Samstag, 28. Juli 2012
Isla del Sol oder Spazieren auf 4000m
Heute machen wir einen Tagesausflug auf die Insel "Isla del Sol".
Mit einem Schiffe gehts in 2 Stunden zur Nordseite der Insel. Anstrengende 2h, da die Abgase der Motoren direkt in den Passagierraum geweht werden. Auf der Insel heißts zuerst einmal durchschnaufen.
Danach wandern wir auf einem schönen neu angelegten Weg, entlang der Westseite, Richtung Süden.
Die Landschaft schaut aus wie wenn wir in Kroatien wären. Und am liebsten würde man sich ausziehen und ins schöne blaue Wasser hüpfen. 10° sind dann aber vielleicht doch zu kalt.
Die Insel ist nur ca. 10km lang, aber trotzdem ist sie in 3 Abschnitte eingeteilt und man muss, wenn man von einem Ende zum anderen wandert, für jeden Abschnitt ein extra Ticket kaufen.
Kurz vor unserem Ziel, Yumani, machen wir noch einen kurzen Abstecher auf den Hügel "Cerro Palla Khasa", der Hügel hat 4065m, ist also höher als der Großglockner :-), dort ist nämlich ein Geocache und den finden wir auch schnell.
Kurz vorm "Gipfel" sieht uns ein alter Mann und winkt wie verrückt, wir denken wir dürfen nicht mehr weitergehen, aber das ignorieren wir einfach, wollen ja den Geocache finden. Der Mann holt zwei Lamas und kommt uns nach. Er will umbedingt das wir ein Foto von ihm machen. Da hilft auch häufiges "no gracias" nichts, also machen wir Fotos. Dafür will er natürlich Geld haben, aber das war uns schon davor klar, also bekommt er halt ein paar Bolivianos.
Danach steigen wir ab zur Bootsanlegestelle und fahren, diesesmal an Deck des Schiffes, zurück.
Die Insel ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir haben auch darüber nachgedacht, eine Nacht auf der Insel zu bleiben. Laut Reiseführer gibt es einige Hostals. Wir entscheiden uns aber dagegen und als wir sehen wieviele Leute ihr ganzes Gepäck mithaben, um auf der Insel zu bleiben, sind wir froh. Ist glaube ich kein so "Geheimtip" mehr, dass man dort übernachtet. Wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich zum "must do". Uns ist es schon ein wenig zu viel. Es wimmelt von Hostal-, Pizza-Schildern und Baustellen.
Da ist die daneben liegende "Isla de la Luna" wahrscheinlich noch ursprünglicher. Mal schauen wielange noch.
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Bolivien,
Geocachen,
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Trekking
Standort:
Camino Norte-Sur, Bolivien
Donnerstag, 26. Juli 2012
Mit den Condoren nach Bolivien
So wir sind lange genug in Arequipa gewesen. Wir wissen wo es den besten Kaffee gibt und Kuchen hab ich auch schon fast alle durch, es ist Zeit weiter zu ziehen.
Also auf zum Busbahnhof und mit dem öffentlichen Bus zum Colca Canyon. Nur leider ist der 8 Uhr Bus voll, also warten wir bis 12 Uhr und da haben wir noch ein Plätzchen. In 6 Stunden geht's über Chivay nach Cabanaconde. In Chivay müssen wir noch ein Ticket für den Canyon kaufen. Da wir aber nur eine Nacht bleiben und nicht in den Canyon wandern, können wir die Kontrolleure überzeugen uns ein billigeres Ticket zu verkaufen.
In Cabanaconde suchen wir uns ein Zimmer und danach essen wir noch mit Einheimischen in einer kleinen Spelunke. Schmeckt so gut, dass wir gleich noch eine Portion bestellen.
Danach entdecken wir noch eine Bar-Restaurant-Hostel. Wird von einem Pärchen (Peru, Belgien) seit 5 Jahren geführt. Wir holen uns noch einige Tips von der belgischen Besitzerin und plaudern auch wie es ihr hier geht mit der Bar und wie die Anfangszeit war. Sehr interessant und erschreckend wie die Einheimischen auf eine Bar reagieren (anspucken, Scheiben einschlagen alles gehabt).
Nächsten Tag heißts wieder früh aufstehen. Wir fahren mit dem Bus 20 min zum "Mirador Cruz del Condor". Wir haben schon unser gesamtes Gepäck mit, da wir dann gleich weiterfahren.
Nach einer halben Stunde zeigt sich der erste Condor. Es sind noch wenig Leute da und so ist es noch sehr ruhig und angenehm. Drei Condore sind zu sehen. Sie schrauben sich ein wenig in die Höhe und machen es sich dann auf Felsen bequem. Nach 15min fliegen sie extrem knapp an uns vorbei und sind bald sehr weit weg in der Schlucht.
Die Leute werden immer mehr, da jetzt die ganzen Busse mit geführten Touren kommen. Ein Gedränge, unsere Rucksäcke müssen wir auch retten, die werden einfach umgerannt. Unglaublich!
Nur kommen Sie zu spät, die Condore sind ca. 1km weiter und man kann ihnen zusehen wie sie sich in die Höhe schrauben.
Wir packen unsere Sachen, um 9:30 soll der öffentliche Bus vorbeikommen, dort wollen wir mit. Also starten wir zur Straße und warten zwischen den Menschenhorden und ihren Kleinbussen. Für viele ist die Tour schon wieder zu Ende und sie fahren schon weiter. Pech, denn die Condore kommen zurück und kreisen und fliegen extrem knapp über dem Cruz del Condor. Kamera noch schnell raus geholt und ich kann noch einige Fotos machen, aber nicht lange, unser Bus kommt. Sylvia will ihn aufhalten, aber er fährt vorbei. Da kommt Sylvia ein unschönes Wort über die Lippen (unglaublich!). Der Bus bleibt aber zum Glück stehen und wir können einsteigen.
Zuerst gehts wieder nach Chivay und dann weiter zurück Richtung Arequipa, dieselbe Strecke. Nachdem wir den 4800m hohen Pass überquert haben, steigen wir in Pampa Canahuasi aus. Dort ist eine Polizeikontrollstelle. Es gibt leider keinen direkten öffentlichen Bus zwischen dem Colca Canyon und Puno, und nach Arequipa zurück und von dort nach Puno wollen wir nicht. Daher fragen wir einen Polizisten bei der Kontrollstelle und er hält uns einen Bus auf, der Richtung Puno fährt. Dauert nur ca. 15min und wir haben einen neue Mitfahrgelegenheit.
Leider fährt der Bus nur bis Juliaca, von dort gehts mit dem Combi in 30min nach Puno, am Titicacasee. Hier gibt es nicht viel für uns. Hotel suchen, essen und ab ins Bett.
Nächsten Tag geht es um 7:30 mit dem Bus zur bolivianischen Grenze.
Peru, du bist uns los, nach 10 Wochen. Wir reisen ohne Probleme aus und in Bolivien ein. Eine kurze Fahrt und wir kommen in Copacabana, an der anderen Seite des Titicacasees an.
Ein Video von der Fahrt entlang des Colca Canyon.
Also auf zum Busbahnhof und mit dem öffentlichen Bus zum Colca Canyon. Nur leider ist der 8 Uhr Bus voll, also warten wir bis 12 Uhr und da haben wir noch ein Plätzchen. In 6 Stunden geht's über Chivay nach Cabanaconde. In Chivay müssen wir noch ein Ticket für den Canyon kaufen. Da wir aber nur eine Nacht bleiben und nicht in den Canyon wandern, können wir die Kontrolleure überzeugen uns ein billigeres Ticket zu verkaufen.
In Cabanaconde suchen wir uns ein Zimmer und danach essen wir noch mit Einheimischen in einer kleinen Spelunke. Schmeckt so gut, dass wir gleich noch eine Portion bestellen.
Danach entdecken wir noch eine Bar-Restaurant-Hostel. Wird von einem Pärchen (Peru, Belgien) seit 5 Jahren geführt. Wir holen uns noch einige Tips von der belgischen Besitzerin und plaudern auch wie es ihr hier geht mit der Bar und wie die Anfangszeit war. Sehr interessant und erschreckend wie die Einheimischen auf eine Bar reagieren (anspucken, Scheiben einschlagen alles gehabt).
Nächsten Tag heißts wieder früh aufstehen. Wir fahren mit dem Bus 20 min zum "Mirador Cruz del Condor". Wir haben schon unser gesamtes Gepäck mit, da wir dann gleich weiterfahren.
Nach einer halben Stunde zeigt sich der erste Condor. Es sind noch wenig Leute da und so ist es noch sehr ruhig und angenehm. Drei Condore sind zu sehen. Sie schrauben sich ein wenig in die Höhe und machen es sich dann auf Felsen bequem. Nach 15min fliegen sie extrem knapp an uns vorbei und sind bald sehr weit weg in der Schlucht.
Die Leute werden immer mehr, da jetzt die ganzen Busse mit geführten Touren kommen. Ein Gedränge, unsere Rucksäcke müssen wir auch retten, die werden einfach umgerannt. Unglaublich!
Nur kommen Sie zu spät, die Condore sind ca. 1km weiter und man kann ihnen zusehen wie sie sich in die Höhe schrauben.
Wir packen unsere Sachen, um 9:30 soll der öffentliche Bus vorbeikommen, dort wollen wir mit. Also starten wir zur Straße und warten zwischen den Menschenhorden und ihren Kleinbussen. Für viele ist die Tour schon wieder zu Ende und sie fahren schon weiter. Pech, denn die Condore kommen zurück und kreisen und fliegen extrem knapp über dem Cruz del Condor. Kamera noch schnell raus geholt und ich kann noch einige Fotos machen, aber nicht lange, unser Bus kommt. Sylvia will ihn aufhalten, aber er fährt vorbei. Da kommt Sylvia ein unschönes Wort über die Lippen (unglaublich!). Der Bus bleibt aber zum Glück stehen und wir können einsteigen.
Zuerst gehts wieder nach Chivay und dann weiter zurück Richtung Arequipa, dieselbe Strecke. Nachdem wir den 4800m hohen Pass überquert haben, steigen wir in Pampa Canahuasi aus. Dort ist eine Polizeikontrollstelle. Es gibt leider keinen direkten öffentlichen Bus zwischen dem Colca Canyon und Puno, und nach Arequipa zurück und von dort nach Puno wollen wir nicht. Daher fragen wir einen Polizisten bei der Kontrollstelle und er hält uns einen Bus auf, der Richtung Puno fährt. Dauert nur ca. 15min und wir haben einen neue Mitfahrgelegenheit.
Leider fährt der Bus nur bis Juliaca, von dort gehts mit dem Combi in 30min nach Puno, am Titicacasee. Hier gibt es nicht viel für uns. Hotel suchen, essen und ab ins Bett.
Nächsten Tag geht es um 7:30 mit dem Bus zur bolivianischen Grenze.
Peru, du bist uns los, nach 10 Wochen. Wir reisen ohne Probleme aus und in Bolivien ein. Eine kurze Fahrt und wir kommen in Copacabana, an der anderen Seite des Titicacasees an.
Ein Video von der Fahrt entlang des Colca Canyon.
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Sightseeing
Standort:
Cabanaconde, Peru
Montag, 23. Juli 2012
Arequipa II
Da wir hier so lange bleiben, um uns auszurasten, gibts noch einen 2. Beitrag zu Arequipa.
Haben in den letzten Tagen nicht viel gemacht, außer Schlafen, Lesen, Essen, Kaffee trinken und Torte essen.
Morgen fahren wir weiter nach Cabanaconde, zum Colca Canyon.
Haben in den letzten Tagen nicht viel gemacht, außer Schlafen, Lesen, Essen, Kaffee trinken und Torte essen.
Morgen fahren wir weiter nach Cabanaconde, zum Colca Canyon.
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| Peru - Arequipa II |
Standort:
Arequipa, Peru
Samstag, 21. Juli 2012
Warum Orthopäden Zukunft haben
Es ist uns gleich aufgefallen, als wir die ersten paar Meter durch Lima spazierten.
Die Peruanerinnen haben großteils extrem hohe Stöckelschuhe, High-Heels, Stiefel mit Mörderabsätzen, usw. an.
Das Problem, die meisten können damit nicht richtig gehen und schauen zum Brüllen komisch aus. Dies wär noch gar nicht so schlimm. Die Haltungsschäden die viele davon schon haben, oder sicher in naher Zukunft haben werden sind noch viel schlimmer. Also Orthopäden dieser Welt, Peru is the place to be!
In ein paar Jahren werden wahrscheinlich Gemeinschaftspraxen von Zahnärzten und Orthopäden entstehen. Erstere gibt es schon zur Genüge. Die nicht vorhandene Zahnpflege der älteren Generationen hat hier schon eine unglaubliche Menge an Zahnarztpraxen entstehen lassen.
Aber jetzt gibts mal einige Bilder - von SCHUHEN.
Die Bilder sind übrigens nicht beim Fortgehen aufgenommen, sondern Großteils ganz normal auf der Straße während des Tages.
Die Peruanerinnen haben großteils extrem hohe Stöckelschuhe, High-Heels, Stiefel mit Mörderabsätzen, usw. an.
Das Problem, die meisten können damit nicht richtig gehen und schauen zum Brüllen komisch aus. Dies wär noch gar nicht so schlimm. Die Haltungsschäden die viele davon schon haben, oder sicher in naher Zukunft haben werden sind noch viel schlimmer. Also Orthopäden dieser Welt, Peru is the place to be!
In ein paar Jahren werden wahrscheinlich Gemeinschaftspraxen von Zahnärzten und Orthopäden entstehen. Erstere gibt es schon zur Genüge. Die nicht vorhandene Zahnpflege der älteren Generationen hat hier schon eine unglaubliche Menge an Zahnarztpraxen entstehen lassen.
Aber jetzt gibts mal einige Bilder - von SCHUHEN.
Die Bilder sind übrigens nicht beim Fortgehen aufgenommen, sondern Großteils ganz normal auf der Straße während des Tages.
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| Peru - Schuhe |
Standort:
Peru
Mittwoch, 18. Juli 2012
Arequipa
Wir kehren Cusco den Rücken. Machu Picchu war schöner als erwartet, aber jetzt reichts auch.
Eine Nachtbusfahrt bringt uns nach Arequipa, im Süden. Es gibt auch Fotos, wie so ein Nachtbus ausschaut.
Arequipa wird auch als die weiße Stadt bezeichnet, da viele Gebäude aus weißem Silla-Stein gebaut sind. Häuser und Säulen sind oft mit wunderschönen Schnörkeln verziert.
Wir finden auch schnell ein Hostel, das uns gefällt. Internet, schönes Zimmer, ab Mittag Sonnenschein ins Zimmer und eine Dachterrasse. Hier bleiben wir. Wir brauchen Urlaub. Die ersten beiden Monate waren doch sehr anstrengend. Viele Kilometer und Höhenmeter haben wir gemacht und viele wunderschöne Dinge gesehen. Jetzt müssen wir ein wenig ruhen und das Erlebte verarbeiten.
In Arequipa sind wir aber nicht ganz untätig. Es gibt ein einzigartiges Kloster, Santa Catalina. Gegründet im 16. Jh, wurden hier die zweitgeborenen Töchter der reichsten spanischen Familien hineingesteckt, auf Lebenszeit. Ihnen ging es aber nicht schlecht, Diener, eigene Wohnung mit Küche, ...
Nach einem Besuch des Papstes oder Bischof war's aber vorbei mit der Schlemmerei. Die Diener wurden entlassen und ein etwas rauerer Wind kehrte ein.
1970 wurde das Kloster der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, davor durfte niemand hinein und keine Nonne heraus.
Das Kloster ist eine eigene Stadt in der Stadt. Es ist wunderschön und die verschiedenen Straßen sind bunt gefärbt.
Wir unternahmen auch noch einen weiteren Besuch. Wir wollen entspannen, da sind Thermalbäder genau das richtige. In einem kleinen Ort gibt es "Banos Termales". Mit dem öffentlichen Bus starten wir Vormittag, damit wir das angeblich schöne Bad lange genießen können.
Wir dürfen aber nur eine Stunde im Bad sein, sagt die Dame am Eingang. Als wir die Becken sehen, glauben wir aber ohnehin nicht, das wir länger bleiben. Es gibt vier verschiedene Becken, ca. 2x3m groß. Es sind auch einige Einheimische, die uns erklären wie lange man in welchem bleiben soll.
Wir "genießen" unser Wellnessprogramm und fahren dann schnell Heim, nochmal duschen. Es handelt sich nämlich um Schwefelbäder. Hab mit dem Handy ein paar Fotos gemacht - Blumau lässt grüßen.
Sonst machen wir nicht viel. Eigentlich wollten wir den Misti besteigen und ev. den Chachani, ein 5 und ein 6-Tausender, aber irgendwie sind wir zu fertig. Wird wohl nichts werden. Wir verbringen unsere Tage mit Kaffee trinken, Kuchen essen, lesen, herum schlendern und schlafen.
Eine Nachtbusfahrt bringt uns nach Arequipa, im Süden. Es gibt auch Fotos, wie so ein Nachtbus ausschaut.
Arequipa wird auch als die weiße Stadt bezeichnet, da viele Gebäude aus weißem Silla-Stein gebaut sind. Häuser und Säulen sind oft mit wunderschönen Schnörkeln verziert.
Wir finden auch schnell ein Hostel, das uns gefällt. Internet, schönes Zimmer, ab Mittag Sonnenschein ins Zimmer und eine Dachterrasse. Hier bleiben wir. Wir brauchen Urlaub. Die ersten beiden Monate waren doch sehr anstrengend. Viele Kilometer und Höhenmeter haben wir gemacht und viele wunderschöne Dinge gesehen. Jetzt müssen wir ein wenig ruhen und das Erlebte verarbeiten.
In Arequipa sind wir aber nicht ganz untätig. Es gibt ein einzigartiges Kloster, Santa Catalina. Gegründet im 16. Jh, wurden hier die zweitgeborenen Töchter der reichsten spanischen Familien hineingesteckt, auf Lebenszeit. Ihnen ging es aber nicht schlecht, Diener, eigene Wohnung mit Küche, ...
Nach einem Besuch des Papstes oder Bischof war's aber vorbei mit der Schlemmerei. Die Diener wurden entlassen und ein etwas rauerer Wind kehrte ein.
1970 wurde das Kloster der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, davor durfte niemand hinein und keine Nonne heraus.
Das Kloster ist eine eigene Stadt in der Stadt. Es ist wunderschön und die verschiedenen Straßen sind bunt gefärbt.
Wir unternahmen auch noch einen weiteren Besuch. Wir wollen entspannen, da sind Thermalbäder genau das richtige. In einem kleinen Ort gibt es "Banos Termales". Mit dem öffentlichen Bus starten wir Vormittag, damit wir das angeblich schöne Bad lange genießen können.
Wir dürfen aber nur eine Stunde im Bad sein, sagt die Dame am Eingang. Als wir die Becken sehen, glauben wir aber ohnehin nicht, das wir länger bleiben. Es gibt vier verschiedene Becken, ca. 2x3m groß. Es sind auch einige Einheimische, die uns erklären wie lange man in welchem bleiben soll.
Wir "genießen" unser Wellnessprogramm und fahren dann schnell Heim, nochmal duschen. Es handelt sich nämlich um Schwefelbäder. Hab mit dem Handy ein paar Fotos gemacht - Blumau lässt grüßen.
Sonst machen wir nicht viel. Eigentlich wollten wir den Misti besteigen und ev. den Chachani, ein 5 und ein 6-Tausender, aber irgendwie sind wir zu fertig. Wird wohl nichts werden. Wir verbringen unsere Tage mit Kaffee trinken, Kuchen essen, lesen, herum schlendern und schlafen.
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| Peru - Arequipa |
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Peru,
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Relaxen,
Sightseeing
Standort:
Arequipa, Peru
Mittwoch, 11. Juli 2012
Machu Picchu - wenn man das Schlimmste erwartet...
Ja wir haben es hinter uns, die Touristenattraktion Nummer 1 in Südamerika und es war viel besser als gedacht!
Wir wollten schon fast nicht mehr hin, nachdem es uns hier nicht gefällt und die Touristenmassen und Verarsche zu viel ist, aber kurz einen Blick riskieren wollten wir dann doch. Darum haben wir eine kurze Tour gebucht.
2 Tage, 1 Nacht - 120$. Machu Picchu zu besichtigen ist gar nicht so leicht. Zuerst braucht man ein Ticket, dann muss man irgendwie dorthin kommen, es gibt aber nur eine Zugverbindung und dafür zahlt man mind. 150$ hin und retour. Das ist uns zu teuer. Jetzt wird noch ein anderer Weg angeboten und diesen haben wir gebucht.
Zuerst mit dem Bus 6h über Santa Maria nach Santa Teresa und von dort Holperpiste zum Hidroelectrico, das ist eine Art Wasserkraftwerk. Von hier kommt man mit dem Zug in 30min oder zu Fuß in 2h nach Aguas Calientes, das ist der Ort von dem man Machu Picchu erreicht. Uns ist das selbst organisieren zu kompliziert, daher die gebuchte Tour.
Abholung um 7:30, Start um 9 Uhr. Dann folgen über 6h Fahrt über einen sehr schönen Pass. Ein mehr oder wenig kurzer Stopp nach 1h ist auch dabei. Der Busfahrer sagt, ein Passagier hat irgendetwas kaputt gemacht, er will 50 Soles. Keiner wars, der Preis geht runter auf 20 Soles. Ein Peruaner, der auch im Bus ist, ruft in der Reiseagentur wo er gebucht hat an. Nach einigem hin und her legt die Dame von der Agentur einfach auf. Das ist Service. Irgendwann fahren wir weiter, aber morgen, bei der Rückfahrt, darf der Beschuldigte nicht mehr mitfahren, wenn er nicht bezahlt.
Der Busfahrer wirds bei der nächsten Gruppe in zwei Tagen wieder versuchen...
Um 17 Uhr schaffen wir es tatsächlich, wir starten die zwei stündige Wanderung, den Bahnschienen entlang. Natürlich wird es dunkel, denn Pausen müssen wir auch einlegen, nicht jeder schafft die 2h Gehen. Um halb acht sind wir da, unser Guide empfängt uns und zeigt uns unser Zimmer. Wir haben schon wirklich schreckliches befürchtet, aber es ist sehr neu und "sauber". Das Bad ist das Beste, das wir bisher hatten. Danach gehts ins Restaurant, dort gibts Abendessen und wir bekommen unsere Eintrittskarten für Machu Picchu und das Zugticket für den nächsten Tag. Wir müssen nicht mehr zu Fuß zurücklaufen. Anschließend gehts gleich ins Bett.
4 Uhr, aufstehen. Kurz ein Brot essen, packen und los gehts. Um fünf sperrt die Brücke auf. Über die muss man und dann folgt ein 400hm Anstieg zum Eingang von Machu Picchu. Jetzt wird mal ein bisschen angedrückt, Pumpe läuft am Limit und nach 45 min sind wir oben, vor den ersten Touribussen, die fahren auch rauf, um 9$ pro Fahrt.
Wir stellen uns an und sind unter den ersten 50 am Eingang. Ich verliere noch kurz meine Brille, fällt mir aber zuerst gar nicht auf, da ich sie vorne ins Leibchen gesteckt habe. Erst als plötzlich einer auftaucht und fragt, ob jemanden diese, verbogene und zerkratzte Brille gehört. Sch... das ist meine. Kann man nix machen (haben wir in Cusco wieder gerade biegen lassen.).
6 Uhr die Pforten öffnen sich, trara! Rush rush.
Ich schaffe es wirklich und mache Fotos von Machu Picchu, ohne Touristen drauf, unglaublich.
So früh aufstehen zahlt sich aus. Wir gehen auch gleich auf Terrassen von wo man einen guten Blick auf die gesamte Anlage, mit Huayna Picchu im Hintergrund, hat. Dort bleiben wir und warten auf den Sonnenaufgang. Unsere 2 stündige Tour, die eigentlich dabei ist, haben wir gleich ausgelassen. In der Horde stehen und dann mit allen mitlaufen interessiert uns nicht. Wir erleben mit wenigen Menschen einen super Sonnenaufgang.
Danach erkunden wir die Anlage. Zuerst wollen wir auf einen Aussichtshügel, gesperrt. Neben dem bekannten Huayna Picchu gibt es noch den Montana, der liegt genau gegenüber. Der Zutritt zum Huayna Picchu ist auf 400 Menschen beschränkt, eine Gruppe um 7 und eine um 10 Uhr. Die Tickets dazu muss man extra kaufen - NUR online möglich - und sind für die nächsten zwei Wochen schon vergriffen. Auf den Montana kann man auch, kostet genau so viel, aber die Tickets muss man auch davor kaufen. Also gibts keinen Aussichtsberg für uns, aber es gibt noch den Inti Puntu, das ist ein Aussichtspunkt, wo man auf dem Inka Trail den letzten "Pass" überschreitet und einen Blick auf Machu Picchu hat. Wir gehen nicht ganz rauf, aber einen super Blick haben wir trotzdem.
Um 9 starten wir zum Rundgang durch die Ruinen, jetzt sind auch schon die Touristenmassen und Tagesgäste hier. Die Ruinen selbst finden wir nicht so interessant. Das meiste ist rekonstruiert und nicht so beeindruckend. Unser Rundgang ist schnell beendet, da jetzt wirklich Horden durch die Anlage ziehen und es auch extrem heiß ist.
Wir machen uns an den Abstieg. Um halb zwölf sind wir wieder unten, essen noch etwas und um 13:30 sitzen wir auch schon im Zug Richtung Hidroelectrico. Jetzt folgen wieder 6h Fahrt mit dem Bus zurück nach Cusco.
Unsere ISIC Studentenausweise haben wir auch brauchen können. Wir haben nämlich wirklich ein Halbpreisticket damit bekommen. In Cusco ist das Alterslimit für die Eintrittstickets 25 Jahre, für Machu Picchu ist das egal, oh Wunder. Daher gehen wir noch zur Agentur und bekommen den halben Eintrittspreis zurück, da wir vorher für Erwachsenentickets bezahlt haben.
Es ist halb zehn, wir gehen zum Hostel wo wir auch unsere Rucksäcke gelassen haben. Zimmer haben wir gestern vor der Abfahrt noch reserviert. Das hilft nur bei unserem Nachtjungen-Vollpfosten nichts, hat er anscheinend vergessen, oder so. Dem Hostelbesitzer ist das auch eher egal, also dürfen wir uns jetzt auf die Herbergssuche machen und das nach 18h auf den Füßen. Nach ein paar Versuchen ist auch das geschafft und nach einer Dusche fallen wir geschafft ins Bett.
Wir waren ja im Vorhinein nicht so begeistert von Machu Picchu, die Touristenmassen haben uns einfach abgeschreckt. Jetzt sind wir doch sehr beeindruckt und begeistert. Das wichtigste ist, früh dort sein, dann hat man auch einen Blick auf die Ruinen, ohne dauernd irgendwelche rot gebrannten Sandalenträger vor der Optik zu haben.
Die Lage ist für uns aber das Beeindruckendste, die Ruinen selbst sind jetzt nicht so extrem die Wucht.
Im Vergleich gewinnt für mich Choquequirao, da man dort fast alleine ist und zwei Tage hin wandern muss. Wenn wir die einzigartigen Lamaterrassen gesehen hätten, die es dort gibt, wäre die Entscheidung wahrscheinlich noch klarer.
Nur der Vergleich macht sie sicher.
Im Cusco Beitrag gibt es übrigends noch ein paar neue Bilder.
Wir wollten schon fast nicht mehr hin, nachdem es uns hier nicht gefällt und die Touristenmassen und Verarsche zu viel ist, aber kurz einen Blick riskieren wollten wir dann doch. Darum haben wir eine kurze Tour gebucht.
2 Tage, 1 Nacht - 120$. Machu Picchu zu besichtigen ist gar nicht so leicht. Zuerst braucht man ein Ticket, dann muss man irgendwie dorthin kommen, es gibt aber nur eine Zugverbindung und dafür zahlt man mind. 150$ hin und retour. Das ist uns zu teuer. Jetzt wird noch ein anderer Weg angeboten und diesen haben wir gebucht.
Zuerst mit dem Bus 6h über Santa Maria nach Santa Teresa und von dort Holperpiste zum Hidroelectrico, das ist eine Art Wasserkraftwerk. Von hier kommt man mit dem Zug in 30min oder zu Fuß in 2h nach Aguas Calientes, das ist der Ort von dem man Machu Picchu erreicht. Uns ist das selbst organisieren zu kompliziert, daher die gebuchte Tour.
Abholung um 7:30, Start um 9 Uhr. Dann folgen über 6h Fahrt über einen sehr schönen Pass. Ein mehr oder wenig kurzer Stopp nach 1h ist auch dabei. Der Busfahrer sagt, ein Passagier hat irgendetwas kaputt gemacht, er will 50 Soles. Keiner wars, der Preis geht runter auf 20 Soles. Ein Peruaner, der auch im Bus ist, ruft in der Reiseagentur wo er gebucht hat an. Nach einigem hin und her legt die Dame von der Agentur einfach auf. Das ist Service. Irgendwann fahren wir weiter, aber morgen, bei der Rückfahrt, darf der Beschuldigte nicht mehr mitfahren, wenn er nicht bezahlt.
Der Busfahrer wirds bei der nächsten Gruppe in zwei Tagen wieder versuchen...
Um 17 Uhr schaffen wir es tatsächlich, wir starten die zwei stündige Wanderung, den Bahnschienen entlang. Natürlich wird es dunkel, denn Pausen müssen wir auch einlegen, nicht jeder schafft die 2h Gehen. Um halb acht sind wir da, unser Guide empfängt uns und zeigt uns unser Zimmer. Wir haben schon wirklich schreckliches befürchtet, aber es ist sehr neu und "sauber". Das Bad ist das Beste, das wir bisher hatten. Danach gehts ins Restaurant, dort gibts Abendessen und wir bekommen unsere Eintrittskarten für Machu Picchu und das Zugticket für den nächsten Tag. Wir müssen nicht mehr zu Fuß zurücklaufen. Anschließend gehts gleich ins Bett.
4 Uhr, aufstehen. Kurz ein Brot essen, packen und los gehts. Um fünf sperrt die Brücke auf. Über die muss man und dann folgt ein 400hm Anstieg zum Eingang von Machu Picchu. Jetzt wird mal ein bisschen angedrückt, Pumpe läuft am Limit und nach 45 min sind wir oben, vor den ersten Touribussen, die fahren auch rauf, um 9$ pro Fahrt.
Wir stellen uns an und sind unter den ersten 50 am Eingang. Ich verliere noch kurz meine Brille, fällt mir aber zuerst gar nicht auf, da ich sie vorne ins Leibchen gesteckt habe. Erst als plötzlich einer auftaucht und fragt, ob jemanden diese, verbogene und zerkratzte Brille gehört. Sch... das ist meine. Kann man nix machen (haben wir in Cusco wieder gerade biegen lassen.).
6 Uhr die Pforten öffnen sich, trara! Rush rush.
Ich schaffe es wirklich und mache Fotos von Machu Picchu, ohne Touristen drauf, unglaublich.
So früh aufstehen zahlt sich aus. Wir gehen auch gleich auf Terrassen von wo man einen guten Blick auf die gesamte Anlage, mit Huayna Picchu im Hintergrund, hat. Dort bleiben wir und warten auf den Sonnenaufgang. Unsere 2 stündige Tour, die eigentlich dabei ist, haben wir gleich ausgelassen. In der Horde stehen und dann mit allen mitlaufen interessiert uns nicht. Wir erleben mit wenigen Menschen einen super Sonnenaufgang.
Danach erkunden wir die Anlage. Zuerst wollen wir auf einen Aussichtshügel, gesperrt. Neben dem bekannten Huayna Picchu gibt es noch den Montana, der liegt genau gegenüber. Der Zutritt zum Huayna Picchu ist auf 400 Menschen beschränkt, eine Gruppe um 7 und eine um 10 Uhr. Die Tickets dazu muss man extra kaufen - NUR online möglich - und sind für die nächsten zwei Wochen schon vergriffen. Auf den Montana kann man auch, kostet genau so viel, aber die Tickets muss man auch davor kaufen. Also gibts keinen Aussichtsberg für uns, aber es gibt noch den Inti Puntu, das ist ein Aussichtspunkt, wo man auf dem Inka Trail den letzten "Pass" überschreitet und einen Blick auf Machu Picchu hat. Wir gehen nicht ganz rauf, aber einen super Blick haben wir trotzdem.
Um 9 starten wir zum Rundgang durch die Ruinen, jetzt sind auch schon die Touristenmassen und Tagesgäste hier. Die Ruinen selbst finden wir nicht so interessant. Das meiste ist rekonstruiert und nicht so beeindruckend. Unser Rundgang ist schnell beendet, da jetzt wirklich Horden durch die Anlage ziehen und es auch extrem heiß ist.
Wir machen uns an den Abstieg. Um halb zwölf sind wir wieder unten, essen noch etwas und um 13:30 sitzen wir auch schon im Zug Richtung Hidroelectrico. Jetzt folgen wieder 6h Fahrt mit dem Bus zurück nach Cusco.
Unsere ISIC Studentenausweise haben wir auch brauchen können. Wir haben nämlich wirklich ein Halbpreisticket damit bekommen. In Cusco ist das Alterslimit für die Eintrittstickets 25 Jahre, für Machu Picchu ist das egal, oh Wunder. Daher gehen wir noch zur Agentur und bekommen den halben Eintrittspreis zurück, da wir vorher für Erwachsenentickets bezahlt haben.
Es ist halb zehn, wir gehen zum Hostel wo wir auch unsere Rucksäcke gelassen haben. Zimmer haben wir gestern vor der Abfahrt noch reserviert. Das hilft nur bei unserem Nachtjungen-Vollpfosten nichts, hat er anscheinend vergessen, oder so. Dem Hostelbesitzer ist das auch eher egal, also dürfen wir uns jetzt auf die Herbergssuche machen und das nach 18h auf den Füßen. Nach ein paar Versuchen ist auch das geschafft und nach einer Dusche fallen wir geschafft ins Bett.
Wir waren ja im Vorhinein nicht so begeistert von Machu Picchu, die Touristenmassen haben uns einfach abgeschreckt. Jetzt sind wir doch sehr beeindruckt und begeistert. Das wichtigste ist, früh dort sein, dann hat man auch einen Blick auf die Ruinen, ohne dauernd irgendwelche rot gebrannten Sandalenträger vor der Optik zu haben.
Die Lage ist für uns aber das Beeindruckendste, die Ruinen selbst sind jetzt nicht so extrem die Wucht.
Im Vergleich gewinnt für mich Choquequirao, da man dort fast alleine ist und zwei Tage hin wandern muss. Wenn wir die einzigartigen Lamaterrassen gesehen hätten, die es dort gibt, wäre die Entscheidung wahrscheinlich noch klarer.
Nur der Vergleich macht sie sicher.
Im Cusco Beitrag gibt es übrigends noch ein paar neue Bilder.
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| Peru - Machu Picchu |
Montag, 9. Juli 2012
Choquequirao Trek
Wir haben da von einer Ruine gelesen, die "Schwester von Machu Picchu" - Choquequirao genannt wird. Extrem wenige Besucher, da man 2 ganze Tage Fußmarsch für die Anreise braucht. Das ist genau unser Ding.
Wir fragen mal bei einer Agentur nach dem Trek und es stellt sich heraus, das die Rundwanderung nicht mehr möglich ist, da der Weg von einem Hangrutsch weggerissen wurde. Also gibts nur einen Hin-und Retour-Trek. Wir buchen einen 4 Tagesausflug bei URPIS-Travel. Hört sich gut an. Da machen wir auch gleich eine Anzahlung für den 5 Tages Salkantaytrek nach Machu Picchu.
Am Abend vor dem Start kommt der Guide zu uns. Ob wir nicht einen Tag später starten möchten, sie haben niemanden sonst gefunden und so sind nur wir zwei. Nein wollen wir nicht, sind gerade beim Packen und wollen nicht noch einen Tag in Cusco sitzen. Da meint der Guide das wir da aber dann so ca. 50$ p.P. Trinkgeld zahlen sollen, weil wir nur zu zweit sind und somit nur wir für das Trinkgeld des Kochs, Pferdeführers und natürlich ihm aufkommen. Da hab ich irgendwie schon ein komisches Gefühl gehabt und auch zu Sylvia gesagt ich würde am Liebsten bei der Agentur anrufen und stornieren. Aber wir freuen uns so auf den Trek und auf die wenig bekannte Ruine.
1. Tag:
Auf um 4:50 und so starten wir und haben gleich mal 4h öffentlichen Bus und 20min Rumpelpisten-Taxi vor uns. Um 12 Uhr sind wir dann in Cachora und können starten.
Nach kurzem wird der Weg schön und eine fantastische Aussicht in eine Schlucht mit Fluss tut sich auf. 2h gemütliches gehen und wir kommen am Pass Capuliyoc auf ca. 2900 m an. Jetzt gehts 3h langsam bergab zum Camp Chiquisca auf 1900 m. Dort kommen wir in der Abenddämmerung an und machen auch gleich Bekanntschaft mit den Sandfliegen. Die scheiß Viecher sind so klein wie Mücken und stechen einen und man merkt es aber nicht. Man bekommt einen kleinen Düwi mit einem roten Blutpunkt in der Mitte. Ein einfaches Essen und die nächste Bekanntschaft mit der unguten Seite unseres Guides stehen noch am Programm, als er ein paar andere Reisende anschnautzt und vom Tisch verjagt.
2. Tag:
5:00 auf weil wir eigentlich zw. 6 und halb 7 los wollen. Weg kommen wir erst um 7:15.
Es geht 400hm runter zum Fluss auf 1500m. Dort war bis vor 2 Monaten einen neue Hängebrücke. Ein Erdrutsch hat den Fluss gestaut und die Brücke zerstört. Somit müssen wir mit dem Cabelcar den Fluss überqueren. Das ist ein Stahlkorb an einem Stahlseil der hin und her gezogen wird - geil.
Das ganze dauert natürlich. Auch das Gepäck muss von den Pferden genommen werden und auf der anderen Flussseite auf andere Pferde verladen werden.
Jetzt folgen 1400hm Anstieg zu unserm Camp. Unser Guide ist bergab sehr schnell, nur bergauf da hats was und da wir ihn jetzt schon nicht leiden können geben wir ein bisschen Gas und nach 3,5h sind wir in Maranpata auf 2900m an unserem 2. Camp. Es wird erst 12 Uhr und wir möchten heute noch die 200hm und ca. 1,5h zu den Ruinen gehen. Unser Guide ist irgendwie anderer Meinung. Er meint nur, dann gibts aber kein Mittagessen. Am Grant in Sylvias Stimme merkt er irgendwie unsere Unzufriedenheit und da das Essen schon fertig ist starten wir um 14 Uhr noch zu den Ruinen. Nach 15min sind wir am Eingang und Kontrollhäuschen, bis zu den Ruinen dauert es und der Weg zieht sich noch eine weitere Stunde.
Die Ruinen sind erst zu ca. 30% freigelegt und wir brauchen auch nicht so lange für die Besichtigung der Teile die uns der Guide zeigt. Es gibt einen Hauptplatz, auf einem Hügel ist der Zeremonialplatz und gegenüber noch verschiedenste Gebäude. Auch eine Rinne in der früher Wasser vom Gletscher bis in die Stadt geflossen ist, kann man noch gut erkennen.
Es ist schon 17 Uhr und ein eisiger Wind kommt auf, uns wird kalt. Ein kurzer Ausflug einige Meter nach oben bringt noch einmal Wärme und einen super Blick runter auf die andere Bergseite. Auch eine Zickzack Linie auf der dem Eingang abgewandten Bergseite mit Terrassen tut sich auf.
Es wird uns aber zu kalt und bald finster, so starten wir den 1h Rückweg Richtung Camp.
Was uns der Guide nicht sagt ist, dass auf der Seite wo wir die Zickzacklinie gesehen haben einmalige Terrassen mit 24 verschiedenen Lamas zu finden sind. Die Lamas wurden mit weißem Stein in die Terrassenwand "gebaut". Dafür ist diese Ruine bekannt. Erst Harald, den wir einen Tag später kennen lernen erzählt uns davon. Unser Guide ist wirklich für nix! Dafür ist er extrem unfreundlich.
3. Tag:
6:30 auf. Da morgen gestreikt wird und wir sonst nicht mehr zurück kommen, kann sein, dass wir heute nicht nur zurück zu unserem 1. Camp gehen, sondern gleich ganz zum Startpunkt. Das wird ein harter Tag und so ärgert es, dass wir nicht früh losgehen sondern ewig warten und schon auskühlen und erst um 8:45 starten. Jetzt aber schnell. 1400hm zum Fluss runter in 2h, unser Guide ist bergab viel schneller, rüber mit dem Cablecar und schnell 400hm zum 1. Camp rauf in 45min. Oben warten wir mal auf unseren Guide, der mag bergauf nicht so. Beim Abstieg haben wir den ersten Österreicher getroffen, Harald aus Steyr. Er ist auch auf unserem Campingplatz und macht das Ganze alleine in 3 Tagen. Er will heute die Strecke, die wir gemacht haben und gleich wieder retour machen. Dass das 2500hm rauf und auch dasselbe wieder runter bedeutet hat er sich wahrscheinlich nicht genau überlegt :-)
Es ist 12 Uhr, könnte sich also bis zur Abenddämmerung noch ausgehen bis in den Ort. Aber nein, unser Guide entscheidet wir bleiben doch hier. Wir haben nur ein Pferd und das schafft das nicht. Ok, was solls, es gibt wenigstens Bier und so können wir den Ärger über unseren Guide runter spühlen.
Somit biegen wir den Nachmittag rum und sind beide ziemlich deprimiert. Um neun machen wir uns schlafbereit, morgen solls wirklich bald losgehen, damit wir bis Mittag am Zielort sind, also Frühstück um 5 Uhr. Harald ist immer noch nicht zurück, ich mach mir schön langsam Sorgen. Es ist schon seit 2h dunkel und plötzlich hören wir ihn, sein Zelt steht neben unserem. Er war 13h unterwegs und ist völlig fertig. Hat das Ganze doch unterschätzt. Zum Essen hat er auch seit zwei Tagen nichts bekommen, da sie hier nicht, so wir vorher behauptet, Essen verkaufen. Wir geben ihm unser Elektrolytgetränk, dafür erzählt er uns von den einzigartigen Lamas in den Terrassen. #!*#Guide du A...!#!*#
4. Tag:
4:50 auf, Harald wecken, er muss heute auch nach Cusco. Diesesmal kommen wir wirklich halbwegs pünktlich weg. Harald ist heute nicht so schnell und so kann unser Guide auch mal mithalten :-)
Zuerst gehts in 3h 1000hm zum Pass und dann noch ca. 2h zurück nach Cachora.
Wir schaffen es alle drei und sind froh. Ich glaub besonders Harald ;-)
Nach einem Essen und einem elektrolythaltigen Hopfensaft folgt eine Taxifahrt zur Hauptstraße. Dort steigen wir in den öffentlichen Bus. Eine Schulklasse ist auch dabei und die untermalt die 4h Fahrt nach Cusco mit musikalischen Einlagen. Unser Guide steigt irgendwo auf der Strecke aus, ohne sich zu verabschieden.
In Cusco gehen wir gleich zur Agentur. Wir wollen den gebuchten Salkantay-Trek nach Machu Picchu nicht mehr machen, uns reichts. Außerdem wollen wir erklären was alles nicht gepasst hat und das ist eine wirklich lange Liste.
In der Agentur ist nur der Chef, der spricht kein Englisch und ein Mitarbeiter der mit uns Alles ausgemacht hat ist leider nicht da. Aber unser super Guide ist nach einem kurzen Anruf schon da. Keine Ahnung warum wir mit dem stinkenden, langsamen Bus heimfahren müssen und dann auch noch am Busbahnhof selbst das Taxi zahlen mussten, während unser Guide anscheinend eine schnellere Mitfahrgelegenheit hatte.
Wir sollen morgen wiederkommen, dann können wir mit dem anderen Mitarbeiter reden.
Also sind wir nächsten Tag nochmal hin. Der Mitarbeiter war wieder nicht da, aber der Chef hat uns ohne Probleme die Anzahlung zurückgegeben und später können wir kommen, dann ist der Kollege auch da. Wir wollen nämlich klären was uns nicht gepasst hat.
Also wir am Abend wieder zur Agentur gehen ist sie nicht mehr da! In dem Buchladen wo sie eingenistet war wird gerade der freie gewordene Platz geputzt und so wirklich sagen will uns auch keiner was. Nur der Junge der putzt läuft mit uns raus und zeigt uns wo die Agentur jetzt anscheinend ist. Dort ist unser Ansprechpartner wieder nicht. Wir lassen es gut sein. Der Ärger ist schon fast verflogen, unser angezahltes Geld haben wir wieder.
1. Tag: 5:40h 340hm auf, 1300hm ab
2. Tag: 11:00h 1940hm auf, 920hm ab
3. Tag: 3:15h 390hm auf, 1350hm ab
4. Tag: 6h 1290hm auf, 280hm ab
Jetzt aber die schönen Bilder.
Wir fragen mal bei einer Agentur nach dem Trek und es stellt sich heraus, das die Rundwanderung nicht mehr möglich ist, da der Weg von einem Hangrutsch weggerissen wurde. Also gibts nur einen Hin-und Retour-Trek. Wir buchen einen 4 Tagesausflug bei URPIS-Travel. Hört sich gut an. Da machen wir auch gleich eine Anzahlung für den 5 Tages Salkantaytrek nach Machu Picchu.
Am Abend vor dem Start kommt der Guide zu uns. Ob wir nicht einen Tag später starten möchten, sie haben niemanden sonst gefunden und so sind nur wir zwei. Nein wollen wir nicht, sind gerade beim Packen und wollen nicht noch einen Tag in Cusco sitzen. Da meint der Guide das wir da aber dann so ca. 50$ p.P. Trinkgeld zahlen sollen, weil wir nur zu zweit sind und somit nur wir für das Trinkgeld des Kochs, Pferdeführers und natürlich ihm aufkommen. Da hab ich irgendwie schon ein komisches Gefühl gehabt und auch zu Sylvia gesagt ich würde am Liebsten bei der Agentur anrufen und stornieren. Aber wir freuen uns so auf den Trek und auf die wenig bekannte Ruine.
1. Tag:
Auf um 4:50 und so starten wir und haben gleich mal 4h öffentlichen Bus und 20min Rumpelpisten-Taxi vor uns. Um 12 Uhr sind wir dann in Cachora und können starten.
Nach kurzem wird der Weg schön und eine fantastische Aussicht in eine Schlucht mit Fluss tut sich auf. 2h gemütliches gehen und wir kommen am Pass Capuliyoc auf ca. 2900 m an. Jetzt gehts 3h langsam bergab zum Camp Chiquisca auf 1900 m. Dort kommen wir in der Abenddämmerung an und machen auch gleich Bekanntschaft mit den Sandfliegen. Die scheiß Viecher sind so klein wie Mücken und stechen einen und man merkt es aber nicht. Man bekommt einen kleinen Düwi mit einem roten Blutpunkt in der Mitte. Ein einfaches Essen und die nächste Bekanntschaft mit der unguten Seite unseres Guides stehen noch am Programm, als er ein paar andere Reisende anschnautzt und vom Tisch verjagt.
2. Tag:
5:00 auf weil wir eigentlich zw. 6 und halb 7 los wollen. Weg kommen wir erst um 7:15.
Es geht 400hm runter zum Fluss auf 1500m. Dort war bis vor 2 Monaten einen neue Hängebrücke. Ein Erdrutsch hat den Fluss gestaut und die Brücke zerstört. Somit müssen wir mit dem Cabelcar den Fluss überqueren. Das ist ein Stahlkorb an einem Stahlseil der hin und her gezogen wird - geil.
Das ganze dauert natürlich. Auch das Gepäck muss von den Pferden genommen werden und auf der anderen Flussseite auf andere Pferde verladen werden.
Jetzt folgen 1400hm Anstieg zu unserm Camp. Unser Guide ist bergab sehr schnell, nur bergauf da hats was und da wir ihn jetzt schon nicht leiden können geben wir ein bisschen Gas und nach 3,5h sind wir in Maranpata auf 2900m an unserem 2. Camp. Es wird erst 12 Uhr und wir möchten heute noch die 200hm und ca. 1,5h zu den Ruinen gehen. Unser Guide ist irgendwie anderer Meinung. Er meint nur, dann gibts aber kein Mittagessen. Am Grant in Sylvias Stimme merkt er irgendwie unsere Unzufriedenheit und da das Essen schon fertig ist starten wir um 14 Uhr noch zu den Ruinen. Nach 15min sind wir am Eingang und Kontrollhäuschen, bis zu den Ruinen dauert es und der Weg zieht sich noch eine weitere Stunde.
Die Ruinen sind erst zu ca. 30% freigelegt und wir brauchen auch nicht so lange für die Besichtigung der Teile die uns der Guide zeigt. Es gibt einen Hauptplatz, auf einem Hügel ist der Zeremonialplatz und gegenüber noch verschiedenste Gebäude. Auch eine Rinne in der früher Wasser vom Gletscher bis in die Stadt geflossen ist, kann man noch gut erkennen.
Es ist schon 17 Uhr und ein eisiger Wind kommt auf, uns wird kalt. Ein kurzer Ausflug einige Meter nach oben bringt noch einmal Wärme und einen super Blick runter auf die andere Bergseite. Auch eine Zickzack Linie auf der dem Eingang abgewandten Bergseite mit Terrassen tut sich auf.
Es wird uns aber zu kalt und bald finster, so starten wir den 1h Rückweg Richtung Camp.
Was uns der Guide nicht sagt ist, dass auf der Seite wo wir die Zickzacklinie gesehen haben einmalige Terrassen mit 24 verschiedenen Lamas zu finden sind. Die Lamas wurden mit weißem Stein in die Terrassenwand "gebaut". Dafür ist diese Ruine bekannt. Erst Harald, den wir einen Tag später kennen lernen erzählt uns davon. Unser Guide ist wirklich für nix! Dafür ist er extrem unfreundlich.
3. Tag:
6:30 auf. Da morgen gestreikt wird und wir sonst nicht mehr zurück kommen, kann sein, dass wir heute nicht nur zurück zu unserem 1. Camp gehen, sondern gleich ganz zum Startpunkt. Das wird ein harter Tag und so ärgert es, dass wir nicht früh losgehen sondern ewig warten und schon auskühlen und erst um 8:45 starten. Jetzt aber schnell. 1400hm zum Fluss runter in 2h, unser Guide ist bergab viel schneller, rüber mit dem Cablecar und schnell 400hm zum 1. Camp rauf in 45min. Oben warten wir mal auf unseren Guide, der mag bergauf nicht so. Beim Abstieg haben wir den ersten Österreicher getroffen, Harald aus Steyr. Er ist auch auf unserem Campingplatz und macht das Ganze alleine in 3 Tagen. Er will heute die Strecke, die wir gemacht haben und gleich wieder retour machen. Dass das 2500hm rauf und auch dasselbe wieder runter bedeutet hat er sich wahrscheinlich nicht genau überlegt :-)
Es ist 12 Uhr, könnte sich also bis zur Abenddämmerung noch ausgehen bis in den Ort. Aber nein, unser Guide entscheidet wir bleiben doch hier. Wir haben nur ein Pferd und das schafft das nicht. Ok, was solls, es gibt wenigstens Bier und so können wir den Ärger über unseren Guide runter spühlen.
Somit biegen wir den Nachmittag rum und sind beide ziemlich deprimiert. Um neun machen wir uns schlafbereit, morgen solls wirklich bald losgehen, damit wir bis Mittag am Zielort sind, also Frühstück um 5 Uhr. Harald ist immer noch nicht zurück, ich mach mir schön langsam Sorgen. Es ist schon seit 2h dunkel und plötzlich hören wir ihn, sein Zelt steht neben unserem. Er war 13h unterwegs und ist völlig fertig. Hat das Ganze doch unterschätzt. Zum Essen hat er auch seit zwei Tagen nichts bekommen, da sie hier nicht, so wir vorher behauptet, Essen verkaufen. Wir geben ihm unser Elektrolytgetränk, dafür erzählt er uns von den einzigartigen Lamas in den Terrassen. #!*#Guide du A...!#!*#
4. Tag:
4:50 auf, Harald wecken, er muss heute auch nach Cusco. Diesesmal kommen wir wirklich halbwegs pünktlich weg. Harald ist heute nicht so schnell und so kann unser Guide auch mal mithalten :-)
Zuerst gehts in 3h 1000hm zum Pass und dann noch ca. 2h zurück nach Cachora.
Wir schaffen es alle drei und sind froh. Ich glaub besonders Harald ;-)
Nach einem Essen und einem elektrolythaltigen Hopfensaft folgt eine Taxifahrt zur Hauptstraße. Dort steigen wir in den öffentlichen Bus. Eine Schulklasse ist auch dabei und die untermalt die 4h Fahrt nach Cusco mit musikalischen Einlagen. Unser Guide steigt irgendwo auf der Strecke aus, ohne sich zu verabschieden.
In Cusco gehen wir gleich zur Agentur. Wir wollen den gebuchten Salkantay-Trek nach Machu Picchu nicht mehr machen, uns reichts. Außerdem wollen wir erklären was alles nicht gepasst hat und das ist eine wirklich lange Liste.
In der Agentur ist nur der Chef, der spricht kein Englisch und ein Mitarbeiter der mit uns Alles ausgemacht hat ist leider nicht da. Aber unser super Guide ist nach einem kurzen Anruf schon da. Keine Ahnung warum wir mit dem stinkenden, langsamen Bus heimfahren müssen und dann auch noch am Busbahnhof selbst das Taxi zahlen mussten, während unser Guide anscheinend eine schnellere Mitfahrgelegenheit hatte.
Wir sollen morgen wiederkommen, dann können wir mit dem anderen Mitarbeiter reden.
Also sind wir nächsten Tag nochmal hin. Der Mitarbeiter war wieder nicht da, aber der Chef hat uns ohne Probleme die Anzahlung zurückgegeben und später können wir kommen, dann ist der Kollege auch da. Wir wollen nämlich klären was uns nicht gepasst hat.
Also wir am Abend wieder zur Agentur gehen ist sie nicht mehr da! In dem Buchladen wo sie eingenistet war wird gerade der freie gewordene Platz geputzt und so wirklich sagen will uns auch keiner was. Nur der Junge der putzt läuft mit uns raus und zeigt uns wo die Agentur jetzt anscheinend ist. Dort ist unser Ansprechpartner wieder nicht. Wir lassen es gut sein. Der Ärger ist schon fast verflogen, unser angezahltes Geld haben wir wieder.
1. Tag: 5:40h 340hm auf, 1300hm ab
2. Tag: 11:00h 1940hm auf, 920hm ab
3. Tag: 3:15h 390hm auf, 1350hm ab
4. Tag: 6h 1290hm auf, 280hm ab
Jetzt aber die schönen Bilder.
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| Peru - Choquequirao Trek |
Labels:
Peru,
Sightseeing,
Trekking
Standort:
Sendero a Choquequirao, Peru
Sonntag, 8. Juli 2012
Cusco ist eine Hure
Wir haben zwei Nachtbusfahrten hinter uns. Von Huaraz in 8 h nach Lima und dort gestartet um 14 Uhr in 20 h nach Cusco.
Jetzt sind wir da, wo jeder, ja wirklich jeder, Südamerika-Reisende, oder zumindest Peru-Reisende hinfährt. Wir sind in Cusco, Zentrum der Inkas und Ausgangspunkt für einen Besuch von Machu Picchu. Man merkt es. Sonnenverbrannte Sandalentouristen drängen sich im MCDonalds, Pensionisten schwenken zittrig ihre extra gekaufte schwere Spiegelreflex auf der Suche nach dem perfekten Motiv, Backpacker in zerschlissenen Kleidern sind auf der Suche nach leistbarem Essen und wir zwei, Menschenmassen liebende, mittendrinnen. Das kann heiter werden.
Die Preise sind mal grundsätzlich doppelt so hoch wie sonst, sogar MCDonalds ist teurer als in Lima. Dafür aber immer eine gute Adresse wenn man mal aufs Klo muss, sauber und mit Klopapier, eine Ausnahme.
Am Busbahnhof wirbt uns gleich ein Hostelbesitzer und zahlt das Taxi. Das Hostel schaut ok aus, zuerst. In der Nacht hat es 5° im Zimmer, die Klospülung geht nicht und ab 21 Uhr gibts kein Wasser mehr. Der Junge der die Nacht über da ist und manchmal auch tagsüber ist ein Vollpfosten, aber sonst ok.
Hier sieht man was der Tourismus aus einem Ort, Gegend machen kann. Frauen in Tracht laufen mit Lamas durch die Stadt und posieren für Fotos, gegen Bezahlung natürlich. Touranbieter schieben dir im Gehen die Angebote vorne und hinten rein, das sonst nur in Thailand in der Koah San Road gehörte "Massaaage Mister" ist hier auch schon salonfähig. Man wird eigentlich nur beschissen und ist eine "Walking Wallet" - eine gehende Brieftasche. Und zwischendrinnen Horden von Tschentschalwerk-Verkäufern (super tolle einmalige Gemälde, Arm/Halsbänder, Hauben, ...) die den tausenden Touristen ihr Glumpat andrehen wollen. Mir kommt der Erstkommunionskakao hoch.
Hilft nix, wir sind hier, wir sind Freier, wir zahlen, wir wollen was sehen. Also machen wir einen Trek, dazu gibts einen extra Beitrag.
Am Trek lernen wir Harald aus Steyr kennen, den ersten Österreicher. Zusammen besuchen wir in der Umgebung von Cusco einige Ruinen.
Zuerst schleichen wir uns in eine Kirche, will man eine Kirche ansehen, muss man bis zu 7€ zahlen. Die Kirche hat extrem viele Spiegel im Inneren. Damit wollte die kath. Kirche die Indianer in die Kirche locken. Schaut auf jeden Fall gut aus. Mir entlocken sie damit keinen Wiedereintritt. Danach gehts zum "12-Eckigen Stein". Nach mehrmaligem Nachfragen finden wir ihn endlich, sind schon oft daran vorbei gelaufen. Ist einfach ein großer Stein, der irgendwie 12 Ecken hat und fugenlos in die Hauswand mit anderen Steinen eingepasst wurde. Muss man gesehen haben :-)
Danach wollen wirs wirklich wissen, wir fahren mit dem Taxi 12 km und kaufen um ca. 22€ ein Tagesticket um einige Ruinen zu besichtigen. Tambomachay, Pukapukara, K'usilluchayoq, Q'enqo und Saqsaywaman. Alles schön und gut, aber bis auf den K'usilluchayoq (Tempel del Luna, Tempel del Sol) nicht so besonders. Wobei der Saqsaywaman, liegt direkt am Hügel über der Stadt, schon beeindruckt, da riesige Steine in die Festungsmauer eingepasst sind. Dafür wird das Gelände von Menschenmassen geflutet.
Am Abend gibts gemeinsam mit Harald noch ein Abschiedsessen, er fliegt morgen Heim. Alpakasteak kann ich nur empfehlen!
Wir wollen heute noch eine 2-Tagestour zum Machu Picchu buchen und dann so schnell wie möglich weg von hier. So unwohl haben wir uns in Peru noch nirgends gefühlt. Das ich jeden der mich schief anschaut und verarschen will am Liebsten gleich eine anschiebe weiß ich, aber das Sylvia auch schon so reagiert heißt viel. Das ist kein Ort für uns. Machu Picchu ist auch schon eher eine Pflicht als eine Freude, wir werden sehen.
Jetzt sind wir da, wo jeder, ja wirklich jeder, Südamerika-Reisende, oder zumindest Peru-Reisende hinfährt. Wir sind in Cusco, Zentrum der Inkas und Ausgangspunkt für einen Besuch von Machu Picchu. Man merkt es. Sonnenverbrannte Sandalentouristen drängen sich im MCDonalds, Pensionisten schwenken zittrig ihre extra gekaufte schwere Spiegelreflex auf der Suche nach dem perfekten Motiv, Backpacker in zerschlissenen Kleidern sind auf der Suche nach leistbarem Essen und wir zwei, Menschenmassen liebende, mittendrinnen. Das kann heiter werden.
Die Preise sind mal grundsätzlich doppelt so hoch wie sonst, sogar MCDonalds ist teurer als in Lima. Dafür aber immer eine gute Adresse wenn man mal aufs Klo muss, sauber und mit Klopapier, eine Ausnahme.
Am Busbahnhof wirbt uns gleich ein Hostelbesitzer und zahlt das Taxi. Das Hostel schaut ok aus, zuerst. In der Nacht hat es 5° im Zimmer, die Klospülung geht nicht und ab 21 Uhr gibts kein Wasser mehr. Der Junge der die Nacht über da ist und manchmal auch tagsüber ist ein Vollpfosten, aber sonst ok.
Hier sieht man was der Tourismus aus einem Ort, Gegend machen kann. Frauen in Tracht laufen mit Lamas durch die Stadt und posieren für Fotos, gegen Bezahlung natürlich. Touranbieter schieben dir im Gehen die Angebote vorne und hinten rein, das sonst nur in Thailand in der Koah San Road gehörte "Massaaage Mister" ist hier auch schon salonfähig. Man wird eigentlich nur beschissen und ist eine "Walking Wallet" - eine gehende Brieftasche. Und zwischendrinnen Horden von Tschentschalwerk-Verkäufern (super tolle einmalige Gemälde, Arm/Halsbänder, Hauben, ...) die den tausenden Touristen ihr Glumpat andrehen wollen. Mir kommt der Erstkommunionskakao hoch.
Hilft nix, wir sind hier, wir sind Freier, wir zahlen, wir wollen was sehen. Also machen wir einen Trek, dazu gibts einen extra Beitrag.
Am Trek lernen wir Harald aus Steyr kennen, den ersten Österreicher. Zusammen besuchen wir in der Umgebung von Cusco einige Ruinen.
Zuerst schleichen wir uns in eine Kirche, will man eine Kirche ansehen, muss man bis zu 7€ zahlen. Die Kirche hat extrem viele Spiegel im Inneren. Damit wollte die kath. Kirche die Indianer in die Kirche locken. Schaut auf jeden Fall gut aus. Mir entlocken sie damit keinen Wiedereintritt. Danach gehts zum "12-Eckigen Stein". Nach mehrmaligem Nachfragen finden wir ihn endlich, sind schon oft daran vorbei gelaufen. Ist einfach ein großer Stein, der irgendwie 12 Ecken hat und fugenlos in die Hauswand mit anderen Steinen eingepasst wurde. Muss man gesehen haben :-)
Danach wollen wirs wirklich wissen, wir fahren mit dem Taxi 12 km und kaufen um ca. 22€ ein Tagesticket um einige Ruinen zu besichtigen. Tambomachay, Pukapukara, K'usilluchayoq, Q'enqo und Saqsaywaman. Alles schön und gut, aber bis auf den K'usilluchayoq (Tempel del Luna, Tempel del Sol) nicht so besonders. Wobei der Saqsaywaman, liegt direkt am Hügel über der Stadt, schon beeindruckt, da riesige Steine in die Festungsmauer eingepasst sind. Dafür wird das Gelände von Menschenmassen geflutet.
Am Abend gibts gemeinsam mit Harald noch ein Abschiedsessen, er fliegt morgen Heim. Alpakasteak kann ich nur empfehlen!
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| Peru - Cusco |
Wir wollen heute noch eine 2-Tagestour zum Machu Picchu buchen und dann so schnell wie möglich weg von hier. So unwohl haben wir uns in Peru noch nirgends gefühlt. Das ich jeden der mich schief anschaut und verarschen will am Liebsten gleich eine anschiebe weiß ich, aber das Sylvia auch schon so reagiert heißt viel. Das ist kein Ort für uns. Machu Picchu ist auch schon eher eine Pflicht als eine Freude, wir werden sehen.
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Geocachen,
Peru,
Reisen,
Sightseeing
Standort:
Cusco, Peru
Freitag, 29. Juni 2012
Aus alt mach jung - Das Bartprojekt
Einigen wird schon aufgefallen sein, mein Gesicht schaut irgendwie anders aus. Das war Teil meines RTW-Bartprojektes. Nun, nach sechs Wochen, wurde es für das Erste beendet, sehr erfolgreich wie ich sagen muss. Die Resonanz danach ist durchaus positiv.
Aber seht selbst.
Aber seht selbst.
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| Bartprojekt 6 Wochen |
Donnerstag, 28. Juni 2012
Santa Cruz Trek
Wir haben wieder mal keine Kosten, dafür Mühen gescheut, um euch lieben Lesern etwas aus der großen, weiten Welt zu berichten.
Nach unserer ersten Solo-Trekking-Erfahrung wollen wir's diesesmal etwas einfacher haben, wir buchen die Tour bei Galaxia-Adventures.
Unser Ziel ist der Santa Cruz Trek, anscheinend der "schönste" Trek hier und auch einer der meist begangensten. Das Ganze kostet 120$ p.P. Inkludiert ist Essen, Ausrüstung (nur unsere Schlafsäcke und unsere guten Unterlagsmatten nehmen wir selbst mit), Transport und ein paar Esel, die müssen die ganze Last tragen, sind ja nicht umsonst Lastesel. Wir haben nur unsere Tagesrucksäcke mit Regenkleidung, Trinken, Jause für den Tag und ich noch die Fototasche. Unsere Rucksäcke sind wiedermal mit Abstand die schwersten in der Gruppe, dafür kanns auch mal ordentlich regnen und Fotos für unsere Leser liefern wir auch schöne.
Der Trek dauert vier Tage. Am 1. werden wir um 6 Uhr abgeholt und fahren ca. 1h zum Frühstücken und danach ca. 2h bis nach Cashapampa. Dort startet der Trek auf einer Höhe von 2910m. Um 11h geht's los. Wir wandern in eine Schlucht und machen auch gleich einige Höhenmeter. Nach 3h weitet sich die Schlucht und wir kommen nach ca. einer weiteren Stunde an unserem ersten Übernachtungsplatz "Ichic Cocha" auf 3750m nach ca 12km an. Das Küchenzelt und die kleineren Schlafzelte werden aufgebaut. Wir haben einen Donkey-Driver und einen Guide der eigentlich Koch und Opernsänger ist. Somit wird auf das Essenszelt verzichtet und wir sitzen alle im warmen Küchenzelt und helfen beim Kochen. Es ist wirklich unglaublich was auf zwei einfachen Gasbrennern für ein fabelhaftes Menü entstehen kann. Da unser Guide so gerne singt müssen die Teilnehmer aus ihrem Land ein Liedchen singen. Wir sind ein Deutscher, 2 Franzosen, 1 Ami, 1 Russin und wir 2. Eine lustige und vor allem sehr flotte Gruppe.
Nachdem die Sonne untergegangen ist, wird es ganz schön kalt draußen und so bleiben wir bis etwa 20 Uhr im Küchenzelt. Danach wird noch schnell im Bach Zähne geputzt und ab in die Schlafsäcke.
2. Tag:
Um 6 Uhr auf und wieder lockt der kalte Bach, da wird man schön munter. Zelt abbauen und danach gibt's Frühstück im Küchenzelt. Um 8 Uhr starten wir. So richtig schön schaut das Wetter leider nicht aus. Wir gehen das Tal weiter hinein und kommen nach einem See zu einer riesigen Fläche die mit bereits trockenem Schlamm gefüllt ist. Im Februar dieses Jahres ist ein riesiger Erdrutsch abgegangen und hat ein Becken gefüllt. Ein weiterer See ist ausgetrocknet und einige Häuser wurden zerstört. Im laufe des Tages werden wir die Ausmaße erst richtig sehen.
Leider hat es zu regnen begonnen und wir sind froh um unsere mitgeschleppten Regensachen. Wir queren das Schlammfeld und machen uns auf den Weg zum Alpamayo-Basecamp auf 4330m. Leider ist die Sicht schlecht und alle Gipfel über 5000m sind in Wolken verborgen. Der Alpamayo wurde zum schönsten Berg der Welt gewählt. Eigentlich war ihn zu sehen einer der Hauptgründe für diesen Trek. Aber egal, der Weg und die Landschaft sind auch ohne Sicht auf die uns umgebenden 5000er und 6000er schön. Somit gehen wir wieder ein Stück zurück und nach einer weiteren Stunde haben wir unseren zweiten Zeltplatz "Taullipampa" auf 4250m, nach insgesamt 6,5h 19km und 600hm erreicht.
Es gibt einen super Nachmittagssnack und wir haben noch etwas Zeit um herum zu wandern. Leider ist der Himmel immer noch mit vielen Wolken bedeckt. Nach einem super Abendessen geht's wieder zeitig ins Bett.
3. Tag:
Am Abend waren noch Sterne zu sehen und so hofften wir auf einen klaren Morgen, aber leider, es hat wieder zugezogen. Nur einen kurzen Moment können wir den "Nevada Artesonraju" auch bekannt als der Berg des Paramount-Logos sehen.
Über Nacht hat der Donkey-Driver seine Eseln und das Pferd verloren. Ja so etwas gibt's. Die drei Eseln kann er wieder finden, dem Donkey-Driver von einer anderen Trekkinggruppe geht's schlechter, der findet gar keinen mehr. Die Tiere werden nämlich nicht angebunden, weil sie frei sein müssen, damit sie die ganze Nacht herumlaufen und fressen können. Als wir zusammen packen kommt ein anderer Donkey-Driver vorbei, er ist auf dem Rückweg, hat die Tour in die andere Richtung gemacht und hilft uns mit Eseln aus. Kommentar unseres Guides warum jetzt ein neuer mit Eseln kommt. "Our Donkey-Driver is lazy, so we need a smarter one!"
Somit können wir um 8 Uhr starten. Unser Zwischenziel heute ist der Pass "Punta Unión" mit einer Höhe von 4750m. Die Sicht ist nicht so gut, zumindest bleiben die 5- und 6-Tausender Gipfel in den Wolken verborgen, die Landschaft ist trotzdem wunderschön. Auf dem Weg zum Pass finden wir ein Pferd. Es hat sich mit dem Seil zwischen den Steinen verfangen und konnte so nicht mehr weiter. Ist übrigens das Pferd das wir über Nacht verloren haben. Die Tiere laufen nämlich, wenn sie verschwinden einfach den Weg wieder Heim zu ihrem Stall.
Nach 2h haben wir die 500hm geschafft und sind am Pass. So hoch waren wir noch nie und so haben wir fast die Höhe des höchsten Berges der Alpen, den Mont Blanc mit 4810m. Jetzt haben wir über 1000hm Abstieg vor uns.
Die Sicht ist nicht besser geworden, der Weg trotzdem schön. Da im Nachbardorf unseres Zielortes des Trek's heute ein Fest ist, machen wir aus zwei Etappen eine und lassen somit den Campingplatz "Huaripampa" aus und gehen gleich nach Vaqueria 3730hm. Normal wäre die letzte Etappe am 4. Tag nur mehr ca. 2h. Der Weg führt noch einmal durch wunderschöne Täler bevor wir den Nationalpark verlassen. Zum Schluss kommt noch ein steiler Anstieg und nach 9h, 22km, 800hm Aufstieg und 1280hm Abstieg kommen wir ziemlich fertig in Vaqueria an.
Dort gibt's eine kalte Dusche und viel Bier. Nach einem stärkenden Abendessen gibt's noch mehr Bier und Pisco-Tee. (Anm. von Sylvia nicht in rauhen Mengen genießen). Das Fest ist 30min zu Fuß den Berg runter. Da niemand so wirklich motiviert ist versuchen wir ein Taxi zu finden. Das dauert über eine Stunde und so beschließen wir hier zu bleiben und ein Lagerfeuer zu machen. Das Holz kaufen wir bei der Familie wo wir heute alle am Boden schlafen.
Wie schon erwähnt ist Pisco-Tee nicht zu empfehlen und so muss Sylvia sehr bald ins Bett ;-)
4. Tag:
Da wir gestern schon bis zum Zielort gegangen sind, können wir heute ausschlafen. Auch Sylvia ist wieder fit und kann so ihren Geburtstag genießen.
Wir frühstücken und um 13 Uhr starten wir unsere 5 stündige Rückfahrt nach Huaraz.
Wir fahren über den 4800m hohen Pass "Portachuela de Llanganuco", eine wahnsinns Straße hinauf. Oben angekommen bleiben wir stehen um Fotos zu machen und sehen, die Straße wird erst richtig arg. Die Sicht ist auch heute schlecht, sonst könnten wir Peru's höchsten sehen, "Huascaran" mit 6655hm und noch einige andere schöne Berge. Wir haben aber dennoch einen schönen Blick ins Tal auf zwei Lagunen.
Um ca. 18 Uhr kommen wir nach Huaraz und haben noch einen stimmungsvollen Sonnenuntergang.
Der Trek soll wirklich einer der schönsten der Welt sein. Mit Blick auf eine wahnsinns Bergkullisse. Wir haben von den schönen Bergen leider nicht so viel gesehen. Fotografiert hab ich trotzdem wie ein böser, schlepp ja die fast 3kg nicht um sonst mit :-)
Wer außer unseren Fotos auch Berge sehen möchte soll einfach nach "Santa Cruz Trek Peru" suchen, die Bilder sagen alles.
Nach unserer ersten Solo-Trekking-Erfahrung wollen wir's diesesmal etwas einfacher haben, wir buchen die Tour bei Galaxia-Adventures.
Unser Ziel ist der Santa Cruz Trek, anscheinend der "schönste" Trek hier und auch einer der meist begangensten. Das Ganze kostet 120$ p.P. Inkludiert ist Essen, Ausrüstung (nur unsere Schlafsäcke und unsere guten Unterlagsmatten nehmen wir selbst mit), Transport und ein paar Esel, die müssen die ganze Last tragen, sind ja nicht umsonst Lastesel. Wir haben nur unsere Tagesrucksäcke mit Regenkleidung, Trinken, Jause für den Tag und ich noch die Fototasche. Unsere Rucksäcke sind wiedermal mit Abstand die schwersten in der Gruppe, dafür kanns auch mal ordentlich regnen und Fotos für unsere Leser liefern wir auch schöne.
Der Trek dauert vier Tage. Am 1. werden wir um 6 Uhr abgeholt und fahren ca. 1h zum Frühstücken und danach ca. 2h bis nach Cashapampa. Dort startet der Trek auf einer Höhe von 2910m. Um 11h geht's los. Wir wandern in eine Schlucht und machen auch gleich einige Höhenmeter. Nach 3h weitet sich die Schlucht und wir kommen nach ca. einer weiteren Stunde an unserem ersten Übernachtungsplatz "Ichic Cocha" auf 3750m nach ca 12km an. Das Küchenzelt und die kleineren Schlafzelte werden aufgebaut. Wir haben einen Donkey-Driver und einen Guide der eigentlich Koch und Opernsänger ist. Somit wird auf das Essenszelt verzichtet und wir sitzen alle im warmen Küchenzelt und helfen beim Kochen. Es ist wirklich unglaublich was auf zwei einfachen Gasbrennern für ein fabelhaftes Menü entstehen kann. Da unser Guide so gerne singt müssen die Teilnehmer aus ihrem Land ein Liedchen singen. Wir sind ein Deutscher, 2 Franzosen, 1 Ami, 1 Russin und wir 2. Eine lustige und vor allem sehr flotte Gruppe.
Nachdem die Sonne untergegangen ist, wird es ganz schön kalt draußen und so bleiben wir bis etwa 20 Uhr im Küchenzelt. Danach wird noch schnell im Bach Zähne geputzt und ab in die Schlafsäcke.
2. Tag:
Um 6 Uhr auf und wieder lockt der kalte Bach, da wird man schön munter. Zelt abbauen und danach gibt's Frühstück im Küchenzelt. Um 8 Uhr starten wir. So richtig schön schaut das Wetter leider nicht aus. Wir gehen das Tal weiter hinein und kommen nach einem See zu einer riesigen Fläche die mit bereits trockenem Schlamm gefüllt ist. Im Februar dieses Jahres ist ein riesiger Erdrutsch abgegangen und hat ein Becken gefüllt. Ein weiterer See ist ausgetrocknet und einige Häuser wurden zerstört. Im laufe des Tages werden wir die Ausmaße erst richtig sehen.
Leider hat es zu regnen begonnen und wir sind froh um unsere mitgeschleppten Regensachen. Wir queren das Schlammfeld und machen uns auf den Weg zum Alpamayo-Basecamp auf 4330m. Leider ist die Sicht schlecht und alle Gipfel über 5000m sind in Wolken verborgen. Der Alpamayo wurde zum schönsten Berg der Welt gewählt. Eigentlich war ihn zu sehen einer der Hauptgründe für diesen Trek. Aber egal, der Weg und die Landschaft sind auch ohne Sicht auf die uns umgebenden 5000er und 6000er schön. Somit gehen wir wieder ein Stück zurück und nach einer weiteren Stunde haben wir unseren zweiten Zeltplatz "Taullipampa" auf 4250m, nach insgesamt 6,5h 19km und 600hm erreicht.
Es gibt einen super Nachmittagssnack und wir haben noch etwas Zeit um herum zu wandern. Leider ist der Himmel immer noch mit vielen Wolken bedeckt. Nach einem super Abendessen geht's wieder zeitig ins Bett.
3. Tag:
Am Abend waren noch Sterne zu sehen und so hofften wir auf einen klaren Morgen, aber leider, es hat wieder zugezogen. Nur einen kurzen Moment können wir den "Nevada Artesonraju" auch bekannt als der Berg des Paramount-Logos sehen.
Über Nacht hat der Donkey-Driver seine Eseln und das Pferd verloren. Ja so etwas gibt's. Die drei Eseln kann er wieder finden, dem Donkey-Driver von einer anderen Trekkinggruppe geht's schlechter, der findet gar keinen mehr. Die Tiere werden nämlich nicht angebunden, weil sie frei sein müssen, damit sie die ganze Nacht herumlaufen und fressen können. Als wir zusammen packen kommt ein anderer Donkey-Driver vorbei, er ist auf dem Rückweg, hat die Tour in die andere Richtung gemacht und hilft uns mit Eseln aus. Kommentar unseres Guides warum jetzt ein neuer mit Eseln kommt. "Our Donkey-Driver is lazy, so we need a smarter one!"
Somit können wir um 8 Uhr starten. Unser Zwischenziel heute ist der Pass "Punta Unión" mit einer Höhe von 4750m. Die Sicht ist nicht so gut, zumindest bleiben die 5- und 6-Tausender Gipfel in den Wolken verborgen, die Landschaft ist trotzdem wunderschön. Auf dem Weg zum Pass finden wir ein Pferd. Es hat sich mit dem Seil zwischen den Steinen verfangen und konnte so nicht mehr weiter. Ist übrigens das Pferd das wir über Nacht verloren haben. Die Tiere laufen nämlich, wenn sie verschwinden einfach den Weg wieder Heim zu ihrem Stall.
Nach 2h haben wir die 500hm geschafft und sind am Pass. So hoch waren wir noch nie und so haben wir fast die Höhe des höchsten Berges der Alpen, den Mont Blanc mit 4810m. Jetzt haben wir über 1000hm Abstieg vor uns.
Die Sicht ist nicht besser geworden, der Weg trotzdem schön. Da im Nachbardorf unseres Zielortes des Trek's heute ein Fest ist, machen wir aus zwei Etappen eine und lassen somit den Campingplatz "Huaripampa" aus und gehen gleich nach Vaqueria 3730hm. Normal wäre die letzte Etappe am 4. Tag nur mehr ca. 2h. Der Weg führt noch einmal durch wunderschöne Täler bevor wir den Nationalpark verlassen. Zum Schluss kommt noch ein steiler Anstieg und nach 9h, 22km, 800hm Aufstieg und 1280hm Abstieg kommen wir ziemlich fertig in Vaqueria an.
Dort gibt's eine kalte Dusche und viel Bier. Nach einem stärkenden Abendessen gibt's noch mehr Bier und Pisco-Tee. (Anm. von Sylvia nicht in rauhen Mengen genießen). Das Fest ist 30min zu Fuß den Berg runter. Da niemand so wirklich motiviert ist versuchen wir ein Taxi zu finden. Das dauert über eine Stunde und so beschließen wir hier zu bleiben und ein Lagerfeuer zu machen. Das Holz kaufen wir bei der Familie wo wir heute alle am Boden schlafen.
Wie schon erwähnt ist Pisco-Tee nicht zu empfehlen und so muss Sylvia sehr bald ins Bett ;-)
4. Tag:
Da wir gestern schon bis zum Zielort gegangen sind, können wir heute ausschlafen. Auch Sylvia ist wieder fit und kann so ihren Geburtstag genießen.
Wir frühstücken und um 13 Uhr starten wir unsere 5 stündige Rückfahrt nach Huaraz.
Wir fahren über den 4800m hohen Pass "Portachuela de Llanganuco", eine wahnsinns Straße hinauf. Oben angekommen bleiben wir stehen um Fotos zu machen und sehen, die Straße wird erst richtig arg. Die Sicht ist auch heute schlecht, sonst könnten wir Peru's höchsten sehen, "Huascaran" mit 6655hm und noch einige andere schöne Berge. Wir haben aber dennoch einen schönen Blick ins Tal auf zwei Lagunen.
Um ca. 18 Uhr kommen wir nach Huaraz und haben noch einen stimmungsvollen Sonnenuntergang.
Der Trek soll wirklich einer der schönsten der Welt sein. Mit Blick auf eine wahnsinns Bergkullisse. Wir haben von den schönen Bergen leider nicht so viel gesehen. Fotografiert hab ich trotzdem wie ein böser, schlepp ja die fast 3kg nicht um sonst mit :-)
Wer außer unseren Fotos auch Berge sehen möchte soll einfach nach "Santa Cruz Trek Peru" suchen, die Bilder sagen alles.
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| Peru - Santa Cruz Trek |
Standort:
Sucre, Caraz, Peru
Dienstag, 19. Juni 2012
Olleros - Chavin Trekking, oder wie aus einem 3 ein 2 und doch wieder ein 3 Tagestrek wurde
Es ist Zeit unsere bis jetzt mitgeschleppte Ausrüstung zu verwenden und unseren ersten Solotrek zu unternehmen.
Geplant ist eine einfache Tour zum Eingehen. Laut Reiseführer ein 3 Tagestrek.
Also auf und Essen kaufen. Reis, Nudeln, Obst, das muss reichen. Ticket für den Nationalpark kaufen wir auch gleich in Huaraz. Und da gibts auf die ersten Probleme. Es gibt ein 1 Tagesticket um 5 Soles und 2-7 Tage für 65 Soles. Laut Trekkingagenturen und Nationalparkbüro darf man mehrtages Touren ohne Guide nicht mehr unternehmen, wollen ja auch was verdienen. D.h. wir müssten eine Tour buchen. Das wollen wir nicht, wir haben extra unsere Ausrüstung mit.
Also riskieren wirs und starten um 8 Uhr morgens mit dem Combi nach Olleres, dort startet der Trek. Wir werden irgendwo raus gelassen, schultern unsere Rucksäcke und starten auf ca. 3400m. Die Rucksäcke sind verdammt schwer und das macht sich bei Sylvia bald bemerkbar. Sie bekommt starke Schmerzen im Rücken und dazu kommt auch noch ein stechender Schmerz im Bauch. Die Landschaft ist schön, auch wenn ich zu Beginn noch glaube, das wird eher eine unspektakuläre Wanderung, die hohen Berge zeigen sich erst später.
Sylvia ist nicht so richtig fit. Wir müssen öfter Pause machen als geplant und nach 3 Stunden versuchen wir am Rucksack etwas zu ändern, das hilft ein wenig, auch die Last wird neu verteilt. Irgendwann sind wir uns mit der Richtung nicht mehr so sicher, aber zum Glück kommt ein Esel vor sich her treibender Reiter und dem können wir folgen, bis zu unserem ersten Zeltplatz - Sacracancha auf 4080m. Hier beginnt auch der Nationalpark und ein "Wärter" hat sein Häuschen. Dieser begrüßt uns gleich sehr freundlich und das alleine wandern ist gar kein Problem und das Ticket ist laut ihm 30 Tage gültig. Also wieder alles ganz anders als im Nationalparkbüro angekündigt.
Wir sind auf jeden Fall froh die erste Tagesetappe mit 16km und ca. 600hm geschafft zu haben. Wir bauen unser Zelt auf, trocknen unsere Kleidung und kochen. Irgendwie wird der Himmel ziemlich dunkel hinter uns und genau als das Essen fertig ist, beginnt es zu regnen, also rein ins Zelt und drinnen essen.
Aus dem Regen wird Hagel, super. Dieser hält ca. 1h an und geht in Regen über. Um 19 Uhr ist es vorbei und es ist auch schon dunkel. Da bleibt nur der warme Schlafsack.
Der nächste Morgen überrascht. Die Landschaft rundherum ist schneeweiß. Der Boden ist gefroren. Kocher an und Frühstück machen und mit den ersten Sonnenstrahlen aufwärmen. Nachdem wir gepackt haben ist es schon fast 9, also los.
Laut Wärter sind wir in 1,5h am Pass und in insgesamt 4-5h schon an unserem Ziel, kein Problem. Ok da machen wir aus dem 3 Tages- einen 2 Tagestrek, soll uns auch recht sein. Unser Reiseführer schreibt etwas von 4-5h Anstieg zum Pass und dann 2h Abstieg zum nächsten Zeltplatz. Am 3. Tag dann noch 11km bis nach Chavin, dem Ziel unserer Wanderung. Aber wenn ein Einheimischer sagt wir schaffen das Ganze in 5h was soll da schief gehen...
Also frohen Mutes gehts los, nach 1,5h sind wir da wo die Steigung zum Pass beginnt. Nach 3h machen sich bei Sylvia wieder Probleme bemerkbar. Bauch sticht und unser Rücken und Hüften tun vom Rucksack extrem weh. Die Landschaft ist wunderschön und "riesige" Berg erheben sich neben uns aus Gletschern. Sylvia wird wieder langsamer und muss oft stehen bleiben, das bin ich gar nicht gewohnt. Ich hab mit der Höhe zum Glück keine Probleme und nimm ihr etwas Last ab. Jetzt kann ich fast nicht mehr aufrecht gehen, aber nach 5h haben wir den Pass auf 4700m erreicht. Ein wunderschöner Blick auf die andere Seite tut sich auf.
Laut Reiseführer haben wir noch 2h Abstieg bis zum Zeltplatz vor uns. Laut Peruaner sind wir schon in Chavin.
Was solls, wir Beginnen mit dem Abstieg auf einem steilen Bergpfad, der uns in 2h zum Zeltplatz bringt. Das Ziel heute noch bis nach Chavin zu gehen ist verworfen, der peruanische Wärter wird auch nicht mit Danksagungen überhäuft.
Nach 7h kommen wir völlig fertig nach ca. 700hm und 16km am Zeltplatz an. Dort ist niemand, aber es gibt eine Wasserleitung. Also Zelt aufbauen, Wasser filtern und kochen. Es ziehen schon wieder schwarze Wolken auf, aber diesesmal bleiben wir verschont.
Die Nacht ist kalt, unter 0°, im Schlafsack ist es aber warm. Und so legen wir uns um 6 Uhr abends rein und kriechen erst nach Sonnenaufgang um 7 Uhr am nächsten Tag wieder heraus, abgesehen von der ein oder anderen Klopause.
Nach dem das Eis vom Zelt getaut ist und wir gefrühstückt haben starten wir wieder und gehen ds letzte Stück unserer Wanderung an. Es führt uns durch ein wunderschönes Tal. Man merkt das die Landschaft bewirtschaftet wird, bis zu einer Höhe von 4000m. Die Leute werden mehr und wir kommen auch durch kleinere Dörfer. Beim Blick zurück tut sich ein wahnsinns Blick auf einen 6000er auf, zumindest glauben wir das es einer ist. Nachdem wir eine Abkürzung übersehen haben und so noch einige km extra gemacht haben, sind wir nach 4h, 900hm runter und 16km in Chavin angekommen.
Bus checken, Essen geht sich noch aus davor. Die 3h Busfahrt zurück nach Huaraz führt noch einmal durch unglaubliche Berglandschaft über einen 4500m hohen Pass.
Ziemlich geschafft kommen wir um 17 Uhr an und freuen uns auf eine Dusche.
Erste mehrtägige Trekkingtour geschafft. Irgendwie haben wir uns das leichter vorgestellt. Für die nächste Tour müssen wir Gewicht optimieren. Aber bis dahin werden unsere geschundenen Körper geschont. Also 2-3 Tage :-)
Kleiner Tip für die Fotos. Wenn man unten auf das Tumbnail clickt kommt die Albumübersicht der Fotos. Dort kann man ganz rechts unter der Landkarte "Karte anzeigen" clicken, dann sieht man auf einer Googlemapskarte, wo die Fotos aufgenommen wurden. "Gelände"-Ansicht aktivieren (unter Karte Satellit) nicht vergessen.
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| Peru - Olleros Chavin |
Standort:
Huaraz, Peru
Freitag, 15. Juni 2012
Laguna Churup
Heute machen wir eine kleine Tour zum Akklimatisieren. Unser Ziel ist die Laguna Churup. Zuerst müssen wir mit dem Combi ca. 45min nach Llupa fahren. Dort steigen wir aus und beginnen unsere Wanderung. Wir Starten auf einer Höhe von 3450m, so hoch waren wir beide noch nie aus eigener Kraft, ok auch jetzt sind wir motorisiert hierher gelangt. Vor uns steht ein Weg von 1,5h ins nächste Dorf, Pitec, von dort gehts nochmal 2,5h weiter zur Lagune. Der Weg ist schön und wir gehen bei einfachen Häusern vorbei. Bald wird der Blick auf ein wunderschönes Panorama frei. Wir sehen schneebedeckte Gipfel die über 5000m hoch sind. Nachdem wir ca. 2$ Eintritt in den Nationalpark bezahlt haben wirds etwas steiler und auch kühler. So schnell können wir nicht gehen da wir gerade die 4000m Marke überschritten haben. So hoch waren wir überhaupt noch nie. Wunderbarer Ausblick belohnt die mühsame Schnauferei. Nach ca. 3,25h und noch einer kleinen steileren Stelle erreichen wir die Lagune auf 4450m. Unglaublich der Anblick, fast schon ein bisschen Rosamunde Pilcher mäßig. Vor uns ein wunderschöner Bergsee und dahinter ein 5495m hoher Gipfel, der Nev. Churup. Wir bleiben bei der Lagune und genießen jausnend den wunderschönen ruhigen Ort. Ein schönes Gefühl hier sein zu dürfen.
Nach der Rast machen wir uns auf den Weg zurück. Da wir im Aufstieg den Weg über einen Aussichtspunkt nicht gefunden haben, versuchen wirs im Abstieg nochmal. Und nach kurzem Anstieg sind wir auf über 4500m und genießen noch einmal diesen Ort. Danach geht's wieder Richtung Llupa, von wo wir mit einem Taxi zurück nach Huaraz kommen.
Der Ausflug war wirklich wunderschön und unseren bis jetzt höchsten Punkt haben wir auch erreicht. So sind wir für die nächsten Vorhaben hoffentlich gut akklimatisiert.
Unser nächster Ausflug soll eine selbstorganisierte 3 Tages Trekkingtour von Olleros nach Chavín de Huántar werden.
Nach der Rast machen wir uns auf den Weg zurück. Da wir im Aufstieg den Weg über einen Aussichtspunkt nicht gefunden haben, versuchen wirs im Abstieg nochmal. Und nach kurzem Anstieg sind wir auf über 4500m und genießen noch einmal diesen Ort. Danach geht's wieder Richtung Llupa, von wo wir mit einem Taxi zurück nach Huaraz kommen.
Der Ausflug war wirklich wunderschön und unseren bis jetzt höchsten Punkt haben wir auch erreicht. So sind wir für die nächsten Vorhaben hoffentlich gut akklimatisiert.
Unser nächster Ausflug soll eine selbstorganisierte 3 Tages Trekkingtour von Olleros nach Chavín de Huántar werden.
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| Peru - Laguna Churup |
Standort:
Huaraz, Peru
Aus dem Leben eines Reisenden...
Also für alle die denken, dass wir hier Urlaub machen, ein kleiner Beitrag über einen (eigentlich 3) Tag an denen wir Reisen.
Was wir hier machen hat wenig mit einem Magic-Life Cluburlaub zu tun. Wir bekommen nicht die Getränke nach gebracht, keiner füttert uns mit Garnelen bis die gefälschte Boss-Badehose vor lauter rotgebrannter Wampe platzt, uns hält auch keiner die Klopapierrolle beim Sch..., nein in den meisten Toiletten gibt's nicht mal Klopapier! Ja meine Freunde des All-inclusive-Urlaubs, so hart kann das Leben sein.
Aber Spaß beiseite, jetzt ein kleiner Schwank aus unsere Reise. Genauer, der Fahrt von Chachapoyas über Trujillo nach Huaraz.
Wir reisen wieder per Nachtbus, das ist halbwegs angenehm. Man kann ein wenig schlafen und spart sich ein Zimmer.
Es hat uns im "Backpackers Hostel" so gut gefallen das wir einen Tag Erholung angehängt haben. Das war gut, ich hab nämlich Durchfall bekommen, was bei einer Nachtbusfahrt irgendwie ungut ist, übrigends auch am Tag. Wir wollen eigentlich keinen Aufenthalt in Trujillo, daher kaufen wir ein Ticket für Montag Nacht von Chachapoyas nach Trujillo. Mir geht's schon wieder besser und so verläuft die Fahrt eigentlich ohne Zwischenfälle. Nur der ganz normale Wahnsinn. Die Busse sind ziemlicher Luxus. Man kann auch in der 2. Klasse die Sitze sehr weit nach hinten lehnen und hat eine Ablage für die Beine, auch Kotztüten werden ausgeteilt, was super ist. Vor allem wenn die Fahrt gleich mit einer extrem kurvigen Strecke beginnt und man irgendwie Verdauungsprobleme hat. Aber nach nur 14h haben wir es geschafft und sind in Trujillo. Dort erhalten wir unsere Rucksäcke, die jetzt in nicht mehr ganz so dichten Packsäcken stecken. Die Busfahrten haben schon etliche Löcher in unsere wasserdichten Hüllen gemacht. Also fahren wir ins Zentrum und suchen im Markt neben Hühnern, Tierhälften und aufbebrochenen Meerschweinchen Packsäcke. Und wir werden fündig, super. Also weiter gehts. Frühstück, für mich verdauungsbedingt nur Reis, Sylvia kann voll angreifen. Den restlichen Tag verbringen wir mit herum schlendern, und Kaffee bzw. Kamillentee trinken. Unser nächster Nachtbus startet um 22 Uhr von Trujillo nach Huaraz. Also auf zum Terminal. Jetzt hat's Sylvia erwischt, Durchfall-Stricherlliste ist wieder ausgeglichen. Da die Toiletten in so einem Busterminal nicht so das wahre sind, suchen wir ein Lokal. Schnell gefunden, ein sehr nobles Restaurant, rein und Toilettencheck, passt. Natürlich gehen wir nicht nur aufs Klo, nein wir konsumieren auch, Kamillentee. Dann nochmal aufs Klo und rein in den Bus.
Die Busse sind ja toll, haben auch eine Toilette, die ist aber nur für's kleine Geschäft. Da hilft nix, wenns präsiert gibt's a Sackerl fürs Gackerl. Die Grazer kennen das :-)
Und irgendwie geht auch diese Busfahrt vorbei und wir kommen nach 7h kommen in Huaraz an. Also von 2300m auf Meeresniveau und wieder rauf auf 3100m.
Um 5 Uhr morgens packen wir unser Rucksäcke auf den Rücken und die kleinen vorne drauf und verlassen den Busbahnhof, auf der Suche nach dem Bett. Wir haben einen Tip aus unserem Reiseführer und da wollen wir hin. Also alle Taxifahrer abgewimmelt und zu Fuß los. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit stellen wir fest das das Busterminal falsch auf unserer Karte eingezeichnet ist, aber wir finden trotzdem hin, zu "Casa Maria". Alles finster, kein Wunder es ist 5:40 wir sind müde also ein beherzter Druck auf die Klingel und tatsächlich es tut sich was, wir werden eingelassen und bekommen auch gleich ein nettes Zimmer mit Bad. Rein, ausziehen und ab ins Bett. Nach 5h stehen wir um 11 Uhr auf und machen uns auf den Weg auf die Suche nach Frühstück. Im Markt werden wir fündig. Suppe das gibt Kraft und die Welt schaut gleich wieder etwas netter aus.
So schaut das Leben manchmal aus bei uns. Jetzt sind wir von wunderschöner Berglandschaft umringt.
Noch ein kleiner Schwank. Nach 3,5 Wochen Orientierungslosigkeit hab ich es geschafft. Ich bin hinter DAS Geheimnis gekommen. Irgendwie hatte ich bis jetzt große Schwierigkeiten mich in Städten in Peru zu orientieren, da passte einfach etwas nicht. Aber jetzt hab ich es.
Im Osten geht die Sonne auf,
Im Westen geht sie unter,
Im Norden wird sie mittags stehen,
Im Süden ist sie nie zu sehen.
Und da soll sich der kleine Biobauernbua aus Perwang noch auskennen. Irgendwie hab ich das in der Volksschule anders gelernt.
Was wir hier machen hat wenig mit einem Magic-Life Cluburlaub zu tun. Wir bekommen nicht die Getränke nach gebracht, keiner füttert uns mit Garnelen bis die gefälschte Boss-Badehose vor lauter rotgebrannter Wampe platzt, uns hält auch keiner die Klopapierrolle beim Sch..., nein in den meisten Toiletten gibt's nicht mal Klopapier! Ja meine Freunde des All-inclusive-Urlaubs, so hart kann das Leben sein.
Aber Spaß beiseite, jetzt ein kleiner Schwank aus unsere Reise. Genauer, der Fahrt von Chachapoyas über Trujillo nach Huaraz.
Wir reisen wieder per Nachtbus, das ist halbwegs angenehm. Man kann ein wenig schlafen und spart sich ein Zimmer.
Es hat uns im "Backpackers Hostel" so gut gefallen das wir einen Tag Erholung angehängt haben. Das war gut, ich hab nämlich Durchfall bekommen, was bei einer Nachtbusfahrt irgendwie ungut ist, übrigends auch am Tag. Wir wollen eigentlich keinen Aufenthalt in Trujillo, daher kaufen wir ein Ticket für Montag Nacht von Chachapoyas nach Trujillo. Mir geht's schon wieder besser und so verläuft die Fahrt eigentlich ohne Zwischenfälle. Nur der ganz normale Wahnsinn. Die Busse sind ziemlicher Luxus. Man kann auch in der 2. Klasse die Sitze sehr weit nach hinten lehnen und hat eine Ablage für die Beine, auch Kotztüten werden ausgeteilt, was super ist. Vor allem wenn die Fahrt gleich mit einer extrem kurvigen Strecke beginnt und man irgendwie Verdauungsprobleme hat. Aber nach nur 14h haben wir es geschafft und sind in Trujillo. Dort erhalten wir unsere Rucksäcke, die jetzt in nicht mehr ganz so dichten Packsäcken stecken. Die Busfahrten haben schon etliche Löcher in unsere wasserdichten Hüllen gemacht. Also fahren wir ins Zentrum und suchen im Markt neben Hühnern, Tierhälften und aufbebrochenen Meerschweinchen Packsäcke. Und wir werden fündig, super. Also weiter gehts. Frühstück, für mich verdauungsbedingt nur Reis, Sylvia kann voll angreifen. Den restlichen Tag verbringen wir mit herum schlendern, und Kaffee bzw. Kamillentee trinken. Unser nächster Nachtbus startet um 22 Uhr von Trujillo nach Huaraz. Also auf zum Terminal. Jetzt hat's Sylvia erwischt, Durchfall-Stricherlliste ist wieder ausgeglichen. Da die Toiletten in so einem Busterminal nicht so das wahre sind, suchen wir ein Lokal. Schnell gefunden, ein sehr nobles Restaurant, rein und Toilettencheck, passt. Natürlich gehen wir nicht nur aufs Klo, nein wir konsumieren auch, Kamillentee. Dann nochmal aufs Klo und rein in den Bus.
Die Busse sind ja toll, haben auch eine Toilette, die ist aber nur für's kleine Geschäft. Da hilft nix, wenns präsiert gibt's a Sackerl fürs Gackerl. Die Grazer kennen das :-)
Und irgendwie geht auch diese Busfahrt vorbei und wir kommen nach 7h kommen in Huaraz an. Also von 2300m auf Meeresniveau und wieder rauf auf 3100m.
Um 5 Uhr morgens packen wir unser Rucksäcke auf den Rücken und die kleinen vorne drauf und verlassen den Busbahnhof, auf der Suche nach dem Bett. Wir haben einen Tip aus unserem Reiseführer und da wollen wir hin. Also alle Taxifahrer abgewimmelt und zu Fuß los. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit stellen wir fest das das Busterminal falsch auf unserer Karte eingezeichnet ist, aber wir finden trotzdem hin, zu "Casa Maria". Alles finster, kein Wunder es ist 5:40 wir sind müde also ein beherzter Druck auf die Klingel und tatsächlich es tut sich was, wir werden eingelassen und bekommen auch gleich ein nettes Zimmer mit Bad. Rein, ausziehen und ab ins Bett. Nach 5h stehen wir um 11 Uhr auf und machen uns auf den Weg auf die Suche nach Frühstück. Im Markt werden wir fündig. Suppe das gibt Kraft und die Welt schaut gleich wieder etwas netter aus.
So schaut das Leben manchmal aus bei uns. Jetzt sind wir von wunderschöner Berglandschaft umringt.
Noch ein kleiner Schwank. Nach 3,5 Wochen Orientierungslosigkeit hab ich es geschafft. Ich bin hinter DAS Geheimnis gekommen. Irgendwie hatte ich bis jetzt große Schwierigkeiten mich in Städten in Peru zu orientieren, da passte einfach etwas nicht. Aber jetzt hab ich es.
Im Osten geht die Sonne auf,
Im Westen geht sie unter,
Im Norden wird sie mittags stehen,
Im Süden ist sie nie zu sehen.
Und da soll sich der kleine Biobauernbua aus Perwang noch auskennen. Irgendwie hab ich das in der Volksschule anders gelernt.
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| Peru - Trujillo Huaraz |
Standort:
Huaraz, Peru
Montag, 11. Juni 2012
Grand Vilaya 4 Tages Trekking
So jetzt wollen wir's aber wirklich wissen. Unser erster mehrtägiger Trekkingausflug steht am Programm.
1. Tag:
Anders als angekündigt sind wir beim Start um 8 Uhr morgens nicht 4 sondern 6 Personen. Dafür kann unser Guide wie verlang auch Englisch. Zuerst eine wilde Fahrt bis wir bei der "Caverna de Quiocta" ankommen. Es handelt sich um eine Höhle durch die wir spazieren. Zum Glück haben wir Gummistiefel bekommen. Die Höhle ist nett, aber nicht's Besonderes. Nach dem Mittagessen geht's weiter zu den Sarcofagos Karajia. Hier müssen wir zum ersten Mal etwas gehen und kommen auch gleich in einen kleinen Nieselregen. Bei den Sarcofagen handelt es sich um Statuen die in einer Felswand aufgestellt wurden. In den Sarcofagen wurden Tote beerdigt. Schöner Platz nur haben wir uns die Sarcofagen größer vorgestellt, zumindest dachten wir, dass wir näher hinkommen. Trotzdem nett. Dann geht's weiter und wir fahren auf wilden Straßen über einen Pass mit 3200m bevor wir auf der anderen Seite nach Cohechán ins Valle Huaylla Belén kommen.
Jetzt wird's fast ein bisschen kitschig. Von der Bergstraße aus haben wir einen wunderbaren Blick ins Tal. Es schlängelt sich ein Fluss durch das wunderschöne grüne Tal und wir können auch unsere Lodge auf ca. 2800m sehen in der wir übernachten. Nach einer heißen Suppe, es ist saukalt und der Esstisch steht draussen, geht's nach einer Party Scrabble ins Stockbett.
2. Tag:
Trotz 7 Personen in einem Raum, gut geschlafen. Draussen wird das Frühstück bereitet und noch 2 Personen sind zu uns gestoßen. Sie wurden mit einem Taxi hergebracht und gehen von hier mit uns den Trek. Nach dem Frühstück geht's los durch das wirklich wunderschöne Tal. Auf den Wiesen durch die sich der Fluss meanderförmig schlängelt grasen Kühe und Pferde. Der Weg führt uns ca. 2h bergauf, hier erreichen wir den Pass und von jetzt geht's ca. 4h bergab. Der Urwald hüllt sich immer wieder in Nebel und schaut so richtig mystisch aus. Am Weg besichtigen wir auch einige Plattformen im Wald, auf welchen sich früher Häuser befunden haben. Wir haben auch ein Pferd als Lasttier mit, so brauchen wir unser Essen, Trinken und die Rucksäcke nicht alle tragen. Der Pferdeführer hat natürlich auch Cocablätter mit und so kommen wir zum ersten Mal zum Coca kauen. Uns schmeckt der Geschmack. Damit werden wir uns eindecken. Ist gut gegen Höhenkrankheit. Ein kleiner Regenschauer darf auch nicht fehlen, aber wir kommen trocken in Congan auf ca. 1840m bei Sonnenschein an. Hier ist es zum Glück nicht so kalt wie letzte Nacht. Nach einem super Abendessen geht's wieder so früh ins Bett. Morgen wir ein harter Tag.
3. Tag:
Heute geht's so richtig zur Sache. 6h Aufstieg auf einen 3300m hohen Pass und danach 3h Abstieg.
Da unser Lunch noch nicht fertig ist, starten wir verspätet erst nach 9 Uhr.
Heute haben wir 4 Pferde mit. Aber außer dem Guide, dem Pferdeführer und einem Trekker gehen wir alle zu Fuß. Nach einer Stunde werde ich von einem schwarzen fliegenden Viech am Arm gestochen. Ich bekomme gleich einen richtig schönen Dippl. 30 Minuten später schaue ich mir bei einer kurzen Pause meinen Arm an und sehe das der ganze Arm voll roter Dippl ist und nicht nur das, der ander Arm, die Füße der Bauch, der Kopf, alles voll Dippel. Allergische Reaktion hallo. Da ich eigentlich gegen nichts allergisch bin, haben wir auch nichts mit. Zum Glück hat jemand anderer ein Antihistaminikum mit und ich werf mir gleich mal 2 Tabletten ein. Was solls, sind ja nur mehr 8h Gehen. Also weiter. Nach ca. 1h wirken die Tabletten und die Dipplen werden kleiner. Nach 3h haben wir unsern Platz für das Mittagessen erreicht, aber davor machen wir noch eine kurze 1h Runde um uns Plattformen aus Stein anzusehen, wo früher Häuser waren. Es beginnt leider wieder zu regnen, aber wir können unser Mittagessen in einer kleinen Hütte geniesen. Der Regen wir immer stärker. Um kurz vor 14 Uhr starten wir wieder. Wir haben noch 3h Aufstieg und danach 3h Abstieg vor uns. Im strömenden Regen steigen wir steile Pfade bergauf und müssen auch ein paar durch den Regen nicht mehr so kleine Bäche queren. Nach ca. 1,5h ist für die Pferde Schluss, es wird zu steil. Ab jetzt müssen wir alles selbst tragen. Der Regen wird nicht weniger und es wird auch nicht flacher. Nach einer weiteren nassen Stunde kommen wir am 3300m hohen Pass an. Zum Glück gibt es außer dem steilen Pfad runter auch eine Schotterstraße, Gehzeit 3h. D.h. wir kommen sicher nicht bei Tageslicht in die Herberge. Wind am Pass macht das Ganze nicht lustiger, aber schnell Gehen hilft. Nach einer halben Stunde haben wir Glück, es kommt ein Pickup hinter uns die Straße runter. Wir quetschen uns zu 9. auf die Ladefläche. Lieber eine halbe Stunde ungemütlich sitzen, als weitere 2,5-3h durch den Regen laufen.
So kommen wir um ca. 17 Uhr in der Herberge auf ca. 2500m an. Keine Dusche, aber nass sind wir ohnehin, keine Heizung, kein Feuer und zu wenig Decken. Wir haben trockene Wechselkleidung mit. Zum Glück packen wir immer mehr ein. Der Tourveranstallter hat vor der Tour noch gesagt wir brauchen nichts, vielleicht einen Pullover und eine Regenjacke, falls es regnet, ist aber nicht sehr wahrscheinlich :-)
Heißer Tee, trockene Kleidung und ein gutes Abendessen helfen. Nicht alle haben Wechselkleidung mit und so bleibt ihnen nur naße Kleidung oder Adamskostüm. Nach dem Essen gehts gleich ins Bett. Wir teilen uns eines, so ist es wärmer.
4. Tag:
Die Sonne scheint, also raus aus den stinkenden Decken und alles zum Trocknen in die Sonne hängen.
Heute steht die Besichtigung der "berühmten" Festung von Kuelap auf dem Programm. Eine kurze Fahrt bringt uns zu den Ruinen.
Kuelap ist eine riesige Anlage mit verschiedenen Ebenen. Genaueres kann man sicher auf Wikipedia finden. Es war auf jeden Fall eine sehr wichtiges Zentrum der Chachapoyas, wurde dann von den Inkas "übernommen". Es ist nicht so viel ausgegraben, bzw. restauriert als in Machu Picchu, aber es ist unglaublich beeindruckend. Wir waren in der Touristenattracktion Nr. 1 Südamerikas ja noch nicht, aber andere haben uns gesagt, es ist nicht minder beeindruckend. Der große Vorteil, anstatt ca. 3000 Besuchern pro Tag sind hier vielleicht 50 und das hat schon was. Nach der Besichtigung dachten wir es folgt ein 3h Abstieg von Kuelap zu Fuß, aber es geht mit dem Bus zurück zur Herberge zum Mittagessen. Zum Glück, es regnet schon wieder. Danach folgt eine 2 stündige Fahrt über sehr ausgesetze Straßen zurück nach Chachapoyas.
Wir checken im Backpackers Hostel ein, ganz neu, super Matratzen und sauber. Das haben wir uns verdient nach diesen 4 Tagen.
Jetzt aber viele Fotos.
1. Tag:
Anders als angekündigt sind wir beim Start um 8 Uhr morgens nicht 4 sondern 6 Personen. Dafür kann unser Guide wie verlang auch Englisch. Zuerst eine wilde Fahrt bis wir bei der "Caverna de Quiocta" ankommen. Es handelt sich um eine Höhle durch die wir spazieren. Zum Glück haben wir Gummistiefel bekommen. Die Höhle ist nett, aber nicht's Besonderes. Nach dem Mittagessen geht's weiter zu den Sarcofagos Karajia. Hier müssen wir zum ersten Mal etwas gehen und kommen auch gleich in einen kleinen Nieselregen. Bei den Sarcofagen handelt es sich um Statuen die in einer Felswand aufgestellt wurden. In den Sarcofagen wurden Tote beerdigt. Schöner Platz nur haben wir uns die Sarcofagen größer vorgestellt, zumindest dachten wir, dass wir näher hinkommen. Trotzdem nett. Dann geht's weiter und wir fahren auf wilden Straßen über einen Pass mit 3200m bevor wir auf der anderen Seite nach Cohechán ins Valle Huaylla Belén kommen.
2. Tag:
Trotz 7 Personen in einem Raum, gut geschlafen. Draussen wird das Frühstück bereitet und noch 2 Personen sind zu uns gestoßen. Sie wurden mit einem Taxi hergebracht und gehen von hier mit uns den Trek. Nach dem Frühstück geht's los durch das wirklich wunderschöne Tal. Auf den Wiesen durch die sich der Fluss meanderförmig schlängelt grasen Kühe und Pferde. Der Weg führt uns ca. 2h bergauf, hier erreichen wir den Pass und von jetzt geht's ca. 4h bergab. Der Urwald hüllt sich immer wieder in Nebel und schaut so richtig mystisch aus. Am Weg besichtigen wir auch einige Plattformen im Wald, auf welchen sich früher Häuser befunden haben. Wir haben auch ein Pferd als Lasttier mit, so brauchen wir unser Essen, Trinken und die Rucksäcke nicht alle tragen. Der Pferdeführer hat natürlich auch Cocablätter mit und so kommen wir zum ersten Mal zum Coca kauen. Uns schmeckt der Geschmack. Damit werden wir uns eindecken. Ist gut gegen Höhenkrankheit. Ein kleiner Regenschauer darf auch nicht fehlen, aber wir kommen trocken in Congan auf ca. 1840m bei Sonnenschein an. Hier ist es zum Glück nicht so kalt wie letzte Nacht. Nach einem super Abendessen geht's wieder so früh ins Bett. Morgen wir ein harter Tag.
3. Tag:
Heute geht's so richtig zur Sache. 6h Aufstieg auf einen 3300m hohen Pass und danach 3h Abstieg.
Da unser Lunch noch nicht fertig ist, starten wir verspätet erst nach 9 Uhr.
Heute haben wir 4 Pferde mit. Aber außer dem Guide, dem Pferdeführer und einem Trekker gehen wir alle zu Fuß. Nach einer Stunde werde ich von einem schwarzen fliegenden Viech am Arm gestochen. Ich bekomme gleich einen richtig schönen Dippl. 30 Minuten später schaue ich mir bei einer kurzen Pause meinen Arm an und sehe das der ganze Arm voll roter Dippl ist und nicht nur das, der ander Arm, die Füße der Bauch, der Kopf, alles voll Dippel. Allergische Reaktion hallo. Da ich eigentlich gegen nichts allergisch bin, haben wir auch nichts mit. Zum Glück hat jemand anderer ein Antihistaminikum mit und ich werf mir gleich mal 2 Tabletten ein. Was solls, sind ja nur mehr 8h Gehen. Also weiter. Nach ca. 1h wirken die Tabletten und die Dipplen werden kleiner. Nach 3h haben wir unsern Platz für das Mittagessen erreicht, aber davor machen wir noch eine kurze 1h Runde um uns Plattformen aus Stein anzusehen, wo früher Häuser waren. Es beginnt leider wieder zu regnen, aber wir können unser Mittagessen in einer kleinen Hütte geniesen. Der Regen wir immer stärker. Um kurz vor 14 Uhr starten wir wieder. Wir haben noch 3h Aufstieg und danach 3h Abstieg vor uns. Im strömenden Regen steigen wir steile Pfade bergauf und müssen auch ein paar durch den Regen nicht mehr so kleine Bäche queren. Nach ca. 1,5h ist für die Pferde Schluss, es wird zu steil. Ab jetzt müssen wir alles selbst tragen. Der Regen wird nicht weniger und es wird auch nicht flacher. Nach einer weiteren nassen Stunde kommen wir am 3300m hohen Pass an. Zum Glück gibt es außer dem steilen Pfad runter auch eine Schotterstraße, Gehzeit 3h. D.h. wir kommen sicher nicht bei Tageslicht in die Herberge. Wind am Pass macht das Ganze nicht lustiger, aber schnell Gehen hilft. Nach einer halben Stunde haben wir Glück, es kommt ein Pickup hinter uns die Straße runter. Wir quetschen uns zu 9. auf die Ladefläche. Lieber eine halbe Stunde ungemütlich sitzen, als weitere 2,5-3h durch den Regen laufen.
So kommen wir um ca. 17 Uhr in der Herberge auf ca. 2500m an. Keine Dusche, aber nass sind wir ohnehin, keine Heizung, kein Feuer und zu wenig Decken. Wir haben trockene Wechselkleidung mit. Zum Glück packen wir immer mehr ein. Der Tourveranstallter hat vor der Tour noch gesagt wir brauchen nichts, vielleicht einen Pullover und eine Regenjacke, falls es regnet, ist aber nicht sehr wahrscheinlich :-)
Heißer Tee, trockene Kleidung und ein gutes Abendessen helfen. Nicht alle haben Wechselkleidung mit und so bleibt ihnen nur naße Kleidung oder Adamskostüm. Nach dem Essen gehts gleich ins Bett. Wir teilen uns eines, so ist es wärmer.
4. Tag:
Die Sonne scheint, also raus aus den stinkenden Decken und alles zum Trocknen in die Sonne hängen.
Heute steht die Besichtigung der "berühmten" Festung von Kuelap auf dem Programm. Eine kurze Fahrt bringt uns zu den Ruinen.
Kuelap ist eine riesige Anlage mit verschiedenen Ebenen. Genaueres kann man sicher auf Wikipedia finden. Es war auf jeden Fall eine sehr wichtiges Zentrum der Chachapoyas, wurde dann von den Inkas "übernommen". Es ist nicht so viel ausgegraben, bzw. restauriert als in Machu Picchu, aber es ist unglaublich beeindruckend. Wir waren in der Touristenattracktion Nr. 1 Südamerikas ja noch nicht, aber andere haben uns gesagt, es ist nicht minder beeindruckend. Der große Vorteil, anstatt ca. 3000 Besuchern pro Tag sind hier vielleicht 50 und das hat schon was. Nach der Besichtigung dachten wir es folgt ein 3h Abstieg von Kuelap zu Fuß, aber es geht mit dem Bus zurück zur Herberge zum Mittagessen. Zum Glück, es regnet schon wieder. Danach folgt eine 2 stündige Fahrt über sehr ausgesetze Straßen zurück nach Chachapoyas.
Wir checken im Backpackers Hostel ein, ganz neu, super Matratzen und sauber. Das haben wir uns verdient nach diesen 4 Tagen.
Jetzt aber viele Fotos.
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| Peru - Gran Vilaya Trekking |
Standort:
Chachapoyas, Peru
Gocta Wasserfall
Heute steht unser erster Ausflug am Programm, ich bin ja so nervös :-)
Wir fahren zum Gocta Wasserfall. Das ist, laut Touranbietern, Plakaten, Zeichnungen, ... der 3. höchste Wasserfall der Welt. Unser Reiseführer und Wikipedia klären uns da schon etwas besser auf.
Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr interessant. Der Wasserfall wurde erst 2006 von einem Deutschen Traveler/Expeditionsteam vermessen und der Öffentlichkeit präsentiert. Das ist wirklich toll, wenn man sich so etwas "frisches" ansieht und nicht schon Millionen von Menschen die Pfade ausgetreten haben.
Aber da war ja noch etwas. Der Wasserfall besteht aus 2 Stufen und ist durch ein Pool dazwischen verbunden. Die 1. Stufe hat ca. 230m und die 2. untere Stufe hat ca. 540m. Also insgesamt 771m Gesamthöhe. Jetzt darf man aber natürlich die beiden Stufen nicht zusammenzählen, zumindest nicht wenns um das Ranking der höchsten Wasserfälle geht. Der Tourismusverband darf das schon. Den 3. höchster der Welt höhrt sich einfach besser an als 16. höchster wenn ich nur die 2. höhere Stufe zähle.
Uns egal, wir fahren hin. Zuerst gehts steil bergab in ein Tal mit wunderschönem Ausblick und dem Tal entlang sind wir nach ca. 1h beim Eintrittshäuschen. Von hier geht's zu Fuß ca. 2h bergab zum Wasserfall. Immer wieder lichtet sich der Urwald und der Wasserfall zeigt sich, ein Wahnsinn. Direkt am Wasserfall angekommen wird's nass. Unten kommt eigentlich nur noch Gischt mit häftigem Wind an. Wir hüllen uns in unsere Jacken und gehen ganz zum Pool vor, in welches der Wasserfall mündet. Tolles Gefühl den Wind und das Wasser zu spüren, aber auch etwas nass. Unseren Plan ein kurzes Bad zu nehmen verwerfen wir aus temperaturtechnischen Gründen.
Nach dem kühlen Nass wird uns beim Rückweg in der Mittagshitze wieder warm.
Wir fahren zum Gocta Wasserfall. Das ist, laut Touranbietern, Plakaten, Zeichnungen, ... der 3. höchste Wasserfall der Welt. Unser Reiseführer und Wikipedia klären uns da schon etwas besser auf.
Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr interessant. Der Wasserfall wurde erst 2006 von einem Deutschen Traveler/Expeditionsteam vermessen und der Öffentlichkeit präsentiert. Das ist wirklich toll, wenn man sich so etwas "frisches" ansieht und nicht schon Millionen von Menschen die Pfade ausgetreten haben.
Aber da war ja noch etwas. Der Wasserfall besteht aus 2 Stufen und ist durch ein Pool dazwischen verbunden. Die 1. Stufe hat ca. 230m und die 2. untere Stufe hat ca. 540m. Also insgesamt 771m Gesamthöhe. Jetzt darf man aber natürlich die beiden Stufen nicht zusammenzählen, zumindest nicht wenns um das Ranking der höchsten Wasserfälle geht. Der Tourismusverband darf das schon. Den 3. höchster der Welt höhrt sich einfach besser an als 16. höchster wenn ich nur die 2. höhere Stufe zähle.
Uns egal, wir fahren hin. Zuerst gehts steil bergab in ein Tal mit wunderschönem Ausblick und dem Tal entlang sind wir nach ca. 1h beim Eintrittshäuschen. Von hier geht's zu Fuß ca. 2h bergab zum Wasserfall. Immer wieder lichtet sich der Urwald und der Wasserfall zeigt sich, ein Wahnsinn. Direkt am Wasserfall angekommen wird's nass. Unten kommt eigentlich nur noch Gischt mit häftigem Wind an. Wir hüllen uns in unsere Jacken und gehen ganz zum Pool vor, in welches der Wasserfall mündet. Tolles Gefühl den Wind und das Wasser zu spüren, aber auch etwas nass. Unseren Plan ein kurzes Bad zu nehmen verwerfen wir aus temperaturtechnischen Gründen.
Nach dem kühlen Nass wird uns beim Rückweg in der Mittagshitze wieder warm.
Labels:
Peru,
Sightseeing,
Trekking
Standort:
Sendero a Catarata, Peru
Chachapoyas
Nach einer wilden 9 stündigen Busfahrt, mit vielen Kurven und fliegenden Rucksäcken sind wir um 6 Uhr in Chachapoyas angekommen. Dort haben wir dann schnell ein nicht so gutes Hostel gefunden, aber zum lange Suchen waren wir zu müde. Nach einem Frühstück wollten wir noch ein Powernäppchen machen, aber so ein wahnsinniger muss ausgerechnet am Sonntag ein Loch in die Wand stämmen. Also raus aus dem Bett und auf den Hauptplatz. Heute startet die "Tourismus-Woche" oder so ähnlich. Alle möglichen verschieden Volksgruppen aus der Umgebung tanzen mit ihren Trachten auf und in der nächsten Woche ist an jedem Tag in einem anderen Teil der Stadt ein Fest.
Wir werden als Touristen gleich mitten in der Gruppe zwischen Musikkapelle und tanzenden Mütterchen mitgeschleppt und gehen mit bis wir ganz oben auf einem Hügel ankommen und der Marsch beendet ist.
Unser Zimmer ist so kallt und hat auch nur ein Fenster ins Stiegenhaus, dass wir uns mit unseren Daunenschlafsäcken zudecken müssen.
Am Samstag, nach unserer Trekkingtour, Bericht wird folgen, ist das Abschlussfest. Alle Gruppen tanzen in ihren Trachten mit Musik durch die Stadt. Wirklich ein super Fest mit toller Stimmung. Was das mit Touristenfest, so etwas ähnliches steht auf den Plakaten, zu tun hat weiß ich nicht. Für die Touristen können sie es nicht machen, davon sind hier viel zu wenig.
Wir haben eigentlich mit viel mehr Touristen gerechnet, da die Gegend hier sehr viele Outdooraktivitäten bietet und extrem viele Ausgrabungsstätten in der Umgebung zu finden sind. Aber so richtig viele Leute sind noch nicht hier. Das wird sich in den nächsten Jahren sicher ändern.
Wir werden in den nächsten Tagen einige der Sehenswürdigkeiten ansehen.
Wir werden als Touristen gleich mitten in der Gruppe zwischen Musikkapelle und tanzenden Mütterchen mitgeschleppt und gehen mit bis wir ganz oben auf einem Hügel ankommen und der Marsch beendet ist.
Unser Zimmer ist so kallt und hat auch nur ein Fenster ins Stiegenhaus, dass wir uns mit unseren Daunenschlafsäcken zudecken müssen.
Am Samstag, nach unserer Trekkingtour, Bericht wird folgen, ist das Abschlussfest. Alle Gruppen tanzen in ihren Trachten mit Musik durch die Stadt. Wirklich ein super Fest mit toller Stimmung. Was das mit Touristenfest, so etwas ähnliches steht auf den Plakaten, zu tun hat weiß ich nicht. Für die Touristen können sie es nicht machen, davon sind hier viel zu wenig.
Wir haben eigentlich mit viel mehr Touristen gerechnet, da die Gegend hier sehr viele Outdooraktivitäten bietet und extrem viele Ausgrabungsstätten in der Umgebung zu finden sind. Aber so richtig viele Leute sind noch nicht hier. Das wird sich in den nächsten Jahren sicher ändern.
Wir werden in den nächsten Tagen einige der Sehenswürdigkeiten ansehen.
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| Peru - Chachapoyas |
Standort:
Chachapoyas, Peru
Samstag, 2. Juni 2012
Der Weg der Sprache
Wir haben, damit wir uns besser verständigen können, schon in Österreich einen 2-wöchigen Sprachkurs gebucht.
War gar nicht so einfach im Norden Perus eine Sprachschule zu finden. Die meisten sind eher im Süden, z.B. in Cusco.
Bei Academical Travels haben wir dann ein Angebot mit Gastfamilie gefunden.
Wir sind in Chiclayo untergebracht. Die Sprachschule ist im ca. 10 km entfernten Pimentel direkt am Meer. Leider ist der Strand dort nicht so schön.
Unser Weg zur Schule ist schon ein Abenteuer.
Zuerst suchen wir ein Moto (das ist ein halbes Motorrad an das hinten eine Sitzbank mit zwei Rädern geschweißt wurde). Haben wir endlich eines gefunden, das uns zum Busbahnhof bringt, gar nicht so leicht, weil viele wegen dem Berufsverkehr nicht dorthin fahren wollen, beginnt die wilde Fahrt. Dauer ca. 10 Minuten, je nach Verkehrschaos. Dort steigen wir dann in ein Combi, das ist ein Bus in der Größe eines VW-Busses, nur passen ca doppelt soviele Fahrgäste rein. Es gibt einen Fahrer und einen Kassierer/Türschließer/Routenschreier. Der letztere hat die Aufgabe die Fahrroute lautstark zu verkünden und wenn am Straßenrand jemand ein Zeichen gibt, wird gehalten und zu/aus-gestiegen.
Nach ca. 20 Minuten sind wir dann bei der Spanischschule.
Sylvia hat ja schon vorher Spanisch gelernt, war ja auch Bedingung für die Weltreise, und ich bin ziemlicher Anfänger. Wir sind trotzdem in dieselbe Gruppe gekommen, dazu noch Sonja aus Deutschland. Sie hat schon zwei Wochen Kurs gemacht. Also so richtig homogen ist die Gruppe nicht. Auch der Lehrplan wird umgeworfen, als unser Lehrer erfährt, das wir nur zwei Wochen Kurs haben und nicht vier, so wie er dachte. Aber das macht nichts, nach einer Woche haben wir einen anderen Lehrer bekommen und so war der Lernfortschritt nicht so optimal. Auch neue Schüler sind dazugekommen. Die eine hat schon drei Wochen Kurs gemacht und ist schon 1,5 Monate hier und die andere hat in der Schule schon Spanisch. Also ist unsere Gruppe jetzt noch viel inhomogener als vorher.
Richtig gut ist die Spanischschule nicht organisiert. Es gibt nur die Anfängergruppe und eine Fortgeschrittenengruppe. Die Organisation ist eher auf Praktika ausgerichtet und wir sind auch die einzigen zwei, die nur Sprachkurs machen und sonst an keinem Projekt teilnimmt.
So einen Sprachkurs-Urlaub kann ich empfehlen, nur würde ich mir sicher keine Organisation mehr aussuchen, bei der man auch Praktika machen kann. Erstens ist der Sprachkurs dann nur so nebenbei, es werden dauern die Lehrer gewechselt und kommen Leute mit unterschiedlichem Niveau dazu und zweitens sind die meisten "Schüler" hier so um die 20 - Partypeople. Dafür sind wir einfach schon zu uncool.
Der Kurs ist jetzt vorbei. Sylvia kann schon ganz gut sprechen und versteht auch schon einiges. Bei mir schauts noch nicht so gut aus, aber das wird in den nächsten Wochen sicher noch besser.
War gar nicht so einfach im Norden Perus eine Sprachschule zu finden. Die meisten sind eher im Süden, z.B. in Cusco.
Bei Academical Travels haben wir dann ein Angebot mit Gastfamilie gefunden.
Wir sind in Chiclayo untergebracht. Die Sprachschule ist im ca. 10 km entfernten Pimentel direkt am Meer. Leider ist der Strand dort nicht so schön.
Unser Weg zur Schule ist schon ein Abenteuer.
Zuerst suchen wir ein Moto (das ist ein halbes Motorrad an das hinten eine Sitzbank mit zwei Rädern geschweißt wurde). Haben wir endlich eines gefunden, das uns zum Busbahnhof bringt, gar nicht so leicht, weil viele wegen dem Berufsverkehr nicht dorthin fahren wollen, beginnt die wilde Fahrt. Dauer ca. 10 Minuten, je nach Verkehrschaos. Dort steigen wir dann in ein Combi, das ist ein Bus in der Größe eines VW-Busses, nur passen ca doppelt soviele Fahrgäste rein. Es gibt einen Fahrer und einen Kassierer/Türschließer/Routenschreier. Der letztere hat die Aufgabe die Fahrroute lautstark zu verkünden und wenn am Straßenrand jemand ein Zeichen gibt, wird gehalten und zu/aus-gestiegen.
Nach ca. 20 Minuten sind wir dann bei der Spanischschule.
Sylvia hat ja schon vorher Spanisch gelernt, war ja auch Bedingung für die Weltreise, und ich bin ziemlicher Anfänger. Wir sind trotzdem in dieselbe Gruppe gekommen, dazu noch Sonja aus Deutschland. Sie hat schon zwei Wochen Kurs gemacht. Also so richtig homogen ist die Gruppe nicht. Auch der Lehrplan wird umgeworfen, als unser Lehrer erfährt, das wir nur zwei Wochen Kurs haben und nicht vier, so wie er dachte. Aber das macht nichts, nach einer Woche haben wir einen anderen Lehrer bekommen und so war der Lernfortschritt nicht so optimal. Auch neue Schüler sind dazugekommen. Die eine hat schon drei Wochen Kurs gemacht und ist schon 1,5 Monate hier und die andere hat in der Schule schon Spanisch. Also ist unsere Gruppe jetzt noch viel inhomogener als vorher.
Richtig gut ist die Spanischschule nicht organisiert. Es gibt nur die Anfängergruppe und eine Fortgeschrittenengruppe. Die Organisation ist eher auf Praktika ausgerichtet und wir sind auch die einzigen zwei, die nur Sprachkurs machen und sonst an keinem Projekt teilnimmt.
So einen Sprachkurs-Urlaub kann ich empfehlen, nur würde ich mir sicher keine Organisation mehr aussuchen, bei der man auch Praktika machen kann. Erstens ist der Sprachkurs dann nur so nebenbei, es werden dauern die Lehrer gewechselt und kommen Leute mit unterschiedlichem Niveau dazu und zweitens sind die meisten "Schüler" hier so um die 20 - Partypeople. Dafür sind wir einfach schon zu uncool.
Der Kurs ist jetzt vorbei. Sylvia kann schon ganz gut sprechen und versteht auch schon einiges. Bei mir schauts noch nicht so gut aus, aber das wird in den nächsten Wochen sicher noch besser.
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| Peru - Sprachkurs |
Dieser Bericht ist eher kürzer ausgefallen, da mein schöner langer super geiler Bericht irgendwie in den Tiefen der Googleserver verschwunden ist.
Chiclayo - Gastfamilie
Für die Dauer unseres Sprachkurses sind wir bei einer peruanischen Gastfamilie untergebracht.
Nachdem der erste Schock über das behaarte Mädchen mit 30 Jahren überwunden ist, können wir unser Zimmer beziehen. Dafür musste nur der Sohn in ein anderes Zimmer wechseln.
Die Familie besteht aus den Eltern und vier Kindern, wobei der älteste Sohn in Australien lebt.
Das Haus befindet sich in einem "guten" Viertel von Chiclayo, trotzdem wird die Tür doppelt versperrt.
Die Familie dürfte auch eher zur "gehobeneren" Mittelschicht gehören. Viele Fernseher, Bäder, Computer, Internet, ...
Das Familienleben ist für uns eher ungewohnt. Die Eltern sind beide Zuhause und auch der Sohn und die jüngste Tochter sind fast immer da. Dafür sehen wir die ältere Schwester, sie arbeitet im Krankenhaus, fast nie.
Am Abend sitzt jeder vor seinem! Fernseher und geredet wird auch nicht so viel. Zu Beginn liegt das meist an unserem Spanischdefizit, aber auch nachdem die Sprachkenntnisse besser werden gibt es wenig gemeinsame Kommunikation. Dafür gibt es oft Verwandschaft. Die Mutter hat 8! Geschwister, die alle in Chiclayo leben. Das haben wir am ersten Abend gleich gemerkt. Besuch bei der Großmutter, inklusive Sprachtest einer ehemaligen Lehrerin.
Wir sitzen abends meist auf der Terrasse und lernen, außer es gibt Besuch. Einmal haben wir auch Siedler von Catan gespielt, sehr lustig Vokabeltraining inklusive (trigo, ladrillo, roca, madera, ovejas).
Chiclayo selbst gefällt uns nicht so sehr. Die Stadt hat sich mit ca. 700 000 Einwohner zum Landwirtschaftszentrum Nordperus entwickelt. Dem entsprechend hoch ist auch die Kriminalität. Wir haben nur wenig Fotos gemacht, da wir uns fast nie trauten die Kamera mitzunehmen. Es gibt einen richtig coolen Markt der "Hexenmarkt" genannt wird. Dort gibt es Alles. Essen, Kleidung, Haushalt und alles für die Gesundheit, von Lamaföten, über Kräuter bis Tinkturen einfach alles. Natürlich auch wieder ein gefährliches Pflaster für Taschendiebstahl.
Zuerst trauen wir uns nicht so richtig raus und sind immer vor der Dunkelheit schon wieder zurück, das ist ca. um 18 Uhr. In der zweiten Woche werden wir dann schon mutiger.
Am Donnerstag haben wir noch das Fest "Fiesta de la luz" besucht. Ein Umzug am Hauptplatz. Ich hatte aus angsttechnischen Gründen nur mein Handy dabei und hab ein Video gemacht. Auch sehenswert, oder sollte ich besser sagen "hörenswert"!
So ein Aufenthalt bei einer Gastfamilie ist eigentlich ganz toll. Wir hatten es sehr nett. Das Haus ist schön, das Essen gut, nur das Familienleben ist eher ungewohnt. Dafür kann man sich auch einfach zurückziehen und es fällt niemanden auf.
Nachdem der erste Schock über das behaarte Mädchen mit 30 Jahren überwunden ist, können wir unser Zimmer beziehen. Dafür musste nur der Sohn in ein anderes Zimmer wechseln.
Die Familie besteht aus den Eltern und vier Kindern, wobei der älteste Sohn in Australien lebt.
Das Haus befindet sich in einem "guten" Viertel von Chiclayo, trotzdem wird die Tür doppelt versperrt.
Die Familie dürfte auch eher zur "gehobeneren" Mittelschicht gehören. Viele Fernseher, Bäder, Computer, Internet, ...
Das Familienleben ist für uns eher ungewohnt. Die Eltern sind beide Zuhause und auch der Sohn und die jüngste Tochter sind fast immer da. Dafür sehen wir die ältere Schwester, sie arbeitet im Krankenhaus, fast nie.
Am Abend sitzt jeder vor seinem! Fernseher und geredet wird auch nicht so viel. Zu Beginn liegt das meist an unserem Spanischdefizit, aber auch nachdem die Sprachkenntnisse besser werden gibt es wenig gemeinsame Kommunikation. Dafür gibt es oft Verwandschaft. Die Mutter hat 8! Geschwister, die alle in Chiclayo leben. Das haben wir am ersten Abend gleich gemerkt. Besuch bei der Großmutter, inklusive Sprachtest einer ehemaligen Lehrerin.
Wir sitzen abends meist auf der Terrasse und lernen, außer es gibt Besuch. Einmal haben wir auch Siedler von Catan gespielt, sehr lustig Vokabeltraining inklusive (trigo, ladrillo, roca, madera, ovejas).
Chiclayo selbst gefällt uns nicht so sehr. Die Stadt hat sich mit ca. 700 000 Einwohner zum Landwirtschaftszentrum Nordperus entwickelt. Dem entsprechend hoch ist auch die Kriminalität. Wir haben nur wenig Fotos gemacht, da wir uns fast nie trauten die Kamera mitzunehmen. Es gibt einen richtig coolen Markt der "Hexenmarkt" genannt wird. Dort gibt es Alles. Essen, Kleidung, Haushalt und alles für die Gesundheit, von Lamaföten, über Kräuter bis Tinkturen einfach alles. Natürlich auch wieder ein gefährliches Pflaster für Taschendiebstahl.
Zuerst trauen wir uns nicht so richtig raus und sind immer vor der Dunkelheit schon wieder zurück, das ist ca. um 18 Uhr. In der zweiten Woche werden wir dann schon mutiger.
Am Donnerstag haben wir noch das Fest "Fiesta de la luz" besucht. Ein Umzug am Hauptplatz. Ich hatte aus angsttechnischen Gründen nur mein Handy dabei und hab ein Video gemacht. Auch sehenswert, oder sollte ich besser sagen "hörenswert"!
So ein Aufenthalt bei einer Gastfamilie ist eigentlich ganz toll. Wir hatten es sehr nett. Das Haus ist schön, das Essen gut, nur das Familienleben ist eher ungewohnt. Dafür kann man sich auch einfach zurückziehen und es fällt niemanden auf.
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| Peru - Chiclayo |
Sonntag, 27. Mai 2012
Altes Gold und Staub
Heute haben wir uns den total Archäologen-Porno gegeben. Zuerst Museum mit Grabbeigaben von einem der größten Funde von Peru und danach noch das "Tal der Pyramiden".
Mit dem Combi, das ist ein Kleinbus, ging's zuerst nach Lambayeque. Dort ist seit 2002 das Museum "Museo Tumbas Reales de Sipán" wo die Funde der Ausgrabungen von Sipán ausgestellt sind. Das Museum ist im Stil einer Moche-Pyramide nachgebaut. Über eine 70m lange Rampe gelangt man ins Museum. Drinnen ist Fotografieren leider verboten. Aber die ausgestellten Funde sind sehenswert. Viel Gold in Form von Amuletten, Kopfschmuck, Zepter usw. sind ebenso zu finden wie Töpfe, Schmuck, Keramikgefäße und was so ein Herrscher sonst noch alles so braucht. Ein paar Skelette durften natürlich auch nicht fehlen.
Geschafft von so viel staubig altem Zeug von Toten, war's Zeit etwas für die Lebenden zu tun. Mittagessen in einem kleinen "Restaurant" am Markt. Sehr gut und günstig.
Frisch gestärkt ging's weiter nach Túcume. Dort befinden sich das "Complejo Arqueológico de Túcume", auch Tal der Pyramiden genannt. Es handelt sich um eine 220ha große Lehmziegelstadt mit 26 Pyramiden. Die größte ist 454x120m groß und hat eine Höhe von 30m. Zur größten Mittagshitze, so wie für richtige Touris üblich, wandern wir auf den Cerro la Raya, ein Berg mit Aussichtsplattform. Die Mühe hat sich gelohnt, der Ausblick auf die umliegende Ebene ist wirklich schön. Vor allem der Übergang von den staubigen Pyramiden zum grünen fruchtbaren Land ist erstaunlich.
Zurück in Chiclayo gingen wir zwei Partytiger nicht, wie vermutet ins Bett, wir gingen auf die Pirsch.
21 Uhr:
Tiger1 an Tiger2: "Müde bin ich, gemma ruhen, hot eh koan Sinn do Party tun..."
Tiger2 an Tiger1: "Do host du recht, kum loss mas sein, die Party-People gehn jetzt heim!"
Übrigens gibt's im Lima-Bericht jetzt ein Video vom Pazifik.
Mit dem Combi, das ist ein Kleinbus, ging's zuerst nach Lambayeque. Dort ist seit 2002 das Museum "Museo Tumbas Reales de Sipán" wo die Funde der Ausgrabungen von Sipán ausgestellt sind. Das Museum ist im Stil einer Moche-Pyramide nachgebaut. Über eine 70m lange Rampe gelangt man ins Museum. Drinnen ist Fotografieren leider verboten. Aber die ausgestellten Funde sind sehenswert. Viel Gold in Form von Amuletten, Kopfschmuck, Zepter usw. sind ebenso zu finden wie Töpfe, Schmuck, Keramikgefäße und was so ein Herrscher sonst noch alles so braucht. Ein paar Skelette durften natürlich auch nicht fehlen.
Geschafft von so viel staubig altem Zeug von Toten, war's Zeit etwas für die Lebenden zu tun. Mittagessen in einem kleinen "Restaurant" am Markt. Sehr gut und günstig.
Frisch gestärkt ging's weiter nach Túcume. Dort befinden sich das "Complejo Arqueológico de Túcume", auch Tal der Pyramiden genannt. Es handelt sich um eine 220ha große Lehmziegelstadt mit 26 Pyramiden. Die größte ist 454x120m groß und hat eine Höhe von 30m. Zur größten Mittagshitze, so wie für richtige Touris üblich, wandern wir auf den Cerro la Raya, ein Berg mit Aussichtsplattform. Die Mühe hat sich gelohnt, der Ausblick auf die umliegende Ebene ist wirklich schön. Vor allem der Übergang von den staubigen Pyramiden zum grünen fruchtbaren Land ist erstaunlich.
Zurück in Chiclayo gingen wir zwei Partytiger nicht, wie vermutet ins Bett, wir gingen auf die Pirsch.
21 Uhr:
Tiger1 an Tiger2: "Müde bin ich, gemma ruhen, hot eh koan Sinn do Party tun..."
Tiger2 an Tiger1: "Do host du recht, kum loss mas sein, die Party-People gehn jetzt heim!"
Übrigens gibt's im Lima-Bericht jetzt ein Video vom Pazifik.
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| Peru - Lambayeque |
Labels:
Peru,
Sightseeing
Standort:
Panamericana Norte, Lambayeque, Peru
Freitag, 25. Mai 2012
Wie ich zum Mädchen wurde...
Da werden jetzt manche sagen "War er schon immer!" - aber wartet, last mich die Geschichte erzählen.
Also, unser Plan war mit dem Nachtbus von Lima nach Chiclayo zu fahren. Dort haben wir zwei Wochen Spanischkurs und Aufenthalt bei einer Gastfamilie gebucht.
Da wir noch nicht wussten was bei den Nachtbussen auf uns zukommt, haben wir die feige (Mädchen)-Variante gewählt und uns ein 1. Klasse Ticket gekauft. Kostet pro Person 45$ für die 12h dauernde 700km Fahrt in den Norden. Leider habe ich im Bus kein Foto gemacht. Mir war schlecht vom Bier mit unseren Fußball-Freunden. Im Bus gibt es Abendessen und Frühstück. Ungefähr so wie im Flugzeug, nur ein bisschen schlechter. Dafür sind die Sitze ca. so wie in der 1. Klasse im Flieger. Denk ich zumindest, im Flieger bin ich bis jetzt immer nur daran vorbei gegangen. Man hat sehr viel Platz und kann die Sitze fast in die Horizontale stellen. Geschlafen haben wir gut.
Um ca. acht Uhr am Sonntag morgen sind wir dann in Chiclayo am Terminal von Cruz del Sur angekommen.
Jetzt geht's los. Wir haben am Tag davor nur noch kurz ein Mail an die Organisation, wo wir den Kurs gebucht haben, mit der Ankunftszeit geschrieben. Also warten ob uns jemand abholt.
Irgendwann spricht dann eine Frau Sylvia an ob sie Sylvia ist?! Da dachten wir noch juhu, wir sind nicht verloren. Nur mit mir konnte sie nicht so viel anfangen. Sylvias Spanisch war auch noch nicht so gut und das Englisch der Dame auch zu wenig, um klar zumachen wo das Problem liegt. Die Dame sprach nämlich irgendetwas von Florian, das hört sich ja nach mir an, aber zufrieden war sie mit meinem Erscheinen irgendwie nicht. Nach einigem hin und her geht's ins Taxi. Dort nochmal eine Diskussion, deren Inhalt wir nicht verstanden haben. Egal wir fahren zu ihr nach Hause. Nettes Haus, ihr Mann ist auch schon da und sogleich geht's ans Telefon, um FLORIAN anzurufen. Der Chef der Organisation heißt nämlich auch Florian. Also ich war anscheinend vorher nicht gemeint :-(
Der andere Florian ist Deutscher und so können wir mit ihm klären wo das Problem liegt. Wir wussten ja gar nicht das es ein Problem gibt. Nach dem Telefonat ist uns einiges klar.
Florian hat das Anmeldeformular, welches Sylvia ausgefüllt hat und per Mail vor einigen Wochen geschickt hat, nicht richtig gelesen. Sonst wäre ihm aufgefallen, dass Florian ein komischer Mädchenname ist und das vor allem das Geburtsjahr 1981 für die Tochter einer 33 jährigen zu alt ist.
Ja so ist das. Die Organisation hat unserer Gastmutter gesagt, Sylvia kommt mit ihrer Tochter!
Jetzt können wir auch den etwas verwirrten Blick der Dame am Busbahnhof nachvollziehen. Uns ist das egal, da wir einverstanden sind mit einem Zimmer und zwei Betten, können wir bleiben. Sonst sind immer nur Studenten alleine in Zimmern untergebracht. Aber für uns musste ohnehin der Sohn sein Zimmer räumen :-)
In der Spanisch-Akadem werde ich jetzt immer als Tochter angesprochen. Was solls.
Als Beweis gibt's noch ein Foto, ob ich mich so sehr verändert habe das ich als Mädchen durchgehe.
Das Foto ist nach genau einer Woche aus meiner Flocksi-mit-Bart-Bilderserie entnommen.
Also, unser Plan war mit dem Nachtbus von Lima nach Chiclayo zu fahren. Dort haben wir zwei Wochen Spanischkurs und Aufenthalt bei einer Gastfamilie gebucht.
Da wir noch nicht wussten was bei den Nachtbussen auf uns zukommt, haben wir die feige (Mädchen)-Variante gewählt und uns ein 1. Klasse Ticket gekauft. Kostet pro Person 45$ für die 12h dauernde 700km Fahrt in den Norden. Leider habe ich im Bus kein Foto gemacht. Mir war schlecht vom Bier mit unseren Fußball-Freunden. Im Bus gibt es Abendessen und Frühstück. Ungefähr so wie im Flugzeug, nur ein bisschen schlechter. Dafür sind die Sitze ca. so wie in der 1. Klasse im Flieger. Denk ich zumindest, im Flieger bin ich bis jetzt immer nur daran vorbei gegangen. Man hat sehr viel Platz und kann die Sitze fast in die Horizontale stellen. Geschlafen haben wir gut.
Um ca. acht Uhr am Sonntag morgen sind wir dann in Chiclayo am Terminal von Cruz del Sur angekommen.
Jetzt geht's los. Wir haben am Tag davor nur noch kurz ein Mail an die Organisation, wo wir den Kurs gebucht haben, mit der Ankunftszeit geschrieben. Also warten ob uns jemand abholt.
Irgendwann spricht dann eine Frau Sylvia an ob sie Sylvia ist?! Da dachten wir noch juhu, wir sind nicht verloren. Nur mit mir konnte sie nicht so viel anfangen. Sylvias Spanisch war auch noch nicht so gut und das Englisch der Dame auch zu wenig, um klar zumachen wo das Problem liegt. Die Dame sprach nämlich irgendetwas von Florian, das hört sich ja nach mir an, aber zufrieden war sie mit meinem Erscheinen irgendwie nicht. Nach einigem hin und her geht's ins Taxi. Dort nochmal eine Diskussion, deren Inhalt wir nicht verstanden haben. Egal wir fahren zu ihr nach Hause. Nettes Haus, ihr Mann ist auch schon da und sogleich geht's ans Telefon, um FLORIAN anzurufen. Der Chef der Organisation heißt nämlich auch Florian. Also ich war anscheinend vorher nicht gemeint :-(
Der andere Florian ist Deutscher und so können wir mit ihm klären wo das Problem liegt. Wir wussten ja gar nicht das es ein Problem gibt. Nach dem Telefonat ist uns einiges klar.
Florian hat das Anmeldeformular, welches Sylvia ausgefüllt hat und per Mail vor einigen Wochen geschickt hat, nicht richtig gelesen. Sonst wäre ihm aufgefallen, dass Florian ein komischer Mädchenname ist und das vor allem das Geburtsjahr 1981 für die Tochter einer 33 jährigen zu alt ist.
Ja so ist das. Die Organisation hat unserer Gastmutter gesagt, Sylvia kommt mit ihrer Tochter!
Jetzt können wir auch den etwas verwirrten Blick der Dame am Busbahnhof nachvollziehen. Uns ist das egal, da wir einverstanden sind mit einem Zimmer und zwei Betten, können wir bleiben. Sonst sind immer nur Studenten alleine in Zimmern untergebracht. Aber für uns musste ohnehin der Sohn sein Zimmer räumen :-)
In der Spanisch-Akadem werde ich jetzt immer als Tochter angesprochen. Was solls.
Als Beweis gibt's noch ein Foto, ob ich mich so sehr verändert habe das ich als Mädchen durchgehe.
Das Foto ist nach genau einer Woche aus meiner Flocksi-mit-Bart-Bilderserie entnommen.
Standort:
Chiclayo, Peru
Dienstag, 22. Mai 2012
Info zum Blog
Jetzt gibt's noch eine kurze Info zu unserem Blog.
Die Packliste ist jetzt online, Über uns kann man auch etwas lesen und die Route werde ich auch immer updaten. Außer ich vergesse darauf.
Auf der Startseite ganz rechts kann man sich die Beiträge automatisch übersetzen lassen, aber die meisten verstehen mich und den Anderen ist nicht zu helfen.
Darunter gibt's immer aktuelle Kurzinfos und unsere Position. Falls mal nicht soviel Zeit/Lust aufkommt gleich einen ganzen Beitrag zu schreiben.
Die Packliste ist jetzt online, Über uns kann man auch etwas lesen und die Route werde ich auch immer updaten. Außer ich vergesse darauf.
Auf der Startseite ganz rechts kann man sich die Beiträge automatisch übersetzen lassen, aber die meisten verstehen mich und den Anderen ist nicht zu helfen.
Darunter gibt's immer aktuelle Kurzinfos und unsere Position. Falls mal nicht soviel Zeit/Lust aufkommt gleich einen ganzen Beitrag zu schreiben.
Montag, 21. Mai 2012
Welt wir kommen - Lima
Am Flughafen werden wir noch verabschiedet und so manche Träne wird zerdrückt. Aber da hilft Alles nix. Wir müssen los.
Und so starten wir um 19:40 von Wien nach Madrid und von dort um 00:55 weiter in einem 12 Stunden Flug nach Lima. Die Flugzeit vergeht nicht schnell, aber irgendwann haben wir es doch geschafft und kommen im 10 Millionen-Molloch Lima an.
Unser bestelltes Taxi vom Hostel finden wir nicht und so lassen wir uns von einem anderen Taxi zum Hostel fahren. Kostet mehr, dafür bringt er uns gleich zum Falschen.
Also Rucksack geschultert und zum Glück nur kurz quer durch den Park und im richtigen Hostel einchecken. Wir sind im Flying Dog Hostel untergekommen. Bestellt haben wir das über Hostelworld.com.
Das Hostel liegt ganz zentral, direkt neben dem Park in Miraflores. Leider können wir erst um 13 Uhr in unser Zimmer. Jetzt ist es 7 Uhr und wir sind nach der Anreise voll kaputt. Also Cafe zum Frühstücken suchen. Aufstehen wollen wir nach dem Frühstück noch nicht, daher "Otra vez dos cafe solo por favor".
Ok das war zuviel, ein Verdauungsspaziergang muss her. Und nach 15 Minuten, wir glaubens gar nicht, stehen wir an der Klippe und vor uns breitet sich der Pazifik aus. Wie geil ist das den! Den Pazifik haben wir beide noch nicht gesehen. Stürmisch ist er, das können wir erkennen. Wir erkunden die Umgebung und landen bei einem "Einkaufszentrum" das direkt und die Klippen gebaut wurde. Schaut super aus.
Jetzt aber in unser Zimmer und mal duschen und schlafen. Viel mehr als einen kurzen Spaziergang am Abend schaffen wir heute nicht mehr. Um 8 gehen wir ins Bett. Zentrale Lage mit Blick auf den Park hört sich gut an, aber für uns zwei Partytiger die um 8 ins Bett gehen ist das nicht von Vorteil. Ohropax müssen her und damit gelingt auch ein erholsamer Schlaf.
Unser erster voller Tag in Lima wird genutzt um das Altstadtzentrum anzusehen. Wirklich schöne Plätze, wunderschöne Gebäude mit Balkonen und schöne kleine Parks. Richtig große Grünanlagen gibt es leider nicht. So schlecht wie sein Ruf, ist Lima nicht mehr. Der Stadtteil Miraflores zumindest ist sehr sauber und wirkt durch zahlreiche Polizisten und Securities auch sicher.
Wir buchen auch gleich unseren Nachtbus für den nächsten Tag Richtung Norden.
Am Abend sind wir nicht so kaputt und wir hauen voll auf den Putz, bis 23 Uhr. Da gehen die Peruaner erst fort. Wir auch, ins Land der Träume.
Was uns schon auffällt, die Peruanerinnen haben einen Schuhtick. Orthopäde oder Hüft-Metzger müsste man sein, da kann man sich in den nächsten Jahren eine goldene Nase verdienen. Es wird einen extra Beitrag über Monster-Absätze geben, das kann ich schon mal versprechen.
Am Samstag sind wir nochmal zum Pazifik runter und haben die frische Meerluft genossen.
Um 12 mussten wir auschecken. Dann ging's auf die Suche nach einem Lokal, um das Champions League Finale zu sehen. Egal wo, jedes Pup und Restaurant hat damit geworben das sie das Spiel übertragen, war also kein Problem.
Die Richtigen haben gewonnen :-)
Und die Peruaner am Nebentisch waren derselben Meinung. Da haben wir gleich Freunde gefunden. Beim Erwähnen das wir aus Österreich kommen ist gleich mal Schwarzenegger gefallen und da haben uns die Fotos von Sylvias Papa gleich unglaublichen Respekt eingebracht. Wir haben schon eine Kontaktadresse, falls wir etwas benötigen.
Nach dem Finale fahren wir zur Busstation von Cruz del Sur. Diese Linie bringt uns in ca. 12 Stunden nach Chiclayo. Aber das ist eine andere Geschichte.
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| Peru - Lima |
Labels:
Peru,
Reisen,
Sightseeing
Standort:
Miraflores, Peru
Montag, 14. Mai 2012
Ein Bruch geht durch die Welt
Wie manche schon gemerkt haben, ist dieses Jahr das Jahr des Umbruchs. Normalerweise bin ich ja nicht
bei jedem Scheiss dabei, aber diesesmal bin ich voll dabei. Mit einem Leistenbruch beidseitig.
Rechtzeitig bemerkt habe ich Glück und bekomme genau zwei Wochen vorm Start noch einen Termin zur OP.
Jetzt muss ich mich natürlich schonen und den Großteil vom Siedeln muss Sylvia übernehmen. Aber mit Hilfe unserer Freunde schaffen wir das schon.
Die OP verläuft gut und zwei Tage vor der Abreise geh ich nochmal zur Kontrolle und alles passt.
Wir können starten.
Donnerstag, 10. Mai 2012
Wir packen
Alles liegt bereit, jetzt wird's ernst. Noch ein Foto von Allem was wir mitnehmen und dann geht's ans schlichten.

Das viele Große muss in das eine Kleine.
Aber wie?!
Irgendwann ist klar, Sylvias Rucksack ist zu klein. Warum?! Beim Probepacken vor zwei Wochen hat noch Alles rein gepasst. Ok was tun? Bergfuchs ist dein Freund, oder wir sind seine, weil wir soviel Geld dort lassen. Egal schnell ist ein neuer Rucksack gekauft. Sylvia hat jetzt denselben Rucksack wie ich, nur in rot.
Und siehe da, alles drinnen. Wir sind bereit!
Samstag, 14. April 2012
Abschieds-Party
Wir fahren fort. Das gehört gefeiert.
Da lassen sich unsere Freunde nicht lange bitten. Wenn wir abhauen, wollen sie sehen ob wir es auch wirklich machen.
Viele sind gekommen, Getränke sind uns aber trotzdem mehr als die Hälfte geblieben.
Dafür war die Versteigerung unserer Restln ein unglaublicher Erfolg.
Danke an die zahlreichen Bieter. Was ihr mit dem Ramsch jetzt macht, ist euch überlassen :-)
Es hat uns sehr gefreut mit euch noch einen netten Abend zu verbringen.
Damit ihr uns nicht so vermisst, könnt ihr unsere Reise hier verfolgen.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
Da lassen sich unsere Freunde nicht lange bitten. Wenn wir abhauen, wollen sie sehen ob wir es auch wirklich machen.
Viele sind gekommen, Getränke sind uns aber trotzdem mehr als die Hälfte geblieben.
Dafür war die Versteigerung unserer Restln ein unglaublicher Erfolg.
Danke an die zahlreichen Bieter. Was ihr mit dem Ramsch jetzt macht, ist euch überlassen :-)
Es hat uns sehr gefreut mit euch noch einen netten Abend zu verbringen.
Damit ihr uns nicht so vermisst, könnt ihr unsere Reise hier verfolgen.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
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| Abschiedsparty Weltreise 2012-04-14 |
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