ein paar Leute überholen. Die müssen sich oft hinsetzen und rasten. Schnaufen ist schon ganz anderes, man merkt die Höhe sehr. Fühlt sich an, wie wenn man ständig mit blauen Beinen unterwegs wäre. 

Insgesamt sehen wir sehr wenige andere. Die meisten sind 2h vor uns gestartet. 
Mit dem Wetter und der Sicht haben wir großes Glück. Blauer Himmel, fast keine Wolken und wenig Wind. Plötzlich sehen wir die ersten Gebetsfahnen und wir sind tatsächlich schon am Pass, nach 4h Aufstieg.  Dachte es wären noch 100hm. 

Passt uns 5 allen und wir sind überglücklich es geschafft zu haben und den Thorung La Pass mit 5416m geschafft zu haben. Wir kaufen wieder eine Kanne heißes Wasser im vorhandene Teashop, natürlich ist hier auch einer. 

Nach einigen Fotos und Jausenpause machen wir uns an den Abstieg. 1700hm runter nach Muktinath, ich und meine Knie freuen sich nicht. Aber es geht, mit ein paar Pausen kommen wir runter. Die Landschaft ist komplett anders - Wüste. 

Nach 4h Abstieg erreichen wir Muktinath, suchen ein Hostel, duschen und anschließend gibt es Essen und das 1. Bier seit 10 Tagen. 

War super, dass wir den Pass heute gleich gemacht haben. Hatten keine Probleme mit der Höhe und die Bedingungen waren fantastisch. 

Sonntag, 15. April 2018

Annapurna Circuit Tag 11 - Tilicho Basecamp-Thorung Phedi

Heute starten wir schon früher, da wir nach Yak Kharka oder sogar Letdar kommen wollen.

Der Weg zurück geht heute schnell und nach nur 2h sind wir schon in Shri Kharka. Hier nehmen wir ein 2. Frühstück bzw. einen frühen Lunch ein. 

Bis jetzt waren wir auf bekannten Pfaden unterwegs, jetzt zweigen wir ab in Richtung eines Aussichtpunktes, von wo aus wir dann wieder auf den Annapurna Circuit stoßen. 

Vom Aussichtspunkt haben wir einen fantastischen Blick auf das Tal indem Manang liegt und das wir herein gewandert sind. 

Jetzt müssen wir ca. 300hm absteigen und einen Fluß überqueren, danach gehts wieder bergauf und bald sind wir wieder auf dem Annapurna Circuit. Man merkt‘s auch gleich an den Leuten. Haufen singender Partypeople unterwegs hier. Ich mach’s wie sonst auch wenn wer zu viel redet beim Wandern, ich geh schneller und das Problem löst sich. 

Da wir heut sehr schnell unterwegs sind, haben wir schon darüber gesprochen ob wir uns nicht Thorung Phedi als Ziel setzen. Das wäre ideal, da es 400m höher als unsere letzte Übernachtung, auf 4500m, liegt. 
Daher gibts in Yak Kharka nur einen Lunch, Zeit wird’s und dann wandern wir weiter. Wir sind übrigens der schon bekannte Italiner und ein deutsches Pärchen. 

Letdar lassen wir auch hinter uns liegen. Jetzt wird’s schon etwas mühsam, da wir die schönen Höhenmeter teilweise wieder bergab zu einer Brücke und dann steil bergauf wieder hoch müssen. Eine weiter halbe Stunde noch und dann sind wir am Ziel. 

Leider gibt es keine Zimmer mehr. Nicht schön nach diesem fast 10h Tag. Somit ist es uns auch egal das wir im Dorm (Schlaflager) liegen müssen. Duschen gibts heut auch nicht, aber einen Kübel Wasser können wir haben. Ist ohne Sonne knapp über dem Gefrierpunkt nicht so geil. Daher gibts nur Fußwäsche und Feuchttücher. 

Abendessen und bald ins Bett. Kann nicht schlafen, hab starke Kopfschmerzen. Daher nehm ich noch ein Ibuprofen um Mitternacht, dann gehts. 
Hoffe die Akklimatisierung passt und morgen gehts besser.

Fotos gibts hier

Samstag, 14. April 2018

Annapurna Circuit Tag 10 - Tilicho Lake

Heute wollen wir zum Tilicho Lake auf 5000m. Soll uns bei der Akklimatisierung helfen und außerdem soll die Gegend dort sehr schön sein.

Wir starten schon etwas früher und es ist saukalt. Zum Gesicht waschen mussten wir erst die Eisdecke im Kübel durchschlagen. 

Nach 30min kommen wir aber in die Sonne und die wärmt gleich ordentlich. Eigentlich dachten wir ja, das weniger Leute hier sind, aber anscheinend ist dieser Zusatztrek sehr beliebt. Der Weg ist einfach und immer bergauf. Nach ca. 300hm gehts im Zickzack nach oben und wir haben bald die Höhe des Mont Blanc erreicht 4800m. 

Jetzt kommt auch der Schnee. Gestern musste man hier noch teilweise durch Knie tiefen Schnee stapfen, heute ist das zum Glück nicht mehr. Die Sonne hat schon viel weggeschmolzen und der Rest trägt gut. Jetzt gehts flacher dahin und nach insgesamt 2:30 sind wir beim See. Links erhebt sich der Tilicho Peak mit 7134m und vor uns der See. Super Ausblick hier. Die Luft ist schon etwas dünn, sind ja doch 5000m. Neuer Höhenrekord für uns. 

Wir bleiben ein bisschen zum Jausnen und Fotografieren, dann machen wir uns wieder an den Abstieg, sind doch ca. 900hm. 

Geht gut und wir sind schon Mittag wieder am Basecamp. Eigentlich könnten wir heute noch ca. 3h raus gehen, bis zum ersten Hostel. Sylvia und ich haben aber beide Kopfschmerzen und so richtig fit fühlen wir uns nicht, somit bleiben wir hier. Nach ein wenig Schlaf und Parkemet gehts aber wieder und wir verbringen den Nachmittag/Abend chillend. 

Bettzeit ist oft schon um 19:30.

Fotos gibts hier

Freitag, 13. April 2018

Annapurna Circuit Tag 9 - Manang-Tilicho Basecamp

Heute haben wir wieder etwas mehr vor. Wir haben uns entschieden einen Abstecher zum Tilicho Lake zu machen. Der See liegt auf über 5000m.

Heute gehen wir zum Basecamp. Es hat gestern Abend angefangen stark zu schneien und so ist heute alles weiß. Schaut super aus. 
Wir gehen zuerst nach Khangsar. Dort verlassen uns die beiden Niederländer, Sie gehen über einen Aussichtspunkt Richtung Thorong La Pass. Gabriele schließt sich uns an, er will auch zum Tilicho Lake. 

Die Landschaft hat sich wieder verändert und durch den Schnee haben wir heute super Ausblicke. Nach 3h machen wir Mittag. Danach gehts immer rauf und runter. Wir sind schon auf 4200m. 

Die letzte Stunde bis zum Basecamp passieren wir einige etwas gefährliche Stellen. Hier gibts immer wieder Erdrutsche und Steinschläge. Somit schaun das wir den Bereich schnell hinter uns bringen. 

Im Basecamp gibts 2 Hostels und es ist ganz schön was los. 
Wir besorgen uns schnell ein 3er Zimmer , lassen unsere Rucksäcke dort und steigen noch etwas höher, um uns zu akklimatisieren. 

Hier schaun einige schon ziemlich fertig aus. Wir hoffen, dass wir uns gut akklimatisiert haben und es uns gut geht.

Fotos gibts hier

Donnerstag, 12. April 2018

Annapurna Circuit Tag 8 - Mungji-Manang

Heute ist Rasttag. Am Programm steht nur der Marsch nach Manang. Dazwischen liegt noch Braka. Ein kleiner Ort mit Kloster. Natürlich ist der Ort nicht flach und so ist die Besichtigung doch etwas anstrengend.

Nach nicht mal 2h sind wir dann aber in Manang, suchen uns ein Hostel und relaxen. Zu Mittag erkunden wir den Ort. Gibt doch einige kleine Shop‘s die wir abklappern, auf der Suche nach Blasenpflaster. Gibts leider nicht. 

Es ist überall sehr kalt. Im Zimmer, im Dinning Room. Somit flössen wir uns Liter um Liter heißen Tee ein und lesen. Schließlich wir der Holzofen doch noch angezündet und es wird endlich etwas wärmer. 

Hier sind schon sehr schräge Gestalten unterwegs. Bis hierher geht die Straße und viele lassen sich bis ca. 2 Tagesmärsche von hier mit dem Jeep fahren. Wahrscheinlich einige auch bis Manang. 
Es gibt ein Kino, Möglichkeit Billiard zu spielen, zahlreiche Hostels und kleine Shops wo man sich noch mit Outdoor Equipment ausstatten kann. 

Essen ist eigentlich immer gut und es gibt verschiedenste Speisen. Preise steigen mit der Höhe, dafür sind die Speisekarten in den Orten immer gleich. Erspart das Suchen nach den billigeren Restaurants.

Fotos gibts hier

Mittwoch, 11. April 2018

Annapurna Circuit Tag 7 - Ice Lake

Heute steht eine Akklimatisierungstour am Programm. Es geht zum Ice Lake auf 4600m.

Direkt von unserem Hostel führt der Weg nach oben. Recht bald kommen wir an einem Kloster vorbei und immer wieder sind kleine Gompas am Weg. 

Wir drehen uns immer wieder um, den hinter uns erheben sich die Annapurna Himals und unter uns das Tal, entlang dem wir herein gewandert sind. Der Anblick ist atemberaubend. 
Sylvia hat immer noch Probleme mit dem Magen und ein Niederländer auch. Somit machen wir viele Pausen und steigen langsam auf. Gibt auch genug zu sehen und bestaunen am Weg. 

Die 3h die veranschlagt sind für die 1100hm schaffen wir nicht, das ist bald klar, aber ist auch kein Problem, wir haben den ganzen Tag Zeit. 

Heute zeigen sich die ganz Großen. Auch der Annapurna zeigt sich mit 8064m und einige 7000er. Khangsar Kang, Ganggapurna, die anderen Annapurnas. 

Die Sonne ist extrem stark auf 4000m unglaublich. Kurzes T-Shirt reicht, nur der kalte Wind sorgt für etwas Abkühlung. 
Nach 4h haben wir endlich den Ice Lake erreicht. Super Anblick. 

Der Absteig zieht sich dann doch sehr und wir sind alle froh unten anzukommen. 
Kopfschmerzen hatten doch ein paar. Uns ging’s gut. Wir haben eher Probleme mit der starken Sonne und dem extremen Wind der immer Mittag einsetzt. 

Waren 2 harte Tage, morgen möchten wir nur nach Manang gehen. Pausentag.

Fotos giebts hier

Dienstag, 10. April 2018

Annapurna Circuit Tag 6 - Upper Pisang-Mungji

Heute wird ein etwas längerer und sehr interessanter Tag. Wir starten von Upper Pisang zuerst flach dahin, bis wir über eine kleine Brücke gehen, ab jetzt gehts steil bergauf.
Nach ca. 400hm erreichen wir die Gompa von Ghyaru. Wunderschöner Ausblick über das Tal und Yak-Käse und Apfelkuchen von einer alten Frau gibts auch dazu. 

Nach einer kurzen Pause gehen wir weiter durch das Dorf, dessen Häusser aus aufgeschichteten Steinen gebaut sind. 
Jetzt gehts für die nächsten 2h aussichtsreich bis nach Ngwal. Hier essen wir zu Mittag. Wir sind schon auf eine kleine Gruppe angewachsen. Wir haben uns mit 2 Niederländer und 1 Italiener zusammen getan. 

Ngawal ist auch ein sehr nettes kleines Dörfchen das wir durchwandern. Anschließend wollen wir nicht der Jeep Piste entlang wandern, sondern suchen einen alternativen Weg. Dieser führt und zuerst bergauf, bei einer Gompa und einem Kloster vorbei und anschließend steil bergab durch einen Pinienwald. Bald treffen wir wieder auf die Jeep Piste. Jetzt gehts noch für ca. 1h auf dieser, bei knallender Sonne, bis nach Mungji. Eigentlich wollen wir noch einen Ort weiter nach Braka, aber wir sind alle schon ziemlich fertig und das Hostel hat eine Bäckerei dabei, also ein checken. 

Noch dazu führt von hier ein Pfad zum Ice Lake, unserem morgigen Ziel. Akklimatisierungstour auf 4600m.

Fotos gibts hier