Dienstag, 3. August 2021
Davos-Flüelapass (2383m)-Strada
Montag, 2. August 2021
Feldkirch-Vaduz-Grüenbödeli (Davos)
Endlich Radfahren. Wir starten nach einem ausgiebigen Frühstück und haben bald die Grenze nach Liechtenstein passiert, 1. mal Liechtenstein. In Vaduz gibts mal 2 Espresso um 7,8€. Schnell weg über die Grenze in die Schweiz.
Preislich ist es hier auch nicht besser, aber landschaftlich ist der Radweg super.
Ab Landquart gehts bergauf, eigentlich recht schön, aber manchmal auch auf Schotter und so steil, dass wir schieben müssen.
Bis Klosters Platz kämpfen wir uns hoch, Sylvia ist schon ziemlich fertig, die steilen Schotter Passagen sind nicht sehr lustig zu fahren. Hier gibt es leider keinen Campingplatz und nach einer Stärkung schaut’s auch schon wieder besser aus.
Wir fahren noch ca. 200hm bis es zu regnen beginnt. Hier ist zum Glück eine kleine Grillstation wo wir uns ausrasten. Gleich daneben gibt es auch einen schönen Fluss und Picknickbänke und wir können hier bleiben. Interessiert keinen sagt die nette Dame die uns auch gleich 2 Bier um 12€ verkauft.
Platz ist wirklich wunderschön. Ein Bad im kalten Fluss erfrischt und wir sind bereit für‘s Abendessen. Danach warten wir noch bis nicht mehr zu viel los ist und wir bauen unser Zelt auf.
Wir sind sehr müde und können es kaum erwarten uns in unsere Schlafsäcke zu kuscheln.
Sonntag, 1. August 2021
Anreise Graz-Wien-Feldkirch-Bregenz-Feldkirch
Anreise mit dem Zug ist immer etwas spannend. Kommt der Zug, darf man sein Rad trotz Reservierung überhaupt mitnehmen, hält der Zug bis zum Ziel?!
Zusammengefasst, wir haben’s bis Feldkirch geschafft. Ein bisschen durchgeschaukelt und unausgeschlafen kommen wir um 7 Uhr an. Wetter ist nicht so einladend und so fahren wir nochmal Zug bis Bregenz.
Jetzt starten wir aber wirklich. Aber nur kurz bis zum 1. Stop, denn der Bodensee wartet und wir waschen uns den Schlaf aus den Augen.
Dann gehts weiter Richtung Feldkirch. Da der Wetterbericht ab heute Abend sehr schlecht und morgen den ganzen Tag Regen ansagt, beschließen wir uns ein Zimmer zu nehmen und 2 Nächte in Feldkirch bleiben.
Freitag, 30. Juli 2021
Österreich Radreise 2021
Dienstag, 23. Juni 2020
Donauradweg Linz - Hainburg - Illmitz
Tag 1: Linz - Melk
Um kurz vor acht Uhr morgens heben wir unsere Räder in den Zug nach Linz. 3h später gehts schon los. Auf den ersten 100m verfahre ich mich gleich mal, aber irgendwie schaffen wir es dann doch über die Donau und wir sind am Donauradweg.
Es geht angenehm dahin, bis ich der Ausschilderung nicht folgen will und so rütteln wir entlang der Donau, auf einem Wanderweg, bis wir aufgeben und einen Weg zurück zur Originalroute finden. Ab jetzt folgen wir den Schildern und lassen Google Maps und Koomot sagen was sie wollen.
Der Radweg ist sehr schön, mal direkt an der Donau, mal etwas entfernt, auch einige schöne Städtchen sind dabei. Eigentlich wollen wir in Pöchlarn bleiben, aber wir sehen das Stift Melk schon in der Ferne und somit fahren wir gleich dorthin.
Finden eine super Pension und die paar hundert Meter ins Zentrum schaffen wir auch noch, um ordentlich für Kalorienzufuhr zu sorgen. War ein langer Tag.
Tag 2: Melk - Tulln
Nach einem ordentlichen Frühstück starten wir wieder los. Dauert nicht sehr lange und wir kommen durch Dürnstein. Ist nicht soviel los wie sonst, aber mir reichts auch so. Wir schieben nur durch die Tschantschalwerk-Standl und fahren weiter nach Krems. Die Gegend ist schon sehr schön und zum Radfahren auch sehr nett. Vor allem entlang der Donau ist es flach, abseits denke ich wird's sehr bergig.
Unser nächstes Ziel ist die Ahrenberger Kellergasse. Aber hier steppt mal nicht so der Bär, genauer gesagt ist nur ein Heuriger offen und der ist ganz zu Beginn der Kellergasse, hier bleiben wir natürlich nicht stehen und danach finden wir nix mehr. Somit fahren wir weiter und machen einen Stopp beim AKW Zwentendorf. Hier gibt es eine kleine, nette Hütte wo wir ein Bier genießen.
Tulln ist nicht mehr weit und ein herannahender Sturm und der Mann mit dem Hammer, der mich besucht, lässt uns in Tulln eine Pension suchen.
Auch hier werden wir fündig in der Pension Kirchenblick, nicht ganz billig, aber top.
Ein ordentliches Essen beim Griechen und ein Getränk am Hauptplatz und schon sind wir wieder fit, fit für das Bett.
Tag 3: Tulln - Petronell Carnuntum
Auch heute ist der Weg wieder sehr schön und wir fahren um/durch Klosterneuburg und machen auch einen kurzen Stopp in Wien, wo wir uns mit einem Freund von mir auf einen Kaffee treffen.
Anschließend strampeln wir weiter durch das OMV Zentrallager und Richtung Hainburger Auen.
Hier ist der Radweg etwas langweilig, um genauer zu sein, 19km gerade aus (siehe GPS-Track). Ansonsten ist die Natur hier links und rechts des Radweges sehr schön.
In Hainburg angekommen, sind wir eigentlich am Ziel, aber es gefällt uns nicht so sehr das Städtchen und das Wetter wird auch schlecht, daher trinken wir ein Ziel-Bier und fahren weiter nach Petrunell-Carnuntum.
Hier haben wir ein Zimmer in einem Hotel gefunden und verbringen einen lustigen Abend im Dorfcafe.
Tag 4: Petronell Carnuntum - Illmitz
In der Nacht hat es ordentlich gewittert, aber am Morgen ist es schon wieder schön. Heute haben wir nicht so weit und unser Zwischenziel Pandorf haben wir bald erreicht. Ich verfalle in einen Shoppingwahn, aber da mein Gepäckträger nicht mehr aufnehmen kann, müssen wir weiter fahren.
Die letzte Etappe nach Illmitz ist sehr schön, aber der Gegenwind ist unglaublich und so quälen wir uns bis nach Illmitz.
Hier suchen wir unser Apartment und bald kommen Manu und Leo.
Tag 5: Illmitz - Oslip - Illmitz
Heute machen wir einen Ausflug nach Oslip, um Ida zu besuchen. Gibt Kuchen und Bier und anschließend machen wir noch einen Stopp in Rust. War ein sehr netter Besuch.
Danach müssen wir noch zur Fähre in Mörbisch und zurück nach Illmitz.
Am letzten Tag machen wir nach einem langen Frühstück noch einen Ausflug zum Strandbad Illmitz und waten in den braunen Neusiedlersee.
Am Heimweg machen wir noch einen Stopp in Eisenstadt, Premiere für mich. Hier schmausen wir noch ausgezeichnet beim Haydnbräu, bevor wir die Heimreise antreten.
War ein sehr schöner Kurzurlaub auf dem Rad und in Illmitz.
Gesamt:
424km
24:16h
1068hm
Samstag, 12. Oktober 2019
Zagreb
Um 22 Uhr haben wir unsere Räder, die ganzen Taschen und uns 2 in den Zug verfrachtet und wir fahren los. Wir haben ein 2er Liegeabteil gewählt und das ist sehr gut. Wir schlafen zwar nicht so viel, aber alleine das Liegen und Ausstrecken ist super. Die Strecke ist sehr kurvenreich und so schauckeln wir durch die Nacht. Bei Tag wär die Strecke sicher sehr schön.
Um 6 Uhr kommen wir in Zagreb an. Bis 8 verbringen wir die Zeit in einem Café. Dann können wir zumindest unsere Räder und die Taschen im Innenhof wo unser Apartment ist abstellen. Wir können noch nicht rein und daher starten wir gleich mit dem Sightseeing.
Um 8 ist aber noch nicht viel los. Wir spazieren durch die leere Stadt und sind schon sehr geschlaucht. Da beschließen wir im anscheinend größten Shoppingcenter eine Pause zu machen. Café finden wir eines, aber das Center ist unterirdisch und ziemlich abgefuckt. Da bleiben wir dann doch nicht so lang und gehen lieber wieder spazieren. Endlich kommt die Sonne raus und es ist mehr los auf den Straßen und den Fußgängerzonen, so bringen wir die Zeit bis 13 Uhr schon rum und dann können wir endlich ins Apartment und uns mal duschen und kurz aufs Ohr legen.
Etwas ausgeruht starten wir zum Abendessen und anschließend kosten wir uns durch die Bierkarte in einem kleinen Einheimischen Beisl.
Da das Wetter am nächsten Tag auch noch nicht so toll ist, starten wir etwas später. Heut wollen wir zum Friedhof, klingt komisch, ist aber so. Ganz oft sind die Friedhöfe sehr schön angelegt und auch sehr grün. Der in Zagreb soll auch schön sein und das ist er auch. Schon der Eingangsbereich ist beeindruckend und auch der Friedhof selbst ist riesig und schön und so spazieren wir durch einen kleinen Teil.
Jetzt ist das Wetter auch besser und wir spazieren zurück in die Altstadt. Nach einem kurzen Nachmittagsschläfchen sind wir wieder fit und schreiten zum Abendessen. So richtig Lust haben wir dann nicht mehr auf das Gewurle und so genießen wir den letzten Abend mit einer Flasche Wein im Apartment.
Zagreb sollte man schon mal besuchen. Ist sehr nett, man merkt auch den langen österreichischen Einfluss.
Mit dem Zug fahren wir dann von Zagreb in 4:20h direkt nach Graz.
Übersicht der Gesamtstrecke.
Mittwoch, 9. Oktober 2019
Insel Brac
Die Nacht verläuft ruhig, niemand verjagt uns, ist ja doch der Strand des dahinter liegenden Campingplatzes.
Wir starten Richtung Südosten, entlang der Küste und kommen durch sehr nette Orte, die aber alle schon etwas verschlafen sind.
In Pucisca beginnt er Anstieg. Die nächste Stunde gehts nur bergauf. In Praznica haben wir den Großteil geschafft und finden auch ein Café für eine Pause. Jetzt gehts nur mehr leicht bergauf, bergab bis wir schließlich nur mehr die schöne Straße nach Bol hinunter sausen.
Unser ausgewählter Campingplatz ist etwas außerhalb, ist sehr schön gelegen, aber steil. Ist nicht mehr viel los hier, wir suchen einen schönen Platz für unser Zelt, dann wird gebadet.
Danach starten wir zurück nach Bol. Das ist nämlich sehr bekannt. Hat wahrscheinlich schon fast jeder gesehen das „Wahrzeichen“, da goldene Horn.
Boa des is a schaas. Fast genauso unspektakulär wie das goldene Dachl in Innsbruck. Wir dachten der schöne Spitz ins Meer raus ist weißer Sand und überhaupt ganz toll, dabei ist das nur Schotter und das war’s schon. Schön ist’s eigentlich nur von etwas weiter oben, wenn man drauf blickt, dann sieht man auch das türkise Wasser.
Wir fahren weiter und suchen uns ein Lokal. Heute gibts Fischplatte, boa, da sind wir schon mehr beeindruckt. Und der Sonnenuntergang von der Terrasse des Lokals ist auch wunderschön.
Der nächste Tag ist ein Badetag mit einem kurzen Spaziergang ins nächste Dorf.
Dann gehts wieder richtig los. Die Auffahrt im Campingplatz ist so steil, dass wir nur schiebend hoch kommen und das ist der Wahnsinn. Dabei gehts dann erst los. Zuerst müssen wir etwas Schotterstraße bewältigen, dann gibt’s eine neue Straße. Die ist wunderschön. Sie schlängelt sich den Berg hoch auf ca. 550m. Dann müssen wir etwas queren und dann gehts nochmal 200m nach oben.
Jetzt ist es geschafft, wir sind am Gipfel, Vidova Gora 780m, höchster Gipfel auf einer Mittelmeerinsel.
Ganz schön frisch hier. Man sieht genau aufs Goldene Horn runter. Wir fahren aber weiter genau auf die andere Seite der Insel. Einiges an bergauf, bergab später sind wir in Sutivan angekommen. Hier gibt es einen Campingplatz. Waren heute mit 1200hm die meisten gemachten Höhenmeter und das auf nur 50km Strecke.
Am nächsten Tag geht unsere Fähre nach Split. Jetzt ist es aus mit dem Inselgehüpfe und Badeurlaub.
Passendes Lied dazu:
Es is Herbst auf da Insel - Gert Steinbäcker (STS)
Samstag, 5. Oktober 2019
Peljesac - Korcula
Hat uns gut getan, jetzt sind wir wieder motiviert. Die Strecke bis Dubrovnik ist nicht die Beste. Viel Verkehr, eng und bergauf, aber der Ausblick auf die Altstadt ist toll. Heute kommen wir gut voran. In Solane machen wir Pause. Heute bekomm ich auch ein Linolada-Eis. Danach ist mir schlecht.
Dauert nicht mehr lange und wir biegen auf die Halbinsel Peljesac ab und erblicken auch schon die Mauer. Zwischen Mali Ston und Ston gibt es eine „chinesische“ Mauer, die wir uns ansehen möchten. Dieses Ziel haben viele andere auch. Wir baden zuerst mal. Anschließend wollen wir in Ston noch etwas Essen und abwarten bis es nicht mehr so heiß ist. Dauert uns aber zu lange und so starten wir den Mauerrundgang. Geht ganz schön bergauf die Befestigungsmauer und in der Nachmittagshitze kommen wir ordentlich ins schwitzen. Cooles Bauwerk, mit schönen Aussichten.
Wir radeln noch ca. 1h weiter und suchen uns einen Stellplatz.
Nacht war irgendwie unruhig und wir starten ohne Frühstück bis in den nächsten Ort. Hier bekommen wir zumindest einen Kaffee, zu Essen gibts nichts, aber wir haben selbst noch etwas mit. Stärkung war notwendig, den jetzt gehts bergauf und zwar ordentlich. Hier wird sehr viel Wein angebaut und die Landschaft ist sehr nett. Sogar Rückenwind haben wir heute und somit haben wir den Pass auch irgendwann erreicht.
Die Abfahrt ist super und wir haben fantastische Ausblicke. Das Wetter ist heut etwas rau. Sehr starker Wind und Orebic ist schon in dunkle Wolken gehüllt. Aber da müssen wir hin. Die Abfahrt ist noch sonnig, aber je näher wir zum Fähranleger kommen, desto düsterer wird’s. In einer Bäckerei kaufen wir noch ein und da beginnt es auch schon zu schütten, aber wie. Somit essen wir unseren Einkauf gleich und warten bis es schwächer regnet. Den kurzen Regenstop nutzen wir, um zur Fähre zu kommen. Auf der Straße steht das Wasser bis zu 10cm.
Für heute sind noch Gewitter und Regen angesagt, somit buchen wir noch schnell ein Zimmer in Korcula. Mit der Fähre setzen wir auf die Insel Korcula über und suchen unsere Unterkunft. Gute Entscheidung, den am Abend geht ein Unwetter nieder, das wäre im Zelt ganz schlecht gewesen.
Korcula ist anscheinend der Geburtsort von Marco Polo, hat einen wunderschönen Altstadtkern und ist völlig überteuert. Unsere Unterkunft hat eine Küche dabei und eine Terrasse mit super Blick über die Altstadt, somit machen wir Selbstversorgung und „genießen“ das Gewitter, bis es uns ins Zimmer vertreibt.
Nächsten Tag ist das Wetter immer noch nicht so toll und somit verlängern wir eine Nacht. Neben dem Altstadtkern kann man viele teure Schiffe bestaunen die hier anlegen.
Am nächsten Morgen ist der Himmel wieder blau und die Sonne scheint, somit gehts weiter auf der Insel Korcula. Wir fahren entlang der Nordseite und müssen dann ca. 350hm auf einer extrem steilen Straße Richtung Inselmitte. Von hier fahren wir wieder kleine Straßen bergab Richtung Südwesten. In Brna machen wir Stopp und essen in einem Lokal direkt am Wasser. Morgen ist der letzte Tag der Saison, dann machen sie zu. Schaut auch schon eher ausgestorben aus hier. Es haben wenige Lokale offen und Touristen sind auch nicht mehr viele unterwegs.
Weit haben wir nicht mehr für heute, in Prizba bleiben wir bei einem alten, grantigen Mann am Campingplatz unter Olivenbäumen. Wir sind die einzigen Gäste. Ein Lokal finden wir noch, hier sind auch noch einige Gäste zum Abendessen, sonst hat ja auch nicht mehr viel offen.
Jetzt wird’s schon etwas frischer am Morgen, aber das Meer ist noch ok. Heut ist unser Ziel Vela Luka. Von hier gehen Fähren nach Split. Wir wählen kleinere Straßen dorthin, da ist nicht viel los, aber es ist angenehm zu fahren.
Fähre geht die 1. erst am nächsten Nachmittag. Wir suchen uns einen Badeplatz und werden neben einem Hotel an einer schon geschlossenen Bar fündig. Hier gibt’s Liegen, Dusche und es gibt Kabinen. Schätz diese werden im Sommer vermietet. Jetzt sind sie leer und manche davon offen. Somit haben wir für heute Nacht schon einen geeigneten Platz gefunden. Wir stellen zwei Liegen rein und unsere Räder und verbringen eine ruhige Nacht.
Am Morgen gehen wir gleich baden und warten auf den Sonnenaufgang. Die restliche Zeit bis zur Fähre verbringen wir mit baden und lesen.
Korcula ist eine sehr nette Insel. Zu dieser Jahreszeit ist nicht mehr viel los, die Landschaft und das Meer hat man fast für sich alleine.
Samstag, 28. September 2019
Montenegro- Bucht von Kotor
Leider klappt der Start heute nicht so gut. Sylvias Kurbel hat gestern schon geknackt, da hab ich sie geputzt und wieder fest gezogen. Leider gehts heute gleich beim Start wieder los, das Geknacke. Das ist kurz vor Montenegro natürlich nicht ganz optimal. Ich hab aber entdeckt, dass die Kurbel etwas Spiel hat und somit wahrscheinlich die Innenlagerschalen nicht ganz fest sind. Wir fahren mal weiter und hoffen auf eine Autowerkstatt, oder ähnliches. Bei einem Baustoffzentrum versuchen wir unsere Glück. Eine Verkäuferin spricht Englisch und somit ist Fett und eine große Zange bald organisiert. Eine halbe Stunde später ist die ganze Kurbel und das Innenlager ausgebaut, geputzt, gefettet und wieder zusammen gebaut. Knacken ist weg, es kann weitergehen.
Der Weg führt uns vom Meer durch einen Bergrücken getrennt Richtung Süden. Die Landschaft ist sehr schön und eine knackige Steigung bringt uns zur Grenze. Und dann sind wir auch schon in Montenegro.
Die erste Stadt ist gleich Herceg Novi, ein riesiger Touristenort am Meer. Wir suchen uns mal ein Café. Das praktische ist, man zahlt hier in Euro. Sind zwar nicht bei der EU, haben sich aber nach dem Zerfall Jugoslawiens den Euro ausgesucht (oder so irgendwie).
Wir fahren die Promenade entlang und sind ganz froh weiter zukommen. Jetzt wird die Landschaft immer beeindruckender. Die Bucht von Kotor bildet nochmal eine Engstelle, hier übersetzen wir mit einer Fähre und haben auf unserem weiteren Weg nach Kotor fantastische Ausblicke. Vor uns das Meer und dahinter steigen die steilen Berge empor. Somit benötigen wir ganz schön lange bis nach Kotor, da wir dauernd stehen bleiben und schauen müssen.
In Kotor haben wir uns ein Zimmer genommen, da der nächste Campingplatz so weit weg ist. Somit können wir zu Fuß die Altstadt besichtigen. Zuerst stärken wir uns aber noch in der Taverne neben dem Hostel.
Die Altstadt ist wirklich nett. Kleiner als Dubrovnik, aber auch mit zahlreichen Restaurants und Cafés und engen Gassen. Direkt von der Altstadt zieht die Festungsmauer empor. Man könnte rauf wandern, aber dafür sind unsere Füße zu müde. Was uns gut gefällt, es sind viel weniger Touristen als in Dubrovnik.
Am nächsten Tag setzten wir unsere Umrundung der Bucht gegen den Uhrzeigersinn fort und müssen wieder viel staunen, weil es so schön ist.
Wir verlassen Montenegro schon wieder, aber diesesmal über einen kleineren Grenzübergang, um zum südlichsten Zipfel Kroatiens zu kommen. Auf der Halbinsel Prevlaka steht ganz vorne eine Festung. Leider wird sie gerade renoviert. Da wir schon so früh hier sind, nutzen wir einen schönen Anleger als Badeplatz. Um 16 Uhr starten wir dann doch noch weiter Richtung Norden. Ist uns noch zu früh zum hierbleiben.
Jetzt wird’s dann doch noch anstrengend und mit einem wunderschönen Sonnenuntergang kommen wir um 19 Uhr in Prat am Campingplatz an. Hier waren wir vor 2 Tagen schon und der Platz hat uns so gut gefallen, das wir nochmal her wollten.
Nach dieser Anstrengung gehen wir in der Taverne am Strand Essen.
Die Bucht von Kotor und Kotor selbst sind sehr schön. Montenegro hat sehr viel Badetourismus, großteils aus Russland. Im Hinterland gibt es aber eine wilde Bergwelt mit mehreren Nationalparks. Glaub ein weiterer Besuch zahlt sich aus.
Freitag, 27. September 2019
Dubrovnik
Egal, nach dem Aufstehen gleich ins Meer und man ist frisch. Das Wetter schaut nicht so toll aus und kurz nachdem wir starten beginnt es zu regnen. Zuerst reicht die Regenjacke, dann ziehen wir die Überschuhe an und schlussendlich stellen wir uns genau im richtigen Moment unter, denn es schüttet ordentlich, aber zum Glück nur kurz. Wir fahren trotz leichtem Regen weiter und kurze Zeit später verziehen sich die Wolken und was wir vorher durch die Regenjacken geschwitzt haben, schwitzen wir jetzt in der Sonne auch ohne.
Nach einem Pass ziehen wir dann einige Kilometer bergab und kommen schließlich an die Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Im „einzigen“ Küstenort von BIH genießen wir eine Stärkung und suchen einen Geocache. Stärkung ist billig, Cache ist teuer. Mein Handy hat plötzlich vom Kroatischen ins Bosnische Netz gewechselt und als ich die SMS bekommen habe, hab ich auch schon die SMS über den Verbrauch von 48€ Roaminggebühren bekommen. So schnell kannst gar nicht kreizkruzefix sagen und den Flugmodus aktivieren. Egal wir verlassen diesen wirklich hässlichen Abschnitt und sind auch bald schon wieder in Kroatien. Danke EU für das Roaming und den Euro und ...
Die heutige Etappe hat es wieder in sich. Wir haben aber schon ein Zimmer in Dubrovnik reserviert, somit sollten wir durchbeißen. Einen kurzen Stopp brauchen wir aber noch. In Slano gibts Stärkung. Sylvia bekommt ein Linolada Eis und von da weg ist sie nicht mehr zu stoppen.
In Dubrovnik wird’s dann nochmal anstrengend. 1. wird der Verkehr mehr und 2. ist unser Apartment nur über einige Stufen zu erreichen. D.h. wir schleppen die Räder mit Taschen durch Gassen bis zum Apartment. Dafür werden wir dann von der Gastgeberin mit Pancake mit Nutellafülle belohnt. Sie ist begeistert von unserer Leistung. Wir auch!
Wir starten dann auch gleich in die Altstadt. Da gehts ganz schön zu. Zu viele Leute. Und die Preise sind abartig. 2-3x so teurer als sonst. Wir schlendern durch die Gassen, verlassen die Altstadt dann aber und suchen uns einen Shop außerhalb. Mit Verpflegung ausgestattet finden wir einen schönen Felsen, von dem aus wir einen super Blick auf die Stadtmauer und die Klippen haben und in die andere Richtung können wir den Sonnenuntergang genießen.
Unser Plan, früher am nächsten morgen nochmal in die Altstadt zu gehen bringt auch nicht so viel, es ist um 8:30 schon sehr viel los. Wir gehen aber durch schmale Gassen ganz bis an die Stadtmauer nach oben und stehen plötzlich auf einem Basketballfeld, von dem aus wir freie Sicht über die Altstadt haben. Optimaler Platz für unser mitgebrachtes Frühstück. Ein bisschen schlendern wir dann noch durch die Stadt, aber es sind einfach zu viele Leute hier, somit gehen wir zum Apartment.
Dubrovnik ist sicher toll, aber touristisch komplett versaut. Zu viele Leute, zu hohe Preise. War vor 15 Jahren vielleicht noch in Ordnung, aber jetzt kann ich’s nicht mehr empfehlen. Game of Thrones hat dem Andrang sicher auch nochmal einen ordentlichen Schub verpasst.
Dubrovnik war ja das ursprüngliche Ziel, aber wie ihr euch denken könnt, sind wir noch nicht angekommen, wir haben ein neues Ziel und fahren weiter Richtung Süden. Heut aber nur mehr 12km bis zu einem super netten Campingplatz. Der Nachmittag wird lesend am Strand verbracht.
Mittwoch, 25. September 2019
Split und Makarska Riviera
In Vodice sind wir auch das erste Mal richtig Essen gegangen, war sehr gut. Somit waren wir gestärkt für die Fahrt nach Split. Es liegen einige Kilometer vor uns, gespickt mit einigen hundert Höhenmetern. Das Problem ist heute aber der Gegenwind. Und der bläst nicht zu knapp. In Sibenik irren wir ein wenig umher um die Kathedrale zu finden und in Primosten machen wir dann endlich Pause. Leider essen wir zu viel und so wird die Weiterfahrt noch anstrengender. Der Wind wird auch eher mehr und so führen wir den belgischen Kreisel mit „leichten“ Abänderungen ein. Jeder führt 5km, dann muss der ander im Wind vorfahren. Wir folgen Großteils der D8 und in Trogir machen wir nochmal einen Kaffee Stop. Vorher sehen wir uns aber den wirklich sehr schönen Altstadtkern an. Hier könnte man auch bleiben, aber wir fahren noch die 30km bis nach Split. Die Einfahrt ist nicht so einladend, aber hat man das Industriegebiet hinter sich, wird’s schön. Kurz sind wir noch beschäftigt mit Apartment suchen, dann haben wir’s endlich geschafft. War ein extrem anstrengender Tag.
Wetterbericht sagt für morgen Regen und der Campingplatz liegt 8km außerhalb, somit war die Entscheidung für ein Apartment schnell getroffen. Wir haben eines mit 2 Schalfzimmern. Das ist gut, somit wird das 2. als Parkplatz für unsere Räder und als Wäschetrockenraum verwendet.
Split hat einen sehr schönen Altstadtkern. Ist quasi eine alte Festung. Jetzt herrscht hier der Tourismus und so gibt es zahlreiche Souvenirläden und Cafés. Wir sind mit unserer Sightseeingtour schnell fertig, außerdem ist der Regen aus geblieben, die Sonne sticht richtig runter. Somit legen wir noch eine Mittagspause ein und gehen dann an den Strand. Danach setzten wir unsere Tour fort.
Split ist ganz schön, Kulturinteressierte haben hier viel zu entdecken, kann man sich schon mal ansehen.
Makarska
Von Split folgen wir wieder der D8 Richtung Süden. Die Straße verläuft sehr schön, aber natürlich immer mit einigen Gegenanstiegen. In Omis machen wir einen Kaffee Stop. Omis ist eine alte Piratenstadt und liegt sehr schön am Meer. Im Hintergrund erheben sich hohe Berge und der Cetina Fluss mündet ins Meer.
Wir wollen heute mal etwas anderes als nur Meerblick und so folgen wir dem Fluss in die Schlucht. Dieser Abschnitt ist wirklich sehr schön und eine tolle Abwechslung zum Meer. Schlussendlich kommen wir über einen Pass wieder auf die D8, welcher wir weiter folgen.
In Brela machen wir nochmal Stop für eine Stärkung, bevor wir‘s in Makarska endgültig sein lassen für heute. Die heutige Etappe war sicher eine der schönsten bis jetzt. Heut wollen wir wieder mal frei stehen und kundschaften schon einen Olivenhain aus. Schlussendlich bleiben wir aber in einem Unterstand direkt am Meer.
Ploce
Die Nacht war ganz ok und die Fischer, welche um 5:30 kamen interessierten sich auch nicht sonderlich für uns. Nur ein paar Meter vom Schlafsack bis ins Meer sind natürlich auch nicht verkehrt und so starten wir erfrischt in den Tag.
Auch heute führt uns die D8 immer schön am Meer entlang und lässt uns über die schönen Aussichten staunen. Auf der einen Seite schöne Buchten und auf der anderen ziehen Berghänge hoch. In der Nachsaison ist es manchmal gar nicht so einfach eine Bäckerei oder etwas vernünftiges zum Essen zu finden. Aber einen kleinen Supermarkt gibts meist doch und so wird am Parkplatz eine Jause gerichtet und verdrückt. In Ploce, ein wirklich hässlicher Ort, machen wir nochmal Stop und einige Kilometer später bleiben wir am Kitesurf Spot im Neretva Delta. Hier ändert sich die Landschaft. Wir sind gerade an einigen sehr hübschen Seen vorbeigefahren und anschließend zum Neretva Delta gekommen. Dabei handelt es sich um ein sehr fruchtbares Gebiet wo sehr viel Obst und Gemüse angebaut wird. Der Fluss, welcher hier ins Meer fließt, hat eine ziemlich lange Sandbank gebildet und hier gibt es Kitesurf Spots und eine Strandbar. Die hat leider zu, aber wir haben vorgesorgt und somit bleiben wir heute hier. Plaudern noch nett mit österreichischen Kitesurfern und stellen schließlich unser Zelt auf die Terrasse der Bar.
Der Küstenabschnitt südlich von Split ist wirklich sehr schön und verzaubert immer wieder mit wunderbaren Aussichten aufs Meer und die Berge dahinter.
Samstag, 21. September 2019
Zadar und Kornaten
Unsere Fähre kam erst um 22:30 an, aber wir hatten vorher schon eine Campingplatz kontaktiert, wo wir so spät noch Einchecken können. Zuerst mussten wir aber noch ca. 9km durch ein Industriegebiet radeln. Schräg bei Nacht. Am nächsten Tag gehts dann auf zum Sightseeing nach Zadar. Ist ganz nett, mit sehr vielen Lokalen auf den größeren Plätzen und schmalen Gassen, auch mit kleinen, netten Lokalen. Es gibt zahlreiche Plätze, alte Gebäude und eine Festungsmauer. Außerdem gibt es Richtung Meer im Nordwesten der Altstadt eine Meeresorgel. Diese spielt, abhängig vom Wellengang und auch durch diesen betrieben eine „Melodie“. Sehr coole Installation. Mir war es ein bisschen zu touristisch in Zadar, aber einen Besuch ist es auf jeden Fall wert. Vielleicht sollte man sich mehr Zeit nehmen und auch abends und früh morgens durch die Stadt schlendern, da sind weniger Touristen unterwegs und die Stadt hat einen ganz eigenen Flair. Den 1. Patschen hab ich mir auch eingefangen und das beim Sightseeing. Nationalpark Telascica (Kornaten) Heute machen wir eine Bootsfahrt und zwar eine Sightseeingtour in den NP. Die Kornaten sind eine Ansammlung von mehreren Inseln. Einige sind größer, einige winzig klein. Einige sind bewaldet, einige ganz kahl. Wir fahren auch an einer sehr schönen Steilküste der Insel Dugi Otok entlang. Anschließend tuckern wir ganz gemächlich zwischen Inseln durch und es gibt Mittagessen am Schiff. Die letzte Station des Ausflugs ist die Mir Bucht. Hier legen wir an und machen eine Wanderung um den Jezero Mir. Dabei handelt es sich um einen Salzsee im Nationalpark. Fast alle gehen hier Baden, weiß nicht warum, den im Meer ist es auch salzig und außerdem nicht so dreckig und schlammig. Wir wandern noch zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen super Blick auf die Steilküste hat. Nun holen wir unsere Räder vom Boot. Wir haben nämlich vereinbart, dass wir hier aussteigen, da wir ohnehin auf Dugi Otok bleiben wollen und uns so eine Fährfahrt sparen. Leider ist es jetzt 15 Uhr, extrem heiß und die Straße ziemlich steil bergauf und bergab. Aber wir drücken die 50km bis ganz in den Norden der Insel durch. Hier in Veli Rat gibt es einen Leuchtturm und gleich daneben einen wunderschönen Campingplatz
Veli Rat
Heute Nacht hat es ordentlich geregnet und gestürmt. Wir wollen heute den nördlichsten Zipfel und einen weißen Sandstrand etwas südlicher ansehen. Richtung Norden kommen wir mit dem Rad nur 500m, dann hab ich einen Patschen und wir können die Räder fast nicht mehr zurück schieben, da die Reifen mit rotem Lehm verkleben. Also zuerst mal am Campingplatz Patschen picken. Leider hat die Pumpe auch ihren Geist aufgegeben. Anschließend starten wir den 2. Versuch, aber dieses Mal zu Fuß. Zum Sakarun Strand fahren wir dann mit dem Rad. Wirklich ein sehr schöner Strand mit weißem Sand in einer Bucht. Am Abend genießen wir noch den Sonnenuntergang mit Blick aufs Meer und dem Leuchtturm.
Insel Ugljan und Pasman
20km müssen wir zur Fähre fahren. Diese bringt uns nach Zadar. Hier suchen wir ein Radgeschäft und kaufen Pumpe und noch ein bisschen mehr Pickzeug. Gestärkt mit einem Eis fahren wir wieder zum Fähranleger und in 25min mit der Fähre auf die Insel Ugljan. Diese ist direkt gegenüber von Zadar und eine stark bewohnte Insel mit mehreren Ortschaften. Wir fahren noch einige Kilometer Richtung Norden und bleiben dann bei einer kleinen Kapelle neben einem Bootsanleger stehen. Hier schlagen wir unser Zelt auf und schauen uns den tollen Sonnenuntergang an. Sind außer uns nur ein paar Fischer, aber die verziehen sich auch irgendwann. Sternenhimmel ist hier super! In den letzten Tagen hat es ganz schön abgekühlt und so wird das aus dem Zelt krabbeln nicht versüßt, vor allem, wenn die Sonne noch nicht da ist und wir ins Meer schwimmen gehen. Aber einmal im Wasser gehts dann schon und schließlich lässt sich die Sonne auch noch blicken. Wir fahren noch ein paar Kilometer ganz in den Norden der Insel und dann wieder Richtung Süden. Die Aussicht von der Straße aus ist super. Man sieht runter aufs Meer, dahinter Zadar und im Hintergrund ragt das Velebit Gebirge auf. Eine Brücke verbindet Ugljan mit Pasman und nach 50km sind wir auch schon in Tkon. Mit der Fähre fahren wir in 20 Minuten aufs Festland. Jetzt ziehen wir Richtung Süden. In Vodice ist dann aber Schluss für heute. Die Kornaten haben uns sehr gut gefallen. Es gibt so unterschiedliche Inseln. Klein, groß, mit Wald oder kahl. Manche sind dünn besiedelt und andere sehr stark mit noblen Villen. Kann man sich auf jeden Fall mal ansehen.
Donnerstag, 12. September 2019
Kroatien 2019 - Anreise und Insel Cres
Donnerstag, 6. Juni 2019
Nahorany- Linz
Es geht gleich mal ordentlich bergauf, dann dürfen wir wieder abwärts rollen.
Vyssi Brod ist der letzte größere Ort in Tschechien und hier gibt’s wieder zahlreiche Vietnamesen die geschäftstüchtig sind und Glumpat und Schönheitssalons führen.
Es geht wieder bergauf und vorbei an zahlreichen Shops erreichen wir die österreichische Grenze.
Dann soll’s eigentlich eher einfach bis Bad Leonfelden gehen, nur setzt hier ein Gegenwind ein, dass wir bergab auch mit treten müssen. Von Zwettl müssen wir uns nochmal einen langen Anstieg hoch kämpfen, aber dann gehts bergab. Bis Linz können wir ohne zu treten 10km bergab rollen. Nur die überholenden LKWs sind etwas ungut, aber das bringen wir auch gut hinter uns.
Und dann haben wir unser neu gesetztes Ziel erreicht, wir sind in Linz!
Jetzt wird geschlemmt, noch etwas im Schatten relaxed und dann fahren wir mit dem Zug nach Graz.
Mittwoch, 5. Juni 2019
Podolsko - Nahorany
Unser 1. Streckenabschnitt heute ist nicht sonderlich spektakulär, aber auch nicht unhübsch. Als 1. kommen wir in Temelín vorbei. Bekannt durch das AKW. Irgendwie beeindruckend und beängstigend zugleich, wenn man so nah steht wo die kleinen Atome so grosse Wirkung haben.
Wir schauen, dass wir schnell weiter kommen. Nächstes Ziel ist Budweis für die Mittagspause. Das Restaurant bei der Brauerei sieht nicht sehr beeindruckend aus und die weitere Lokal Suche bringt uns zu einem Italiener in den Gastgarten. Auch wenn’s nichts mehr typisch tschechisches wird, zumindest ein tschechisches Bier wird’s noch.
Die weitere Fahrt wird dann ziemlich hart. Es ist sehr heiß und es geht immer auf und ab. In Krumau werden noch Vorräte eingekauft und dann gehts einer schönen Straße der Moldau entlang.
Jetzt reichts mir schon ziemlich, einfach zu heiß für mich und ein Fahrverbot lässt uns 8km vorm geplanten Campingplatz auch noch einmal etwas zweifeln. Aber die Polizei hilft uns weiter.
Am Campingplatz gehen wir nach dem Zelt Aufbau gleich mal in die kalte Moldau.
Heut war wieder ein harter Tag, aber es gibt kühles Bier und meinen Helinox Ground Chair.
Dienstag, 4. Juni 2019
Prag - Podolsko
Wir versuchen heute früh zu starten, den es wird wieder heiß und wir haben viel vor.
Der Weg aus Prag ist einfacher als gedacht. Wir können dem beschilderten Eurovelo 7 entlang der Moldau folgen. Einen kurzen Verhauer haben wir, aber eine kleine Fähre bringt uns auf die andere Seite und es geht flott weiter.
Nur die Café Situation lässt etwas zu wünschen übrig und das Wasser geht auch zu Neige. Sylvia packt ihr bestes Tschechisch aus und ruft in ein offenes Hausfenster an der Straße. Und schon werden unsere Wasserflaschen gefüllt. Lokal finden wir trotzdem keines, aber ein nettes Bankerl tuts auch.
Am Nachmittag kommen wir doch noch in einen größeren Ort. Hier gibt’s auch Supermärkte und Cafés. Nach einer Flüssigkeitszufuhr gehts bei über 30 Grad weiter.
Hitze ist heute extrem und auch das Gelände ist eher fordern.
Irgendwann reichts und Stunden später haben wir dann auch unser Ziel erreicht. Heute haben wir einen etwas anderen Campingplatz. Es gibt eine Box in welche man das Geld einwirft und sonst nix. Wir suchen uns am Fluss einen Platz. Gewaschen wird im Fluss. Gegessen wird kalt, dafür ist das Bier warm. Aber heute ist uns das egal. Nach 112km und 1300hm bei der Hitze sind wir früh im Zelt.
Die Angaben von Garmin Connect sind übrigens um ca. 10% zu wenig. Die genaueren Daten sind auf der Route Seite zu finden. Hier sieht man auch nochmal eine Übersicht mit den einzelnen Touren die wir gemacht haben.
Montag, 3. Juni 2019
Prag
Wir nehmen an der „Tour for tips“ teil. Das kennen wir von unserer Weltreise und da sind wir eigentlich immer dabei, wenn’s die in einer Stadt gibt.
Diese Touren werden meist von jüngeren Leuten gemacht und man zahlt nicht im Vorhinein, sondern gibt danach was man glaubt das es wert war. Und meist sieht man nicht die 0815 Highlights, sondern irgendwelche, eher unauffälligen Dinge.
So ziehen wir 3h durch Prag und haben natürlich nur einen Bruchteil dieser sehr faszinierenden Stadt gesehen. Wir waren mit der Tour aber wieder sehr zufrieden.
Mittagshitze versuchen wir mit einem Mittags-Powernap zu übergehen, schwierig.
Am späten Nachmittag sehen wir uns noch die Prager Burg an. Der Aufstieg ist in dieser Hitze eher unlustig, dafür ist die Aussicht oben super.
Jetzt reichts aber mit Sightseeing, wir suchen uns eine Schenke neben der Moldau und genießen den Sonnenuntergang.
Prag hat was. Auf jedenfall zu viele Touristen, aber abgesehen davon ist die Stadt schon toll.
Sonntag, 2. Juni 2019
Melnik - Prag
Eine kurze Fährfahrt haben wir noch, aber auch diese hält uns nicht mehr auf, wir ziehen ohne Pause durch und erreichen um ca. 12 Uhr Prag.
Sonntags, Prag bei 30 Grad. Wir kämpfen uns durch Menschenmengen zum Hauptplatz und lassen uns bei einem Mexikanischen Restaurant nieder.
Geschafft!
Jetzt gibts mal Bier und Essen.
Samstag, 1. Juni 2019
Nebocady - Melnik
Freitag, 31. Mai 2019
Dresden - Nebocady
Früh morgens starten wir in Dresden und ziehen am Elbradweg Richtung Osten. Anblicke und Ausblicke sind entlang des Elbufers sehr schön und der Radweg ist auch top zu fahren.
Kurz vor Rathen sehen wir schon links oberhalb der Elbe die Felsenburg Neurathen und gleich danach kommen wir in den Ort Rathen. Hier gehts voll ab. Weiß nicht wo die ganzen Mensch hin wollen, mir sind’s jedenfalls zu viele.
Ein paar Kilometer weiter erblickt man die Festung Königstein. Abgeschreckt von den Horden und von den Höhenmetern zur Festung rauf, beschließen wir im Ort Königstein zu pausieren.
In Bad Schandau wechseln wir das Elbufer und fahren kurz danach über die deutsch-tschechische Grenze. In Hrensko machen wir nochmal Pause. Hier ist ein ganz besonderer Ort. 1. führt eine Schlucht in den Nationalpark Sächsische Schweiz mit zahlreichen Wander- und Radtouren und 2. wimmelt es hier von Vietnamesen. Aber nicht Touristen sondern „Einheimische“. Die sind hier nach der Wende hängen geblieben und verkaufen jetzt China/Vietnam Glumpat. Schaut aus wie aufm Kirtag und auf da Straße von der deutschen Grenze hierher kommen dir Piefke mit Stroh-Vietnamhüten entgegen.
Wir schauen uns das kopfschüttelnd bei einem tschechischen Bier an und fahren dann weiter. Sachen gibt’s 🤔
In Decin wollen wir bleiben. Wir treffen aber zwei Radlerinnen und die sind auf einem Campingplatz 8km südlich in Nebocady, also fahren wir dorthin und verbringen die Nacht gemeinsam mit einer Gruppe Harleyfahrern.
Strecke war heute wirklich außerordentlich schön und der NP Sächsische Schweiz ist sicher auch einen Besuch wert.
